Umfrage von StarLeaf Was, wenn man nicht erreichbar ist?

Von Ann-Marie Struck

Heutzutage ist man immer und überall erreichbar, sei es per Mail, Telefon oder Messenger. Im vergangenen Jahr haben Videokonferenzsysteme an Bedeutung für die Unternehmenskommunikation gewonnen. Und sind nun unverzichtbar, wie eine Studie von StarLeaf zeigt.

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Nicht erreichbar? Eine Horrorvorstellung für viele Unternehmen.
Nicht erreichbar? Eine Horrorvorstellung für viele Unternehmen.
(Bild: 3355m - stock.adobe.com)

Sieben Jahre vor seinem Erfolgsroman „Dracula“ veröffentlichte der irische Schriftsteller Bram Stoker die Kurzgeschichte „The Judge's House“. Der Plot ist weiterhin aktuell: Um Hilfe zu holen, muss der Protagonist eine Alarmglocke läuten, die jedoch nicht geht. Was 1890 schon für Gänsehaut gesorgt hat, funktioniert auch noch 2021. Heutzutage hat nur das Smartphone kein Netz oder der Fingerabdrucksensor spinnt, wenn man unbedingt jemanden erreichen muss.

Das Telefon war lange das notwendige Tool zur Erreichbarkeit. Im vergangenen Jahr haben sich in Unternehmen Videokonferenzsysteme durchgesetzt und ihre Verfügbarkeit ist nun umso wichtiger, wie eine Umfrage von StarLeaf ergeben hat. Im Rahmen der Studie wurden 800 Entscheider von Unternehmen ab 250 Mitarbeitern zur Rolle digitaler Kommunikationsmittel befragt. Die Umfrage fand im November 2021 über Pollfish in den USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien statt.

Videokonferenzen sind fester Teil der Arbeit

Der Studie zufolge sind für 76,9 Prozent der Befragten Lösungen wie beispielsweise Videokonferenzsysteme sehr wichtig, um ihre tägliche Arbeit erledigen zu können. Kein Wunder, immerhin kommen die Tools mehrmals täglich zum Einsatz. Laut der Umfrage finden in 73,4 Prozent der Unternehmen jeden Tag mehr als 100 Videokonferenzen statt, in 45,3 Prozent sogar mehr als 500.

Dementsprechend gravierend bewerten die befragten Firmen die Auswirkungen eines Ausfalls. 55,4 Prozent geben an, dass ein Ausfall für sie signifikante Folgen für ihr Geschäft hätte. Der Schaden ist jedoch von der Dauer des Verlustes abhängig. 55,4 Prozent erwarten bereits bei einer Maximaldauer von 60 Minuten einen Schaden. 25,8 Prozent sehen erhebliche Einbusen bereits bei 30 Minuten. Dabei wären den Unternehmen zufolge vor allem drei Bereiche besonders besorgniserregend: der Ausfall der Kommunikation mit Kunden (26,5 %), dass Kollegen nicht mehr miteinander kommunizieren können (24,8 %) und dass Remote-Mitarbeiter ihre Arbeit nicht mehr machen können (21,6 %).

Business Continuity für die Kommunikation gewinnt an Bedeutung

Neben den Folgen für ihre Arbeitsfähigkeit macht fast allen Unternehmen auch ein potenzieller Reputationsschaden Sorgen: 94,2 Prozent rechnen mit einer negativen Auswirkung auf die Reputation ihres Unternehmens, 46,3 Prozent schätzt ihn sogar als schwer ein.

„Die Kommunikation – in und zwischen Teams, mit Kunden und Partnern – ist das Herzstück jeder Unternehmenstätigkeit“, sagt Mark Richer, CEO bei StarLeaf und bewerte die Studie wie folgt: „Dabei spielen digitale Dienste und Plattformen eine Schlüsselrolle. Die Umfrage zeigt, wie groß die Bedeutung solcher Kommunikationswege ist und wie gefährlich ihr Ausfall. Beides wird mit der Zunahme von Homeoffice und hybridem Arbeiten noch wichtiger werden. Gleichzeitig nehmen Angriffe auf Unternehmensnetzwerke und ihre Kommunikationsmittel zu. Es ist daher von essenzieller Bedeutung, sicherzustellen, dass Unternehmen auch im Notfall kommunizieren können.“

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