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Interview mit den Bechtle-Managern Guschlbauer und König

„Wer mit Bechtle in die Cloud geht, verliert nicht die Bodenhaftung“

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

Bechtle-Vorstand Michael Guschlbauer und Geschäftsbereichsleiter Roland König sehen Systemhäuser als Integratoren für die Cloud.
Bechtle-Vorstand Michael Guschlbauer und Geschäftsbereichsleiter Roland König sehen Systemhäuser als Integratoren für die Cloud. ( Bechtle)

Bechtle beobachtet derzeit bei Kunden eine Aufbruchstimmung Richtung Cloud. Vorstand Michael Guschlbauer und Virtualisierungsexperte Roland König berichten, wie sich das Systemhaus mit seinem Portfolio und seinen Skills darauf einstellt.

ITB: Bechtle ist nach eigenen Angaben das Systemhaus mit den meisten Zertifikaten für Virtualisierungstechnologien. Warum ist Ihnen das Thema so wichtig?

Guschlbauer: Virtualisierung ist für uns elementar, absolutes Kerngeschäft. Über den Gesamtkonzern haben wir rund 1.000 zertifizierte Mitarbeiter: Sales, Presales, Technical – und zwar für alle relevanten Technologien am Markt. Beispielsweise wurden wir erst vor wenigen Wochen dafür ausgezeichnet, dass wir die meisten zertifizierten Citrix-Experten haben. Virtualisierung treibt unser Infrastruktur­geschäft voran. Zusätzliche Bedeutung erlangt die Technologie durch den Paradigmenwechsel, den wir in der IT erleben. Viele Unternehmen sind gerade mit Cloud-Projekten gestartet. Wenn ein Kunde seine Private Cloud aufbaut, ist das erste, was er tut, die Virtualisierung nach vorne zu treiben und seine Infrastruktur zu rezentralisieren.

ITB: Um Kunden beim Aufbau solcher Infrastrukturen zu unterstützen, bietet Bechtle seit Mai unter dem Label „Build your own cloud“ ein Komplettpaket mit vorkonfigurierten Technologiekomponenten an. Wie ist der Vertrieb angelaufen?

Guschlbauer: Die Akzeptanz von „Build your own cloud“ bei unseren Kunden ist sehr gut. Wir haben bereits mehrere Projekte realisiert, und die Sales-Pipeline ist gut gefüllt. Allerdings machen wir die Erfahrung, dass die Verkaufszyklen relativ lang sind. Schließlich geht es bei Cloud-Projekten nicht nur um Infrastruktur, sondern vielmehr auch um Prozesse.

ITB: „Build your own cloud“ basiert auf der Flexpod-Architektur von Cisco, Netapp und VMware. Solche Komplettlösungen gibt es auch in anderen Konstellationen. Warum ist dabei stets die Management-Konsole eine zentrale Komponente?

König: Management und Automatisierung gewinnen in der Private Cloud zunehmend an Bedeutung. Grundsätzlich müssen wir wieder zu einem Betrieb kommen, wie wir ihn früher hatten. In der IT unserer Kunden sehen wir heute fünf, sechs ­Management-Systeme, die oft nur von Spezialisten bedient werden können. Management-Systeme müssen aber von Leuten zu bedienen sein, die strategischen Weitblick haben. Das ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit, weil Expertenwissen teuer ist. Es ist gut, dass die Industrie den Ball inzwischen aufgenommen hat. Denn die Infrastrukturen, die bei Unternehmen aufgebaut werden, sind hochkomplex. Und trotzdem müssen die Systeme für den Kunden einfach zu bedienen sein.

Warum man Referenzarchitekturen bei Bechtle schätzt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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