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Was passiert mit den Daten, wenn ein Cloud-Anbieter Konkurs geht?

| Autor: Heidemarie Schuster

In der Cloud-Welt herrscht nicht immer Sonnenschein.
In der Cloud-Welt herrscht nicht immer Sonnenschein. (Bild: Sergey Nivens_Fotolia.com)

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Aus und vorbei – der Consumer-Cloud-Dienst Wuala wird seinen Betrieb einstellen. Aber was ist eigentlich, wenn ein Anbieter für Unternehmen die Segel streichen muss? Uniscon hat Tipps dazu.

Der Cloud-Anbieter Wuala stellt seinen Dienst ein, was für private Anwender dank der Vorankündigung nur ärgerlich und arbeitsintensiv ist. Für Unternehmen stellt solch eine Situation schon ein größeres Risiko und einen erheblichen Kosten- und Zeitfaktor dar. Dennoch muss damit gerechnet werden, denn im boomenden Markt für Business-Clouds tummeln sich viele Wettbewerber. Die Folge: Der Markt dürfte sich im Laufe der nächsten Jahre konsolidieren, so Uniscon.

Doch was wird aus Unternehmensdaten, die auf Servern eines eingestellten Dienstes liegen? Wie sicher sind die Daten dann noch? Und welche Garantien gibt es, dass nach Schließung weiterhin alle organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden? Uniscon zufolge lässt es sich kaum noch herausfinden, wer vielleicht die Daten von Kunden nicht geschützt oder sie sogar zu Geld gemacht hat, ist ein Dienst erst verschwunden.

Risikoreiche Sicherheitslücke

Da bei Wuala gar keine Verarbeitung der Daten in der Cloud vorgesehen war, lediglich Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt abgespeichert wurden, stellen sich solche Fragen glücklicherweise nicht in der Härte. Doch bei vielen anderen Diensten, die Daten verarbeiten müssen, ist es durchaus ein Thema, dass der Schutz durch organisatorische Maßnahmen, die allein Menschen ausführen und einhalten, eine risikoreiche Sicherheitslücke darstellen können.

Eine technische Vorrichtung hingegen ist weder geldgierig noch bestechlich noch erpressbar. Deshalb sollte der technische Schutz von Unternehmensdaten Hauptaugenmerk jeder Cloud-Lösung sein, die ein Unternehmen ins Auge fasst.

Wie können Firmen für den Ernstfall vorsorgen?

Bei Abschluss eines Cloud-Vertrages müssen Kunde und Anbieter klar regeln, was im Falle einer Insolvenz oder eines Verkaufs des Dienstleisters mit den Unternehmensdaten passiert. Denn nicht zuletzt die NSA-Skandale haben gezeigt, wie wertvoll Daten von Unternehmen und Behörden für andere Unternehmen und Behörden sind.

Daten, die für Menschen einsehbar sind, lassen sich auch weitergeben: Sobald Daten verarbeitet werden, liegen sie in den Verarbeitungs-Servern unverschlüsselt vor und können vom Betreiber eines Dienstes eingesehen werden. Deshalb versuchen Cloud-Dienst-Betreiber die Server mit organisatorischen Maßnahmen abzusichern. Daten, die ausschließlich von einer technischen Vorrichtung geschützt verarbeitet werden, sind jedoch selbst vom Zugriff des Betreibers geschützt.

Bei der technisch versiegelten Cloud, wie der von Uniscon, sind demnach auch einem neuen Betreiber des Dienstes oder der Serverfarmen die Daten unzugänglich. Denn die Sicherheitsroutinen und die Sicherheitstechnik kann man rückwirkend nicht ändern. Unternehmen können sich also in jedem Fall sicher sein, dass kein Dritter auf die sensiblen Daten zugreifen wird, weil es technisch gar nicht möglich ist. Bevor ein Zugriff auf das System und die Daten überhaupt erfolgen kann, werden alle Daten mit nutzerindividuellen Schlüsseln verschlüsselt gesichert, alle unverschlüsselten Daten löschen sich spurlos. Diese vom Hersteller entwickelte Betreibersicherheit geht an den neuen Eigentümer über. Selbst, wenn das Datencenter aufgelöst würde, beispielsweise durch die Insolvenz eines Unternehmens, bleiben die Daten versiegelt.

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