Definition Was ist eine HDD?

Autor / Redakteur: Nicole / Heidi Schuster

Hard Disk Drive (HDD) ist die englische Bezeichnung für ein Festplattenlaufwerk, bei dem die Daten durch Magnetisierung auf die Oberfläche rotierender Scheiben geschrieben werden. Unterschieden werden interne und externe Festplatten.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

HDDs bestehen aus mehreren übereinanderliegenden Magnetscheiben auf einer Spindel. Diese Scheiben, im Englischen auch platters genannt, bestehen aus einer Aluminium- oder Magnesium-Legierung und sind mit einer magnetischen Beschichtung und einer Schutzschicht überzogen. Zwischen ihnen befinden sich sogenannte Schreib- und Leseköpfe. Diese werden mithilfe eines beweglichen Arms in wenigen Nanometern Höhe über die Schreiben geführt, ohne diese physisch zu berühren. Umgeben ist das Ganze von einem rechteckigen Gehäuse, in dem sich außerdem ein Elektromotor, eine Speichereinheit (Cache) und die Elektronik zum Steuern sämtlicher Vorgänge befinden.

Funktionsprinzip der HDD

Versetzt der Elektromotor die Spindel und damit die Magnetscheiben in Rotation, gleiten die Schreib- und Leseköpfe in hoher Geschwindigkeit über die Oberflächen. Dabei können sie Informationen hinterlegen oder auslesen. Neben den eigentlichen Daten verzeichnen sie auch PC-interne Angabe zur Modulation sowie zur eventuellen Fehlerkorrektur. Diese benötigt die Festplatte, um die Daten später fehlerfrei wieder abrufen zu können.

Die Standard-Rotationsgeschwindigkeit liegt bei 7.200 U/min. Geräuscharme und stromsparende HDDs arbeiten mit 5.400 U/min. Sehr schnelle Festplatten laufen mit 10.000 U/min. Da sie einer zusätzlichen Kühlung bedürfen, sind sie in normalen PCs nur selten zu finden.

Speicherkapazität von Festplatten

Die Speicherkapazität einer Festplatte berechnet sich aus der Größe und der Anzahl der verfügbaren Datenblöcke (Sektoren). Das weltweit erste Festplattenlaufwerk, das IBM 350 aus dem Jahr 1956, hatte eine Speicherkapazität von 5 MB bei einer Größe von 173 x 152 x 74 cm und einem Gewicht von rund einer Tonne. Ab circa 1997 gab es HDDs im Gigabyte-Bereich, seit etwa 2008 im Terabyte-Bereich. Heutige HDDs erreichen Kapazitäten von bis zu 20 Terabyte.

Festplatten-Schnittstellen

Interne Festplatten wurden bis vor einigen Jahren über parallele Schnittstellen (ATA) in den Computer eingebunden. Mittels kleiner Stecker, sogenannter Jumper, konnte ihnen mit nur einem Kabelstrang einer von zwei verfügbaren Plätzen zugewiesen werden. Dadurch war es möglich, zwei Platten mit einem Kabel zu installieren. Mittlerweile wurde diese Variante von der seriellen Schnittstelle (S-ATA) abgelöst, die wesentlich höhere Übertragungsraten erlaubt. Weitere mögliche Schnittstellen sind IDE, P-ATA, SCSI und SAS.

Externe Festplatten verfügen meist über eine USB-Schnittstelle, zum Teil aber auch über Thunderbolt, eSATA oder FireWire.

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