Definition Was ist Daisy Chain?

Von SiLip

Wer mehr Peripheriegeräte mit einem Computer verbinden will, als dieser Anschlüsse hat, steht vor einem Problem. Abhilfe schafft die Daisy Chain, über die sich mehrere PC-Komponenten in Reihe schalten lassen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Daisy Chain bedeutet Gänseblümchen-Kette und bezeichnet eine Methode, mehrere Peripheriegeräte über ein Bussystem in Reihenschaltung an einem einzigen Anschluss zu verwenden. Viele sonst an den Ports des Rechners befindliche Kabel werden dabei auf die Anschlüsse der Komponenten aufgeteilt. Ihren Namen verdankt die Daisy-Chain-Schaltung ihrer Ähnlichkeit mit einer Kette aus Gänseblümchen.

Bekannte Bussysteme mit Daisy-Chain-Funktionalität sind:

  • FireWire
  • DisplayPort
  • Thunderbolt
  • DMX.

Einer besonders großen Bedeutung erfreut sich das Daisy-Chaining bei Notebooks und Mini-PCs, die zumeist nur über eine beschränkte Anzahl von Ports verfügen.

Aufbau der Daisy Chain

Das erste Glied der Kette ist direkt mit einer Rechenanlage (PC, Bus) verbunden, das zweite mit dem ersten und das dritte mit dem zweiten usw. Das Signal von und zu einer Komponente geht über alle zwischen dieser und dem Rechner befindlichen Kettenglieder hinweg. Daher ist es bei dieser Schaltung wichtig, Prioritäten vergeben zu können. Zum Beispiel lässt sich festlegen, dass einige Komponenten Vorrang gegenüber anderen haben oder Informationen nur übertragen werden können, wenn die Leitung frei ist. Auf diese Weise werden Konflikte und Fehlfunktionen vermieden.

Vor- und Nachteile des Daisy-Chainings

Die größten Vorteile der Daisy-Chain-Schaltung liegen in der sparsamen Verwendung von Ressourcen (PC-Ports) und der unkomplizierten Verkabelung der Komponenten. In der Regel wird lediglich ein weiteres passendes Kabel benötigt, um neue Hardware-Peripherie mit einem Computer zu verbinden. Theoretisch lassen sich mehrere Dutzend Festplatten oder Monitore über einen einzigen Computeranschluss betreiben. Hieraus resultiert ein wirtschaftlicher Vorteil, da die Anschaffung zusätzlicher Clients entfällt.

Nachteilig ist die naturbedingte Störanfälligkeit der Reihenschaltung. Sind beispielsweise mehrere Festplatten über eine Daisy Chain mit dem PC verbunden, versagen beim Ausfall einer Harddisk alle nachgeschalteten ebenso. Zudem sind Daisy-Chain-fähige Geräte häufig teurer als ihre Pendants mit USB-Port.

Einsatzmöglichkeiten für die Daisy Chain

Sehr häufig wird das Daisy-Chaining für das Verbinden mehrerer Monitore mit einem PC genutzt. Hierzu müssen das Betriebssystem, die Grafikkarte und die Bildschirme die Funktion „Displayport 1.2 Multi Stream Support (MST)“ unterstützen. Windows und Linux sind Daisy-Chain-fähig, MacOS nicht. Zu beachten ist, dass die Bildqualität der am Ende der Kette angeschlossenen Monitore abnimmt. Wie viele Displays maximal möglich sind, hängt von der Grafikkarte ab.

Rechnerintern kommt das Daisy-Chain-Prinzip unter anderem beim VME-Bus zur Anwendung, genauer gesagt bei der Bus- und Interruptzuweisung.

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