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Tradeshift-Partnerprogramm App-Ökosystem soll Lieferketten optimieren

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Die cloudbasierte B2B-Handelsplattform von Tradeshift soll durch ein App-Ökosystem für globale Geschäftsnetzwerke im Ein- und Verkauf und durch Partnergeschäfte an Bedeutung gewinnen. Tradeshift-Manager Lars Krüger erläutert Hintergründe und Weichenstellungen.

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Tradeshift optimiert Prozesse in B2B-Lieferketten.
Tradeshift optimiert Prozesse in B2B-Lieferketten.
(Bild: Feodora - stock.adobe.com)

Tradeshift hat in den vergangenen zehn Jahren Marktaktivität ein webbasiertes soziales Netzwerk für Unternehmen aufgebaut. Es geht unter anderem um eProcurement- und eInvoicing-Lösungen im B2B-Umfeld. Künftig soll das App-Ökosystem im Sinne einer Plattformökonomie auf der Handelsplattform ausgebaut werden. Eine gewisse, dafür nötige Marktdurchdringung ist gegeben (siehe Kasten „Eckdaten Tradeshift“).

Mittelstand als Zielgruppe

Lars Krüger, Director Alliance Management EMEA, Tradeshift
Lars Krüger, Director Alliance Management EMEA, Tradeshift
(Bild: Tradeshift)

„Unser Hauptaugenmerk liegt auf Großunternehmen, weil diese die Digitalisierung ihrer Handelsaktivitäten und die digitalisierte Zusammenarbeit mit Lieferanten deutlich vorantreiben“, ordnet Lars Krüger, Director Alliance Management EMEA bei Tradeshift, ein. Doch nun rücke der Mittelstand verstärkt in den unternehmerischen Fokus, der seine Prozesse bei Handelsaktivitäten zunehmend digitalisiert und effizienter gestalten will. Daher hat das Unternehmen das Partnerprogramm „Partner Next“ gestartet.

Partner Next

Der Channel findet damit eine organisatorische Klammer, die es ihm ermöglicht, mit Tradeshift kundenspezifische Komplett-Kollaborationslösungen für Mittelständler zu konzipieren, statt auf viele kleine Insellösungen zu setzen. „Dabei geht es vor allem darum, von der Automatisierung – zum Beispiel Rechnungen per PDF – weg, sich hin zu einer echten Digitalisierung zu entwickeln“, so Krüger.

Partner Next ersetzt das seit 2014 bestehende Partnerprogramm von Tradeshift. Von diesem profitieren aktuell 50 Partner, denen nun automatisch die Vorteile von Partner Next zur Verfügung stehen. Ziel ist es zudem das gegenwärtiges Partner-Ökosystem auf neue Gebiete, Marktsegmente und vertikale Branchen auszudehnen.

Tradeshift setzt damit seine globale Strategie durch Partnerschaften zu wachsen um: Bis 2022 sollen 80 Prozent der Buchungen und 65 Prozent der Implementierungen von Partnern abgewickelt werden.

Knowhow ist gefragt

Hierzulande werden vor allem Partner gesucht, die fit in verschiedenen Bereichen sind: Lieferketten, Zahlungsabwicklungen, eInvoicing, ERP-Implementierung und Systemintegration (SAP, Oracle, Microsoft) oder über Spezialwissen in vertikale Branchen verfügen. „Der ideale Partner für Tradeshift kann die gesamte Wertschöpfungskette entlang eines Projektes inklusive First- und Second-Level-Support übernehmen, ist erfahren in der Partnerzusammenarbeit und die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen ist Bestandteil seines Geschäfts“, so der Manager. „Zudem unterstützen wir Partner, Branchen-Apps auf der Tradeshift-Plattform zu entwickeln und aktiv regional und überregional ihren Kunden anzubieten.“

Unterstützung durch den Hersteller

„Partner Next“ ist stufenweise aufgebaut. „Dabei gehen wir vor allem danach, was der Partner mitbringt und bei was wir ihn unterstützen können und passen das Modell dann flexibel ihm an“, sagt Krüger. Beispielsweise kann Tradeshift zur Einführung eine aktivere Rolle übernehmen und den Partner sowohl im Vertrieb als auch in der Projektumsetzung unterstützen.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur