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Was ist Umlaufvermögen?

| Autor / Redakteur: MIR / Michael Hase

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Beim Umlaufvermögen handelt es sich um die Vermögensteile eines Unternehmens, die kurzfristig umgeschlagen werden. Dadurch unterscheidet es sich vom Anlagevermögen. Eng damit verbunden ist der Begriff Working Capital.

Zum Vermögen eines Unternehmens zählen Wirtschaftsgüter, die es besitzt und die es nutzt, um Erlöse zu erzielen. Unterschieden werden muss aber zwischen dem Umlaufvermögen und dem Anlagevermögen. Im Gegensatz zum dauerhaft im Geschäftsprozess integrierten Anlagevermögen gehören zum Umlaufvermögen sämtliche Gegenstände, die lediglich kurzfristige Funktionen im Betriebsprozess haben. Dabei handelt es sich somit um Vermögensteile, die kurzfristig umgeschlagen werden. Eingesetzt werden sie zum Verbrauch, zur Verarbeitung, zum Verkauf und zur Tilgung beziehungsweise Rückzahlung.

Das Umlaufvermögen wird bilanztechnisch immer auf der Aktiva-Seite geführt. Erfasst werden dabei alle Vermögensgegenstände, die nicht zum Anlagevermögen zählen. Aus betrieblicher Sicht handelt es sich bei den Gegenständen im Umlaufvermögen um Verbrauchsgüter (einmalige Nutzung), während man beim Anlagevermögen von Gebrauchsgütern (mehrmalige Nutzung) spricht. Grundstücke, Bürogebäude und Produktionshallen gehören stets zum Anlagevermögen. Dagegen werden Rohstoffe, Waren oder liquide Mittel (Bankguthaben) dem Umlaufvermögen zugerechnet und als solches ausgewiesen. Sie befinden sich daher in der Bilanz auf der Aktiva-Seite und können jederzeit kurzfristig eingesetzt werden.

Differenzierte Bilanzierung

Das Handelsgesetzbuch (HGB) schreibt vor, dass das Umlaufvermögen bei der Bilanzierung entsprechend aufgegliedert wird. Diese Regel dient der Einhaltung einer ordnungsgemäßen Buchführung. Dabei kommt das so bezeichnete Niederstwertprinzip zum Einsatz. Demnach haben Unternehmen für die Bewertung des Betriebsvermögens grundsätzlich den niedrigsten Wert anzusetzen. Eine mögliche Aufgliederung kann wie folgt aussehen:

  • Vorräte wie Rohstoffe, Betriebsstoffe, Hilfsstoffe, unfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse, Waren
  • Forderungen aus Lieferungen und anderen Leistungen
  • Schuldverschreibungen, Aktien, Wertpapiere, sofern sie nicht langfristig gehalten werden
  • liquide Mittel wie Bankguthaben, Kassenbestand

Ein zentraler Begriff in diesem Kontext ist Working Capital, das in der Betriebswirtschaft als wichtige Kenngröße dient. Errechnet wird es durch den Abzug kurzfristiger Verbindlichkeiten vom Umlaufvermögen. Dadurch kann festgestellt werden, inwieweit das Umlaufvermögen finanziert ist. Ist das Working Capital positiv, sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen abgedeckt, das wiederum zum Teil mit längerfristigen Mitteln finanziert wird. Wenn das Working Capital negativ ist, übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten das Umlaufvermögen. Das bedeutet, dass auch das Anlagevermögen zum Teil aus kurzfristigen Mitteln finanziert wird.

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