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Was sind Suchmaschinen?

| Autor / Redakteur: Updater, Content.de / Heidemarie Schuster

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Suchmaschinen sind mit dem Internet untrennbar verbunden. Dieser Fachbeitrag informiert über Arten, Prinzipien und Funktionsweise dieser unentbehrlichen Online-Assistenten.

Suchmaschinen sind ihrem Wesen nach Programmroutinen, welche Internet-Suchdienste wie Google zum Auffinden von Inhalten, die sich in einem Computer oder Computernetzwerk wie dem World Wide Web befinden, einsetzen. Strukturell auf Algorithmen basierend, indizieren (kennzeichnen) und archivieren sie für die Beantwortung von Anfragen (zum Beisiel zu Produkten oder Dienstleistungen) als hilfreich eingestufte Dokumente. Da Suchmaschinen nicht sinnerfassend zu lesen vermögen, wird verstärkt auf Schlüsselwörter abgestellt, also auf Begriffe, welche für das Thema des Beitrags charakteristisch sind und deren maßvolles Auftreten für die Maschinenintelligenz der Suchmaschine ein Gütesiegel für die Qualität des Dokuments darstellt.

Je Suchanfrage gibt die Suchmaschine eine nach bestimmten Kriterien – vor allem der anfragebezogenen Textrelevanz – geordnete Trefferliste aus, welche URL, Titel sowie meist eine Textprobe der gelisteten Dokumente enthält.

Arten von Suchmaschinen

  • Volltextsuchmaschinen: Bei diesen Such-Systemen durchkämmt ein Crawler (engl.: to crawl: kriechen, andere Bezeichnungen: Bot beziehungsweise Spider) den Webseitentext und versieht themenrelevante Begriffe mit dynamischen Verweisen. Google, Bing und Yahoo sind Volltextsuchmaschinen.
  • Meta-Suchmaschinen: Diese Spezies ordnet Suchanfragen nach Themengebieten und übergibt diese spezialisierten Suchdiensten. Die Ergebnisse werden von der Meta-Suchmaschine zu einer Trefferliste verarbeitet. Bekannte Vertreter dieser Suchmaschinen-Gattung sind Metager und Yippy.

Populäre Anbieter von Suchdiensten

  • Google: Der Suchdienst des US-amerikanischen Unternehmens Google LLC ist mit einem Volumen von 3 Milliarden Suchanfragen pro Tag und einem deutschlandweiten Marktanteil von über 90% weltweiter Marktführer bei Internet-Suchmaschinen. Google bietet auch spezialisierte Suchdienste, wie eine Landkarten-, Shopping- und Büchersuche an.
  • Bing: Bing repräsentiert eine Internet-Suchmaschine von Microsoft und ermöglicht es Anwendern, Suchanfragen in verschiedenen Kategorien (Videos, Bilder, Nachrichten und Karten) abzusetzen. Seit Juli 2011 arbeitet Bing mit dem chinesischen Suchdienst Baidu zusammen und beantwortet dessen englischsprachige Anfragen.
  • Web.de: Der 1995 gegründete Dienst ist Internet-Portal, Online-Suchmaschine und E-Mail-Provider zugleich. Mit Onlinewerbung und digitalen Dienstleistungen, wie dem kostenfreien E-Mail-Dienst „FreeMail“, hat sich web.de mittlerweile zu einem der reichweitenstärksten Webportale entwickelt.
  • DuckDuckGo: Diese Search-Engine stellt eine Kombination aus Meta-Suchmaschine und Webcrawler dar. Sie zeigt laut Firmenangaben den Nutzern unabhängig von deren Reputation und Suchverhalten stets idente Resultate höchster Relevanz an.

Funktionsweise von Suchmaschinen

Suchmaschinen durchsuchen das world wide web nach Informationen, indizieren diese, stellen sie für den Endnutzer bereit und beantworten Anfragen. Aus Sicht der Suchmaschinenlogik sind dazu drei Schritte erforderlich: Crawlen, Indexieren und Ranken (Datensammlung, Datenstrukturierung, Ergebnisreihung).

Crawling: Ein Crawler durchsucht das Internet nach Inhalten, analysiert verwandte Webseiten sowie Meta-Tags und folgt Verweisen auf bereits indizierte Dokumente. Primär sind HTML-Seiten das Ziel, ein Crawler „versteht“ jedoch auch .ppt oder .pdf-Dateien. Falls der Bot eine Internetpräsenz nach beendeter Prüfung für relevant hält, speichert er diesbezügliche Schlüsselinformationen auf einem Server ab.

Indexing: Der sogenannte Indexer ordnet vom Crawler gefundene Inhalte und strukturiert den Archivierungsprozess. Die Aktualisierung des Verzeichnisses sowie die Indizierung ins Web aufzunehmender Inhalte erfolgt wieder durch den Crawler. Anschließend wertet die Search Engine die Inhalte aus, um die Relevanz einzelner Dokumente bezogen auf bestimmte Suchbegriffe zu bestimmen.

Wird eine Suchanfrage abgesetzt, durchforstet die Suchmaschine das Indexverzeichnis (nicht das world wide web) nach Webseiten, welche den angefragten Suchbegriff enthalten beziehungsweise thematisch dazu passen. Erzielte Treffer werden durch das sogenannte Information-Retrieval System in ihrer Bedeutung gewichtet. Anschließend werden aus dem Repository (Zwischenspeicher) Seitentitel und -beschreibung der Trefferseiten geladen und die Resultate in der Suchergebnisliste dargestellt.

Ranking: Suchmaschinen-Rankings haben für Webmaster stets höchste Priorität, bedeutet ein diesbezügliches Vorrücken doch mehr Traffic auf der Webseite, erhöhte Reichweite und Suchmaschinen-Reputation sowie mehr potentielle Conversions. Um mit seinem Angebot bei Suchanfragen an vorderster Stelle aufzuscheinen, ist professionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO) unerlässlich. Obwohl einige Ranking-Faktoren konsequent geheim gehalten werden, wissen wir heute etwa, dass jene Dokumente bevorzugt gereiht werden, die sich bei thematisch ähnlichen Suchanfragen bereits als hilfreich erwiesen haben. Auch ist der Reputations-Faktor nicht zu unterschätzen. Je mehr Wertschätzung Webauftritt und Autor seitens der Suchmaschine entgegengebracht werden, desto besser wird die Webpage bei themenrelevanten Anfragen ranken.

Zentrale Ranking-Kriterien

  • Qualität und Aktualität der Inhalte
  • Verteilung der Keywords im Dokument
  • Wertigkeit externer und interner Verlinkungen
  • Verzeichnisstruktur und Benutzerführung
  • Ladezeit der Seiten
  • Sonstiges (responsives Design etc.)

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