Nvidia Ampere für Workstations und Server, Nvidia Omniverse Ampere für 3D-Profigrafik und Omniverse als 3D-Kollaborationsplattform

Autor: Klaus Länger

Nvidia kündigt gleich eine ganze Reihe von Ampere-Karten für stationäre und mobile Workstations sowie für Server an. Zudem kommt mit Omniverse ein Service, mit dem geografisch verteilte 3D-Produktionsteams digital zusammenarbeiten können.

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Die neuen Ampere-Karten von Nvidia sind für professionelles 3D-Design bestimmt. Neben den Modellen RTX A5000 und A4000 für Desktop-Workstations bringt der Hersteller Varianten für mobile Workstations und drei passiv gekühlte Karten für den Servereinsatz.
Die neuen Ampere-Karten von Nvidia sind für professionelles 3D-Design bestimmt. Neben den Modellen RTX A5000 und A4000 für Desktop-Workstations bringt der Hersteller Varianten für mobile Workstations und drei passiv gekühlte Karten für den Servereinsatz.
(Bild: Nvidia)

Nach der absoluten High-End-Workstation-Karte RTX 6000 und ihrer Server-Schwester A40 bringt Nvidia nun eine Reihe günstigerer RTX-Karten für Workstations und Server auf den Markt. Für Desktop-Workstations sind die RTX A5000 und A4000 bestimmt. Beide basieren auf 8-nm-GA102-GPUs und sind damit mit den Gaming-Karten Geforce RTX 3090 und 3080 verwandt. Bei der A5000 sind 8,192 Cuda-Cores aktiviert, zudem verfügt sie über 256 Tensor- und 64 RT-Cores. Der aus GDDR6-Chips mit ECC aufgebaute Grafikspeicher ist mit 24 GB halb so groß wie bei der RTX A6000. Er ist über ein 384-Bit-Speicherinterface angebunden. Die 2-Slot-Karte unterstützt NVLink und vGPU. Die maximale Leistungsaufnahme liegt laut Nvidia bei 230 Watt. Die A4000 belegt nur einen Slot auf dem Workstation-Mainboard und gibt sich mit 140 Watt zufrieden. Sie verfügt über 6.144 CUDA-Cores, 192 Tensor-Cores, 48 RT-Cores und ist mit 16 GB GDDR6 bestückt. Das Speicherinterface ist 256 Bit breit. Ihr fehlt die Unterstützung von NVLink und sie kann auch nicht für die Virtualisierung mehrere GPUs eingesetzt werden.

Für mobile Workstations hat Nvidia gleich vier RTX-Lösungen parat: RTX A5000. A4000, A3000 und A2000. Ebenso wie bei den mobilen RTX-Gaming-Grafikkarten sind auch hier die Karten für mobile Workstations kleiner dimensioniert, als ihre Gegenstücke für stationäre Workstations. So entspricht die A5000 bei Cuda-, Tensor- und RT-Cores sowie dem Grafikspeicher der Desktop-RTX-A4000. Darunter rangieren die RTX A4000 mit 5.120 CUDA-Cores, 160 Tensor-Cores, 40 RT-Cores und 8 GB GDDR6 sowie die A3000 mit A3000 Laptop GPU besitzt 4.096 CUDA-Cores, 128 Tensor-Cores, 32 RT-Cores und 6 GB GDDR6. Die Leistungsaufnahme beider Karten ist mit maximal 140 beziehungsweise 130 Watt ähnlich. Für schlanke Mobilrechner ohne so hohe Kühlleistung ist die RTX A2000 bestimmt, die sich mit 95 Watt zufrieden gibt. Allerdings fällt mit 2.560 CUDA-Cores, 80 Tensor-Cores und 20 RT-Cores sowie 4 GB VRAM auch die 3D-Performance niedriger aus.

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Ampere für KI oder VDI auf dem Server

Für den Servereinsatz kündigt Nvidia drei neue Karten an. Die A30 ist eine abgespeckte A100 mit 24 GB HBM2-Speicher und geringerer Leistungsaufnahme von 165 Watt, die ebenso wie ihre große Schwester für KI- und HPC-Anwendungen bestimmt ist. Sie soll eine Leistung liefern, die etwa 30 Prozent über der einer V100 liegt. Ebenso wie bei der A100 werden NVLink und Multi-Instance-GPU unterstützt, hier mit bis zu vier statt bis zu sieben Instanzen. Die A10 ist eine schlanke 150-Watt-Karte mit 24 GB GDDR6, die für die Nutzung mit der RTX-Virtual-Workstation-Software bestimmt ist. Sie nutzt eine GA102-890-GPU mit 9.216 Cuda-, 288 Tensor- und 72-RT-Cores. Damit soll sie sich auch bei KI-Workloads gut schlagen. Die A16 ist dagegen für VDI bestimmt. Auf der Zwei-Slot-Karte hat Nvidia gleich vier RTX-GPUs mit jeweils 16 GB GDDR6 untergebracht. Die 250-Watt-Karte kann von bis zu 64 Usern gleichzeitig für grafisch anspruchsvolle Anwendungen genutzt werden.

Omniverse für virtuelle Teamarbeit

Komplexe 3D-Grafik-Projekte erfordern große Teams, die meist geografisch verteilt oder gar im Homeoffice arbeiten. Mit Omniverse Enterprise hat Nvidia eine digitale Kollaborationsplattform gestartet, die diese Arbeit vereinfachen soll. Die als Abo verfügbare Software basiert auf Pixars Universal Scene Description (USD). Sie umfasst als zentrale Komponente den Omniverse Nucleus Server sowie Omniverse Create und Omniverse View als End-User-Anwendungen für die gemeinsame Arbeit an 3D-Szenen. Dazu kommen noch Plugins, mit der sich 3D-Anwendungen führender Herstellern in das Omniverse einbinden lassen. Anwendungsbereiche sind etwa die Erstellung digitaler Zwillinge von komplexen Fertigungsanlagen, die Simulation von Fahrzeugen oder 3D-Animationen für Filme und Computerspiele.

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