Neues Subskriptionsmodell Watchguard und Also führen Pay as you go bei Hardware ein

Autor: Michael Hase

Der Security-Anbieter Watchguard und der Distributor Also stellen dem Channel ab sofort Appliances im Subskriptionsmodell bereit. Damit wollen sie Partner in die Lage versetzen, ohne Vorabinvestitionen als Managed Service Provider zu agieren.

Firmen zum Thema

Überschaubare monatliche Gebühren statt einmaliger Vorabinvestition, nichts anderes bedeutet „Pay as you go“.
Überschaubare monatliche Gebühren statt einmaliger Vorabinvestition, nichts anderes bedeutet „Pay as you go“.
(Bild: © v.poth - stock.adobe.com)

Mieten statt kaufen, diese Option bietet der Security-Hersteller Watchguard jetzt Partnern beim Bezug seiner Appliances für Netzwerksicherheit. Dabei arbeitet das US-Unternehmen mit dem Distributor Also zusammen, der die Produkte für den Channel in Deutschland und Österreich über seinen Cloud Marketplace bereitstellt. Abgerechnet wird monatlich nach dem Pay-as-you-go-Prinzip. Das Angebot richtet sich insbesondere an Service Provider und Systemhäuser, die Managed Security Services (MSS) erbringen beziehungsweise künftig erbringen wollen.

Wachtguard hat das so genannte FlexPay-Programm vor einem Jahr in den USA eingeführt. Also ist jetzt der erste Distributor, mit dem der Hersteller das Modell in Europa umsetzt. Bei den angebotenen Produkten handelt es sich um Firewall-Appliances, darauf aufbauende Sicherheitsservices und Authpoint, eine Lösung für Multifaktor-Authentifizierung (MFA). Die Auswahl soll im Lauf des Jahres um Produkte für Endpoint Security erweitert werden. Für die Partner fallen weder Vorabinvestitionen an, noch gelten Mindestlaufzeiten. Über den Also Cloud Marketplace haben MSSPs zudem die Möglichkeit, die Abrechnung der monatlichen Gebühren mit ihren Endkunden automatisiert abzuwickeln.

Hürde überwunden

Der Hersteller stoße mit dem FlexPay-Programm „eine ganz neue Tür auf“, ist Michael Haas, Regional Vice President Central Europe bei Watchguard, überzeugt. Nach seinen Worten lassen sich Pay-as-you-go-Modelle relativ einfach umsetzen, sofern es nur um Software geht. „Die Schwierigkeit beim Netzwerkschutz bestand bisher jedoch vor allem darin, auch die zugrundeliegenden Hardware-Komponenten entsprechend zu beschaffen und im Rahmen der Dienstleistung zu bepreisen und abzurechnen.“ Mit dem Subskriptionsmodell überwinde der Security-Anbieter diese Hürde, sodass MSSP-Partner „bei der Hardware-Bereitstellung nicht länger in Vorleistung gehen“ müssen.

Hinter dem neuen Watchguard-Programm steckt „eine fachkundige Sicht auf die Bedürfnisse des Markts“, betont Marc Hövelmann, Regional Lead CoC Cybersecurity DACH bei Also Deutschland. Hardware und Software in einem Subskriptionsmodell bereitzustellen, sei aber alles andere als trivial. Schließlich müsse man dafür viele abrechnungstechnische, logistische und rechtliche Aspekte berücksichtigen.

Reduzierter Aufwand

Watchguard und Also verbindet seit knapp drei Jahren eine Vertriebspartnerschaft. Die Pay-as-you-go-Variante ergänzt dem Distributor zufolge die bestehenden Bezugs- und Abrechnungsoptionen und ist vor allem für Partner interessant, die aufwändige, kostspielige und manuelle Prozesse beim Kauf oder Leasing von Security-Hardware vermeiden möchten. Ohne vorab in Equipment investieren zu müssen, versetze sie das FlexPay-Modell in die Lage, ihre Kunden umfassend zu betreuen, Schutzmechanismen für sie zu aktivieren, einzelnen Accounts zuzuordnen und entsprechend zu konfigurieren.

(ID:47156783)

Über den Autor

 Michael Hase

Michael Hase

Chefreporter