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Definition Wer ist Cancom?

Autor / Redakteur: Sarah Nollau / Michael Hase

Cancom zählt zu den größten Systemhäusern und Managed Service Providern in Deutschland. Der Hauptsitz des börsennotierten Unternehmens befindet sich in München.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Gemessen am Umsatz ist Cancom hinter Bechtle und Computacenter das drittgrößte Systemhaus in Deutschland. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,549 Milliarden Euro. Die Cancom-Gruppe beschäftigt mehr als 4.000 Mitarbeiter an 60 Standorten in Europa (die meisten in Deutschland) und Nordamerika und betreut rund 20.000 Kunden. Der Hauptsitz des an der Frankfurter Börse (MDax) notierten Unternehmens befindet sich in München. Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft ist Rudolf Hotter.

Cancom wurde 1992 in Augsburg von Klaus Weinmann gegründet, der die Systemhausgruppe bis 2018 als Vorstandsvorsitzender führte. Erster großer Schritt war 1993 die Autorisierung durch Apple und der Start des Vertriebs von Hardware und Software des IT-Konzerns, der damals allerdings noch nicht die gleiche Marktbedeutung hatte wie heute. Der Börsengang erfolgte 1999. Das Unternehmen hatte seinen Hauptsitz über viele Jahre in Jettingen-Scheppach (zwischen Augsburg und Ulm), ehe es zum Jahreswechsel 2012 / 2013 seine Zentrale in die bayrische Landeshauptstadt verlegte.

Neben dem organischen Wachstum hat Cancom stark in Zukäufe investiert. Zu den akquirierten IT-Unternehmen gehören unter anderem VendIT, ECS ComputerPartner, ComLogic, Home of Hardware, Bürotex, Plaut Systems & Solutions, Sysdat, Xerabit und Antauris. Eine strategisch wichtige Übernahme war Ende 2013 der Kauf des Kölner Hosting Providers Pironet für 60 Millionen Euro, mit dem die Münchner Rechenzentrumskapazitäten für die Bereitstellung von Services erwarben.

Das Leistungsportfolio

Die Systemhausgruppe erzielt ihre Erlöse aus dem Handels- und Dienstleistungsgeschäft. Dabei konzentriert sich Cancom auf die Betreuung gewerblicher Endkunden und Behörden. Zum Leistungsspektrum gehören folgende Services:

  • Architekturen: Cancom stellt die notwendigen IT-Architekturen bereit, um eine eigene IT-Infrastruktur zu betreiben, eine eigene Cloud-Umgebung zu gestalten oder eine Hybrid-IT zu implementieren, Maßnahmen für die Zusammenarbeit durch Kollaboration einzuführen oder die Sicherheit sowie die Einhaltung von IT-Richtlinien im Unternehmen zu verbessern. Unternehmen, die Mobile-Business-Strategien ins Auge fassen, berät Cancom, um eine sichere und produktive Lösung von jedem mobilen Endgerät aus anzubieten.
  • IT-Services: Das Unternehmen berät und kümmert sich um die Integration gewünschter Services. Beispielsweise handelt es sich um Cloud-Hosting und die Bereitstellung von Software, die Reparatur im Hard- und Softwarebereich, Support für Kunden sowie das Management von bestimmten Services und mehr. Auch das Leasing von Hardware fällt in diese Kategorie. Auch im Bereich internationaler Logistik kann Cancom Kapazitäten bereitstellen.
  • Lösungen: Cancom ist Partner von Kunden, die unter anderem Sicherheits- oder Netzwerklösungen ohne großen Aufwand integriert haben möchten. Gleichzeitig kümmert sich die Münchner Firma um das Angebot von Enterprise-Servern und Storage-Lösungen sowie die notwendige Software mit Betriebssystemen, Middleware und Applikationen, inklusive der lizenzrechtlichen Belange.
  • IT-Betrieb: Cancom übernimmt als Managed Service Provider (MSP) die Betriebsverantwortung für IT-Funktionsbereiche für Kunden, von einzelnen Teilaufgaben bis hin zum kompletten Outsourcing.

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