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Lünendonk-Studie in Zusammenarbeit mit Tableau

Big-Data-Analysesoftware verändert Beratungsgeschäft

| Autor: Sarah Nollau

Die Etablierung von Analysesoftware hat zur Folge, dass technologische Kompetenzen für Berater an Bedeutung gewinnen.
Die Etablierung von Analysesoftware hat zur Folge, dass technologische Kompetenzen für Berater an Bedeutung gewinnen. (Bild: Pixabay / CC0)

Zusammen mit Tableau Software hat Lünendonk eine Studie zum Consulting 4.0 durchgeführt. Dabei wurden die Fragen geklärt, wie Analysesoftware für Big Data das Beratungsgeschäft verändert. Passend zum Studienthema wurden die Ergebnisse in einem interaktiven Dashboard visualisiert.

In Zusammenarbeit mit dem Software-Hersteller Tableau konzipierte Lünendonk eine Studie mit dem Titel „Consulting 4.0 – Bessere Beratung durch effizientere Datenanalyse und Visual Analytics?“ Gerade Beratungsunternehmen leben von Datenanalysen. Und der Datenfluss steigt stetig an. Daher ist es umso wichtiger, die Analyse so effektiv und sinnvoll wie möglich zu gestalten, um den größten Mehrwert daraus zu erzielen. Beratungsunternehmen müssen in der Lage sein, die Flut von Daten und die komplexen Strukturen auswerten und analysieren zu können.

Lünendonk möchte in der Studie folgende Fragen klären: Wie und in welcher Form verwenden Berater heute und in Zukunft moderne Data-Analytics-Software in ihrer täglichen Arbeit? Verbessern sich dadurch das Projektergebnis und der Wertbeitrag? Ergeben sich bereits datenbasierte Beratungsprodukte, die Kunden als Lösung dauerhaft nutzen?

49 Prozent der Teilnehmer glauben, dass sie mit Hilfe analytischer Software-Tools doppelt so schnell in der Analyse- und Umsetzungsphase sind.
49 Prozent der Teilnehmer glauben, dass sie mit Hilfe analytischer Software-Tools doppelt so schnell in der Analyse- und Umsetzungsphase sind. (Bild: Lünendonk)

Aufwändige Analysen

Ein Ergebnis der Studie war, dass Analysetools in der Praxis vorwiegend für die Auswertung der Kundenprojekte und das Beobachten der Key Performance Indicators (KPIs) zum Tragen kommen. In der Zukunft wollen Beratungen aber mehr Aufgaben an die Software-Tools für die Datenanalyse übergeben. Davon erhoffen sich die Unternehmen mehr Zeitersparnis im Tagesgeschäft. 60 Prozent geben an, dass die Analysephase mit einem sehr hohen beziehungsweise hohem Aufwand verbunden ist. Laut Studie sehen den hohen Workload in zwei Jahren nur noch 19 Prozent. Bei der Dateneingabe und Datenbereinigung hebt sich ein deutlicheres Bild ab. Hier stehen sich 70 Prozent den künftigen 20 Prozent gegenüber.

„Fast jeder zweite Berater erwartet, dass sich durch den Einsatz von Analysetools der Zeitaufwand in der Analyse- und Umsetzungsphase halbiert. Die andere Hälfte erwartet sogar ein noch höheres Effizienzpotenzial. Bewährt sich diese Einschätzung, können Beratungsprojekte deutlich schneller vorangetrieben werden und tragen so zum Unternehmenserfolg sowohl für die Beratung als auch für ihre Mandanten bei“, so Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder.

Für die Zukunft wird der Brand und das Image der Beratung an Wichtigkeit abnehmen. An Bedeutung gewinnen technologische Kompetenzen.
Für die Zukunft wird der Brand und das Image der Beratung an Wichtigkeit abnehmen. An Bedeutung gewinnen technologische Kompetenzen. (Bild: Lünendonk)

Beratungsprodukte entwickeln

Die Analysewerkzeuge eröffnen gleichzeitig die Möglichkeit, Beratungsprodukte zu entwickeln, die auf Daten basieren. 29 Prozent der Studienteilnehmer vermarkten bereits solche Lösungen, weitere 13 Prozent sind in der Planung eines Beratungsprodukts. Zum Einsatz kommen sie im Moment vorwiegend in der Produktion, der Logistik sowie im Einkauf und der IT.

Der verstärkte Nutzen der Beratungstools setzt allerdings entsprechende Skills voraus, wie den Umgang mit der Software. Das wiederum steigert den Bedarf an Schulungen und Trainings, um die Software richtig einsetzen zu können. Als kritischen Erfolgsfaktor für zukünftige Beratungsprojekte nennen die Teilnehmer neben der Branchen- und Fachkompetenz daher gleichzeitig technologische Kompetenzen rund um digitale Beratung.

Auch Zillmann rät zum Umdenken: „Nicht der Brand und das Image der Beratung werden in Zukunft über die Vergabe und den Erfolg von Beratungsprojekten entscheiden, sondern das Zusammenspiel der richtigen Beraterkompetenzen. Consulting-Unternehmen sind aus diesem Grund gefordert, am besten schon heute ihre Mitarbeiter entsprechend zu schulen und in Technologien zu investieren.“

Über die Studie

Die Lünendonk-Studie wurde in einer ersten Auflage 2016 durchgeführt. Für die zweite Auflage wurden im Januar und Februar 2018 rund 100 Unternehmensberater befragt. Visualisiert wurden die einzelnen Ergebnisse vom Studienpartner Tableau in einem interaktiven Dashboard, das kostenfrei zugänglich ist.

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