Hewlett-Packard erfindet das Printer-Business neu Wie HP mit gemanagten Umgebungen das Drucker-Geschäft umkrempelt

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Wenn er nur einen einzigen Spiel-Chip hätte, auf einem Roulette-Tisch namens Drucker-Branche, würde er ihn auf Managed Printing Services setzen. Das sagte HP-Geschäftsführer Heiko Meyer, der die Imaging and Printing Group in Deutschland leitet.

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Unter Managed Printing Services versteht man eine gemanagte Umgebung, die neben der Druckerinfrastruktur auch Dokumenten- und Workflow-Management-Komponenten beinhaltet. HP hat in diesen Bereich in den letzten zwei Jahren viel investiert und startet nun mit der Geschäftseinheit MES (Managed Enterprise Solutions). Hierbei geht es um Komplettlösungen, die weit mehr als nur Drucker umfassen. Michael Stolz, Direktor der neuen Managed Enterprise Solutions (MES), zählt die Troika auf, um die es in seinem Geschäft geht:

  • Infrastruktur optimieren (beispielsweise räumliche Drucker-Verteilung)
  • IT- und Geschäftseffizienz steigern (Management der Drucker-Umgebung)
  • Verbesserung der Geschäftsprozesse (Dokumenten- und Workflow-Management)

Infrastruktur optimieren

Zur Unterstützung des ersten Punktes führt HP nun einige Canon-Produkte im Portfolio – ein einseitiges Agreement, da Canon nicht im Gegenzug auch HP ins Portfolio aufnimmt. Es handelt sich dabei um die bereits übernommenen Canon-Produkte aus dem oberen Segment im Bereich Print-Produktion, die nun ergänzt werden durch Arbeitsgruppen-Drucker.

IT- und Geschäftseffizienz steigern

Zur Umsetzung des zweiten Punktes wagt sich HP, eine Printing-Payback-Garantie einzuführen. Nachdem für die gemanagte Umgebung zum Projektstart eine gewisse Kostenersparnis errechnet wurde, steht HP insofern dafür gerade, als dass nach einem Jahr der Mehrkosten-Differenzbetrag per Scheck ausbezahlt wird, sollten sich die Zahlen nicht bestätigt haben. Auf Nachfrage von IT-BUSINESS räumt HP-Geschäftsführer Meyer ein, dass diese Payback-Garantie nicht von HP-Partnern ausgesprochen werden kann, sondern nur von HP selbst. Das sei eine Risikofrage. Und damit sind wir aus Channel-Perspektive bereits beim Knackpunkt der ganzen Angelegenheit: Die Rolle der Partner, auch in Bezug auf die dritte Säule im MES-Geschäft:

Verbesserung der Geschäftsprozesse

Die Verbesserung der Geschäftsprozesse ist schließlich eher ein Consulting-Thema für das Systemhäuser mit beispielsweise einem Netzwerk-Schwerpunkt und Hardware-Verkauf nicht unbedingt ausgerichtet sein muss. So stellt in der Regel auch HP so genannte Business Process Consultants, die in derlei Projekten die Workflow-Analyse-Arbeit nach Manier eines Unternehmensberaters durchführen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur Rolle der Reseller.

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