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Systemhäuser und der Fachkräftemangel Zufriedenheit entscheidet über Arbeitsplatzwahl

Autor / Redakteur: Harald Knapstein / Sarah Böttcher

Kleine Systemhäuser haben in Zeiten des Fachkräftemangels oft das Nachsehen. Ein attraktives Betriebsklima und digitale Arbeitsplätze können laut dem Marktforschungs- und Beratungshaus IQITS Abhilfe schaffen.

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Neben dem Gehalt spielen für Arbeitnehmer bei der Wahl des Arbeitplatzes vor allem ein gutes Betriebsklima, abwechslungsreiche Arbeit und ein sicherer Arbeitsplatz eine große Rolle.
Neben dem Gehalt spielen für Arbeitnehmer bei der Wahl des Arbeitplatzes vor allem ein gutes Betriebsklima, abwechslungsreiche Arbeit und ein sicherer Arbeitsplatz eine große Rolle.
(© baranq - stock.adobe.com)

Insbesondere abseits der Ballungszentren tun sich IT-Dienstleister zunehmend schwer, geeignete Fachkräfte zu finden und zu halten. Die Systemhäuser müssen sich deshalb umso mehr bemühen, für Mitarbeiter und Bewerber attraktiver zu sein. Es gilt, trotz Standortnachteilen und Projektstress ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen und dies auch zu kommunizieren – Stichwort: Employer Branding.

Der Fachkräftemangel in der IT-Branche ist akut. So stuften 70 Prozent der vom Ponemon Institute befragten CIOs und Security-Experten den Mangel an kompetentem Personal als größtes Sicherheitsrisiko ein. „Am schwersten trifft der Fachkräftemangel IT-Dienstleister auf dem Land“, berichtet das Marktforschungs- und Beratungshaus IQITS. „Denn hochqualifizierte junge Leute zieht es in die Stadt, wo unter anderem attraktivere Jobs und das Nachtleben locken.“

Ergänzendes zum Thema
Der IT-Reseller Experience (IT-RX) Index

Der IT-RX-Index ist eine herstellerunabhängige, ganzheitliche und einfach verständliche Analyse- und Bewertungsmethode für die Auswahl qualitativ ausgezeichneter IT-Lösungspartner in der Region. Der Schwerpunkt liegt dabei auf IT-Dienstleistern, die für kleine und mittelständische Unternehmen tätig sind.

Die vier Basiskriterien des IT-RX
Die vier Basiskriterien des IT-RX
( Bild: Harald Knapstein )

IQITS bewertet für die Ermittlung des IT-RX die Kundenerlebnisse in allen Phasen des Investitionsprozesses. Dazu werden zunächst die Internetpräsenz sowie die Informationsqualität des Partners analysiert. Über persönlich geführte Erstberatungsgespräche findet IQITS dann heraus, wie der Dienstleister sein Unternehmen positioniert und den Bedarf seiner Interessenten qualifiziert.

Im nächsten Schritt werden Gespräche mit den Kunden des Dienstleisters geführt, um die technische Expertise und die Umsetzungskompetenz einstufen zu können. Die Ergebnisse aller Kundenerfahrungen werden schließlich über den IT-RX Index bewertbar und vergleichbar gemacht.

Wie sollten Systemhäuser jenseits der Metropolen dem Personalmangel begegnen? IQITS empfiehlt hier ein dreigleisiges Vorgehen. „Erstens: Das Gehalt muss stimmen – soweit das für ein kleines Systemhaus machbar ist. Eine Umfrage in der Wirtschaftswoche hat jüngst belegt, dass die ­Bezahlung auch für die Generationen X und Y der wichtigste Faktor ist.“

Hier sitzt ein kleines Systemhaus aber gegenüber den Branchengrößen am kürzeren Hebel. „Deshalb zählt der zweite Punkt ­besonders: ein hervorragendes Betriebsklima“, erläutert das Marktforschungsunternehmen. „Abwechslung und ein sicherer Arbeitsplatz liegen für ‚Gen X und Y‘ auf Platz 2 und 3 – da kann auch ein kleiner, ländlicher IT-Dienstleister punkten.“ Schließlich möchte der Neue nicht einfach ein Rädchen im Getriebe sein. Laut einer Forbes-Studie sind Unternehmen beliebt, die digitale Arbeitsplätze bieten. Hier können Systemhäuser mit modernen Devices und Home-Office-Tagen glänzen, so IQITS.

Der dritte Teil der Strategie ist IQITS zufolge, die Vorzüge des eigenen Betriebs nach außen zu tragen: „Qualifizierte Bewerber wissen heute über Plattformen wie kununu genau, wie sie einen Arbeitgeber einzuschätzen haben. Systemhäuser müssen deshalb Employer Branding betreiben, ­also ihre Unternehmensvorteile aktiv vermarkten.“ Dies dürfe sich nicht auf die Lokalpresse und die eigene Website beschränken, sondern müsse auch auf Jobportalen sowie in Social Media stattfinden: „Anders erreichen Sie junge Talente längst nicht mehr.“

Ausgezeichneter IT-Lösungspartner Region Düsseldorf: IT-On.Net

Bei der Wahl zum IT-Systemhaus des Jahres 2017 belegte IT-On.Net in vier Kategorien einen der ersten Plätze. Das Düsseldorfer Systemhaus konnte sich auch im Ranking des IQITS gegenüber regionalen Marktbegleitern durchsetzen. Damit wurde ein Unternehmen ausgezeichnet, das großen Wert auf die Zufriedenheit und Förderung seiner Mitarbeiter legt.

Die 60 Beschäftigten am Hauptstandort und in der Niederlassung im baden-württembergischen Hüfingen profitieren im Berufsalltag von flachen Hierarchien, flexiblen Arbeitszeitmodellen und vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten. „Wir bereiten unsere Mitarbeiter gezielt auf die Anforderungen des digitalen Wandels vor und helfen ihnen, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln“, sagt Karsten Agten, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter von IT-On.Net.

Karsten Agten, geschäftsführender Gesellschafter bei der IT-On.NET GmbH
Karsten Agten, geschäftsführender Gesellschafter bei der IT-On.NET GmbH
(Bild: IT-On.NET)

Der nach ISO 9001 zertifizierte IT-Dienstleister investiert dazu in eine Vielzahl von Qualifizierungsmaßnahmen und unterstützt unter anderem das berufsbegleitende Wirtschaftsinformatik-Studium an der Fachhochschule. Mit individuellen Trainings und Coachings werden Mitarbeiter zudem an verantwortungsvollere Aufgaben und Führungsrollen herangeführt.

Wertvolles Wissen erhalten die Spezialisten von IT-On.Net auch durch den permanenten Austausch mit Kunden, IT-Herstellern und anderen Systemhäusern. Das Unternehmen lebt eine ­offene Kommunikationskultur und veranstaltet regelmäßig Events zu digitalen Themen. Zudem ist IT-On.Net in der iTeam-Systemhaus-Kooperation mit über 350 Systemhäusern unterschiedlichster Kompetenzen vernetzt.

Karsten Agten weiß aus vielen Gesprächen, dass die Digitalisierung den Druck auf alle IT-Dienstleister erhöht: „Nur Systemhäuser, die bei sich selbst mit der ­Digitalen Transformation beginnen, mit einem hohen ­Datenschutz-Niveau arbeiten und auch ­intern auf einen anspruchsvollen IT-Sicherheitsstandard setzen, werden in Zukunft bestehen.“

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