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Definition Was ist eine ODF-Datei?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Margrit Lingner

ODF (OpenDocument Format) ist ein offenes, lizenzfreies und von der International Organization for Standardization (ISO) anerkanntes Dateiformat für Textdateien, Präsentationen, Tabellen und weitere Office Dokumente.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die offizielle Bezeichnung einer ODF-Datei lautet "Open Document Format for Office Applications", allerdings hat sich die eingangs genannte Kurzform in Nutzerkreisen durchgesetzt. Spezifiziert wurde ODF von der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS), und zwar auf der Grundlage des OpenOffice Dateiformats. Für das eigentliche Dokument nutzt ODF eine auf XML basierende Auszeichnungssprache mit Anlehnungen an HTML. Das Format kann mit beliebigen anderen XML-Sprachen ergänzt und erweitert werden.

Für die Weiterentwicklung gibt es eine eigene Arbeitsgruppe, deren Mitglieder aus Organisationen wie der Document Foundation (zuständig für LibreOffice), der Apache Software Foundation (zuständig für OpenOffice) und aus zahlreichen Unternehmen stammen, darunter Oracle, IBM, Microsoft und Red Hat.

Zielsetzung für das ODF-Format

Zielsetzung für die Entwicklung von ODF war und ist, den Dokumentenaustausch unabhängig von einer speziellen Software oder von Betriebssystemen zu erleichtern und sicherzustellen. Damit sollen sich auch in der Zukunft vorhandene Dokumente ohne Probleme öffnen lassen. Mit diesen Eigenschaften unterscheidet sich ODF deutlich von proprietären Formaten wie beispielsweise DOC (MS Word) oder XLS (MS Excel), deren Quellcodes von den Herstellern nur teilweise offen gelegt werden.

Einsatzbereiche von ODF

In den lizenzfreien Office Suiten Apache OpenOffice und LibreOffice ist ODF das Standard-Dateiformat. Beide Suiten sind frei verfügbar für Windows, Mac OS und Linux und können im Internet kostenlos heruntergeladen werden. Es wird aber auch von vielen anderen Anwendungen unterstützt, darunter die Calligra Suite, Microsoft Office (ab Version 2007 und mit dem Service Pack 2) sowie von der Textverarbeitung AbiWord.

Wenn sich Probleme mit der Kompatibilität zu MS Office ergeben, haben Nutzer die Möglichkeit, Text- oder Tabellendateien in OpenOffice oder LibreOffice direkt als *.doc, *.docx, *.xls, *.xlsx oder *.xml abzuspeichern und dann erst in Word oder Excel zu öffnen. Darüber hinaus gibt es Konverter-Software, um ODF-Dateien für MS Office lesbar zu machen.

Typische Endungen innerhalb der OpenDocument Formate sind:

  • .odt für Textdateien
  • .ods für Tabellen
  • .odp für Präsentationsdateien
  • .odg für Zeichnungen und Illustrationen
  • .odf für den Formel Editor
  • .odb für Datenbankdateien

ODF wird in zahlreichen Ländern mittlerweile von Behörden und Regierungen als Datenformat vorgeschrieben, um einen sicheren internen und externen Dokumentenaustausch der Verwaltungen zu gewährleisten. Auch in Deutschland nutzen Regierungsstellen wie das Auswärtige Amt, Bundesgerichte und städtische Ämter ODF.

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