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Definition Was ist ein Add-on?

Autor / Redakteur: jelsag / Dr. Stefan Riedl

Add-ons sind Programmerweiterungen, die für eine spezielle Software geschrieben werden. Sie können kostenlos oder kostenpflichtig sein und erweitern die Funktionalitäten der Programme.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das grundsätzliche Merkmal von Add-ons besteht darin, dass sie optional verwendet werden können. Sie tragen den Charakter von Modulen. Für ihre Installation werden lediglich die bestehenden Bibliotheken einer Anwendung genutzt, um das Add-on darauf zu installieren. Eine Deinstallation ist zu jedem Zeitpunkt möglich, ohne dass die Funktionalität der Software hierdurch beeinflusst wird.

Add-ons – funktionale Module in vielen Varianten

Ein Add-on ist nicht mit einem Plug-in oder einem Add-in identisch. Plug-ins sind separate Programme, die über eine Schnittstelle mit einer anderen Software kommuniziert. Add-ins werden so tief in die Struktur einer Software eingearbeitet, dass sie daraus normalerweise nicht mehr zu eliminieren sind. Im Gegensatz zu diesen beiden Varianten einer Programmerweiterung ist ein Add-on ein optionales Modul, dass de Nutzern angeboten wird, um das ursprüngliche Programm um weitere Funktionen zu bereichern. Bei Open-Source-Software, in Webbrowsern oder Mail-Programmen gehören kostenlose Add-ons zum Standard. Bei Spielen sind sie häufig ein Bestandteil des Geschäftsmodells. Auf die Basisversion des Games folgt ein kostenpflichtiges Add-on. Im Business-Kontext greifen die Anwender einer Software auf standardisierte Add-ons zurück oder lassen die zusätzlichen Funktionalitäten auf individueller Basis programmieren.

Funktionen von Add-ons

Add-ons erfüllen sehr unterschiedliche Funktionen. Beispielsweise dienen sie zum Blockieren von Pop-ups und anderer Werbung. Die gängigen Webbrowser und viele andere Dienste verfügen über einen Add-on Manager, in dem es möglich ist, bestimmte Zusatzfunktionalitäten aufzurufen, herunterzuladen und zu installieren.

Business Add-ons: Das Beispiel ERP

Ein Beispiel für Add-ons im Business-Kontext sind ERP-Systeme. Das Kürzel ERP steht für Enterprise Resource Planning. Dabei handelt es sich um Software-Lösungen, mit denen Unternehmen ihre Ressourcen planen. Sie bestehen aus einer Vielzahl von Anwendungen, die verschiedene Workflows, Prozesse und Datenquellen integrieren. Funktionen eines ERP-Systems sind beispielsweise:

  • Einkauf,
  • Material- und Lagerwirtschaft,
  • Produktion,
  • Vertrieb,
  • Marketing/Customer Relation Management (CRM),
  • Finanz- und Rechnungswesen,
  • Controlling,
  • Personalwirtschaft.

Jede dieser Funktionen und Abteilungen verfügen über einen eigenen Anwendungsbereich, der als Add-on des Gesamtsystems programmiert wird. Die Daten der einzelnen Bereiche werden jedoch in einer zentralen Datenbank gespeichert und stehen somit allen Anwendern zur Verfügung.

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