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Netzwerkausbau und IoT 5G-Campus-Netze für die Industrie von Vodafone

Autor: Ann-Marie Struck

Der Telekommunikationsanbieter Vodafone erweitert sein Angebot an 5G-Diensten. Die Produktpalette richtet sich an mittelständische bis große Unternehmen, die damit ihr Firmengelände mit dem neuen Mobilfunkstandard versorgen wollen. Vodafone setzt dabei auf eine Kombination aus Industrie- und öffentlichen 5G-Frequenzen.

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Der Mobilfunkstandard 5G macht das Internet der Dinge möglich.
Der Mobilfunkstandard 5G macht das Internet der Dinge möglich.
(Bild: © Mimi Potter - stock.adobe.com)

Vodafone bietet nun 5G-Dienste für die Vernetzung von Industrieanlagen an. Bei dem „Business Campus-Private“ handelt es sich um ein modulares Baukastensystem auf Basis des fünften Mobilfunkstandards mit dem Unternehmen ihr Betriebsgelände vernetzen können. Dadurch sollen beispielsweise Maschinen und Sensoren verbunden werden. Das Angebot richtet sich an mittelständische Unternehmen sowie Großkonzerne. Zentraler Bestandteil der Campus-Netze ist die RedBox, die gemeinsam mit dem schwedischen Technologiepartner Ericsson gebaut wurde.

Individuelles Campus-Netz

Das Campus-Netz-Angebot besteht aus zwei Hauptmodellen. Mit der Variante „Campus Private Indoor“ wird ein lokales 5G-Netz ausschließlich in einer ausgewählten Fabrikhalle aufgebaut. Das Campus-Netz besteht hier nur aus Industriefrequenzen, ohne einen Zugriff auf öffentliche 5G-Frequenzen.

Das Modell „Campus Private Kombi“ bringt 5G auf Innen- und Außenflächen eines Unternehmensstandortes. Bei der Hybridlösung werden Industriefrequenzen mit den öffentlichen 5G-Netzen kombiniert. Diese Kombination soll für mehr Bandbreite und Flexibilität sorgen. Laut Vodafone seien dadurch Bandbreiten von bis zu 3,7 Gigabit pro Sekunde (Download) in der Industriehalle möglich. Das sei doppelt so schnell wie Campus-Netze, die ausschließlich mit Industrie-Frequenzen errichtet werden. Darüber hinaus ließe sich das Netz auf Standorte außerhalb des Firmencampus erweitern.

„Unsere Wirtschaft braucht 5G. Wir bringen 5G, maßgeschneidert und dort, wo es für unsere Industrie den größten Nutzen bringt“, sagt Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland.

Beide Modelle lassen zusätzlich mit der übergreifenden Mobilfunk-Infrastruktur von Vodafone verbinden, sodass Mitarbeiter auch Daten- und Telefonie-Services nutzen können.

Weitere Services

Außerdem bietet Vodafone Service-Pakete an, um den 5G-Betrieb rund um die Uhr zu gewährleisten und die lokale Netzinfrastruktur immer wieder zu modernisieren. „Ein Netz ist niemals fertig. Wenn Unternehmen heute ein lokales Netz aufbauen, dann gibt es morgen schon Updates, die das Netz noch besser machen“, erklärt Gerhard Mack, Technik-Chef bei Vodafone.

Die eigenständige Steuerung der Netze soll dadurch nicht eingeschränkt werden. Zudem können Kunden die 5G-Campus-Netze selbstständig steuern und zu jeder Zeit neue Sensoren, Maschinen oder Roboter mit dem lokalen Netz verbinden.

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 Ann-Marie Struck

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Redakteurin