30 Fakten zum World Wide Web 30 Jahre Websites – Happy Birthday!

Autor: Sarah Gandorfer

Vor 30 Jahren wurde die erste Webseite veröffentlicht. Hierzulande nutzen rund 90 Prozent der Bürger das Internet. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) hat zur Geburtstagsfeier 30 Fakten über das weltweite Netz zusammengetragen.

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Für den Austausch unter Wissenschaftlern gedacht, wird das Internet heute von Unternehmen, aber auch zur privaten Selbstdarstellung genutzt.
Für den Austausch unter Wissenschaftlern gedacht, wird das Internet heute von Unternehmen, aber auch zur privaten Selbstdarstellung genutzt.
(Bild: JJAVA - stock.adobe.com)

Am 6. August 1991 erblickte in der Schweiz die erste Website das Licht der Welt. Das ist jedoch nicht gleichzusetzen mit dem „Internet“, welches auf der Vernetzung von Computern beruht und damit begann man bereits in den späten Fünfzigerjahren. Nun spuken allerdings verschiedene Daten für die erste Website durch das weltweite Netz.

Am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf legte der britische Physiker Tim Berners-Lee mit seinem Diskussionspapier „Informationsmanagement – ein Vorschlag“ 1989 den Grundstein für das World Wide Web (WWW). Sein Ziel war es damals, einen automatisierten Informationsaustausch zwischen Wissenschaftlern an Universitäten und Instituten in aller Welt herzustellen. Mittlerweile sind über vier Milliarden Menschen global miteinander vernetzt und es dreht sich bei Weitem nicht mehr alles um Wissenschaft.

1990 ging der erste Webserver online, der vorerst nur für eine kleine Gruppe zugänglich war. Ein Jahr später schließlich bekam eine etwas breitere Fachöffentlichkeit die erste Website zu sehen. Berners-Lee veröffentlichte das am CERN entwickelte WWW-Protokoll am 6. August 1991 in einer UsenetGruppe, einer Art Forum, in dem sich Mitarbeiter und Studenten austauschten. Damit war die Software für jeden zugänglich und wurde von der Internet-Gemeinde schnell übernommen.

Seit der ersten Seite ist die Anzahl der Websites auf mehr als 1,8 Milliarden gestiegen. Laut dem Bitkom werden im langfristigen Schnitt jedes Jahr etwa 60 Millionen Seiten zusätzlich online gestellt. Wichtigstes Erkennungsmerkmal einer Internetseite ist ihre Adresse, die mit einer sogenannten Top-Level-Domain endet. Die weltweit meistgenutzte Domain ist „.com“ mit mehr als 149 Millionen Adressen. Danach folgen mit großem Abstand die über 21 Millionen chinesischen .cn-Domains. Auf Platz drei liegen die deutschen Domains „.de“ mit mehr als 17 Millionen Websites.

Fakten über deutsche Webseiten

In Deutschland nutzen 89 Prozent der Personen ab 16 Jahren das Internet, also rund 61 Millionen Menschen. Davon sind 22 Prozent im Alter zwischen 16 und 29 Jahren, 34 Prozent zwischen 30 und 49 Jahren, 36 Prozent zwischen 50 und 69 Jahren und nur 8 Prozent sind 70 Jahre und älter. „Der überwiegende Teil der Menschheit profitiert von dem weltweiten Pool an Daten, Informationen und Wissen, der sich über Webseiten erschließt. Dennoch ist unsere Gesellschaft weiterhin geteilt in Onliner und Offliner, auch in Deutschland. 8 Millionen Menschen in Deutschland haben bislang keinen Zugang zum Internet gefunden“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Das World Wide Web in 30 Zahlen

Der Bitkom hat 30 Fakten über das Internet zusammengetragen:

  • 1. Eine Kopie der ersten Website der Welt ist heute wieder online.

Die Schweiz darf sich nicht nur wegen ihres Käses rühmen, sondern auch aufgrund der ersten Website. Hier ein Screenshot des noch existierenden Orginals.
Die Schweiz darf sich nicht nur wegen ihres Käses rühmen, sondern auch aufgrund der ersten Website. Hier ein Screenshot des noch existierenden Orginals.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

  • 2. Web 2.0 beschreibt die veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets hin zur aktiven Mitgestaltung durch die Nutzerinnen und Nutzer.
  • 3. Aus drei Komponenten besteht das WWW in seiner Ursprungsform: HTML (Hypertext Markup Language), HTTP (Hypertext Transfer Protocol) und URL (Uniform Resource Locator).
  • 4. Industrie 4.0 steht für die vierte industrielle Revolution, in deren Verlauf die klassische Produktion mit dem Internet zusammenwächst. Fast zwei Drittel (62 %) der Industrieunternehmen setzen bereits auf Industrie 4.0-Anwendungen.
  • 5. 5G steht für die fünfte Generation der Mobilfunktechnologie: ultrahohe Datenraten, Echtzeitreaktion sowie optimale und sichere Verfügbarkeit. 5G-Fähigkeit ist für fast zwei Drittel (63 %) der Smartphone-Nutzenden wichtig beim Smartphone-Kauf.
  • 6. 6 von 10 Verbrauchern kaufen Medikamente im Internet.
  • 7. 7 von 10 Deutschen verkaufen Gebrauchtes im Netz.
  • 8. 8 von 10 Bundesbürgern erledigen Bankgeschäfte online.
  • 9. 9 von 10 Internetnutzern finden, dass der Staat mehr Geld in spezielle Polizeieinheiten investieren sollte, die gezielt gegen Internetkriminalität vorgehen.
  • 10. Platz 10 belegt Deutschland im europäischen Vergleich, was die Nutzung des Internets für Behördengänge angeht.
  • 11. 11 Milliarden Euro Umsatz werden voraussichtlich in Deutschland 2021 mit dem Verkauf von Smartphones gemacht.
  • 12. Nur 12 Prozent aller Unternehmen ab 20 Beschäftigten zweifeln am wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung für ihr Unternehmen.
  • 13. 13 Prozent der Deutschen haben schon einmal einen Weihnachtsbaum online gekauft.
  • 14. 14 Prozent der Menschen in Deutschland haben eine Videosprechstunde mit ihrem Arzt genutzt.
  • 15. 15 Prozent der Onliner wurden Opfer von Betrug beim Shopping im Netz.
  • 16. 16 Prozent der Unternehmen in Deutschland ermöglichen Bewerbern im Zuge der Corona-Pandemie digitales Probearbeiten.
  • 17. Nur 17 Prozent der IT-Fachkräfte sind weiblich.
  • 18. 18 Prozent der im Koalitionsvertrag vereinbarten konkreten Vorhaben mit Digitalbezug blieben in der 19. Legislaturperiode auf der Strecke.
  • 19. 19 Millionen Menschen in Deutschland haben während der Corona-Pandemie „Digital Detox“ versucht und abgebrochen.
  • 20. 20 Prozent der Unternehmen in Deutschland ab 50 Beschäftigten sprechen sich gegen den digitalen Euro aus – 78 Prozent hingegen sind dafür.
  • 21. 21 Prozent der Deutschen sehen in Kryptowährungen eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem.
  • 22. 22 Prozent der Deutschen haben zu Beginn der Corona-Pandemie zum ersten Mal an Online-Sportkursen teilgenommen.
  • 23. 23 Prozent der Menschen hierzulande haben von Blockchain gehört, können den Begriff jedoch nicht erklären.
  • 24. 24 Beschäftige haben deutsche Tech-Startups derzeit im Schnitt.
  • 25. 25 Prozent derjenigen, die Selfies machen, nutzen vorgefertigte Filter zur Bildbearbeitung.
  • 26. 26 berufliche E-Mails erhalten Erwerbstätige durchschnittlich jeden Tag.
  • 27. 27 Prozent der Menschen in Deutschland haben mindestens einmal ihr Mobiltelefon verloren.
  • 28. 28 Millionen Deutsche machen ihre Steuererklärung im Internet.
  • 29. 29 Prozent der Internetnutzer finden, dass ihre persönlichen Daten im Internet sicher sind.
  • 30. 30 Prozent der Deutschen nutzen Online-Dating-Angebote zur Partnersuche.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS