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Eine Frage des Protokolls
Um die Verbindung zwischen dem Server und den Thin Clients herzustellen, wird ein Remote-Desktop-Protokoll eingesetzt – das von Microsoft (RDP) oder das ICA (Independent Computing Architecture) von Citrix und VNC (Virtual Network Computing). Sowohl über ICA als auch VNC kann ein perfekt konfigurierter Computer oder eine Virtual Machine von jedem Gerät im Netzwerk erreicht werden. ICA gilt derzeit als das Performance-günstigere Protokoll.
Applikations-Virtualisierung
Die Virtualisierung von Applikationen lässt sich von zwei Seiten her angehen: Bei der serverbasierten Variante geht es darum, das User Interface vom Rest der Anwendung zu trennen, um so die bestmögliche zentralisierte Verwaltung des Anwendungs-Datenverkehrs zu gewährleisten. Bei der Virtualisierung der Client-Seite geht es darum, die Anwendungen in einer isolierten Umgebung auf dem Endgerät auszuführen. Damit lassen sich selbst unterschiedliche Versionen eines einzigen Programms gleichzeitig auf einem Client ausführen. Citrix Xenapp unterstützt beide Methoden.
Bei der Lizenzierung von Datenbanken, Applikationsservern, Software und Betriebssystemen wird es daher zwangsläufig zu alternativen Berechnungskonzepten kommen. Bislang wird im x86-Server-Bereich meist pro Server oder CPU abgerechnet, doch auch hier verändern Multicore-Chips die Grundlage. Wie die neuen Modelle aussehen werden, ist derzeit noch nicht klar. Das werden die Softwarehersteller entscheiden.
Die virtuellen Maschinen sind also auch auf dem besten Wege, Applikations-Plattformen zu werden und dabei eine Art der Software-Packaging, -Verteilung und des -Managements zu schaffen, die laut Gartner zielgerade in Richtung Software as a Service (SaaS) führt.
Lesen Sie auch den ersten Teil dieses Beitrags: Virtualisierung rückt zum Endanwender vor.
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