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Was ist Cybercrime?

| Autor / Redakteur: jelsag / Ira Zahorsky

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Cybercrime ist die englische Bezeichnung für Computerkriminalität. Hierzu gehören beispielsweise Computerbetrug, das Ausspähen von Daten, Datendiebstahl oder der Ausfall von Firmenservern durch Hackerattacken aus dem Internet.

Eine Cyberattacke kann Privatpersonen und Unternehmen treffen. Eine Studie des Digitalverbands Bitkom aus dem Jahr 2017 weist aus, dass in einem Untersuchungszeitraum von zwölf Monaten jeder zweite private Internetnutzer in Deutschland zum Opfer von Cyberkriminalität geworden ist. Gängige Cybercrime-Methoden waren:

  • das Installieren von Schadsoftware auf dem Computer,
  • das Hacken von Zugangsdaten zu Onlineshops und sozialen Netzwerken sowie
  • Betrugsversuche beim Onlinebanking oder Onlineshopping.

Auch die Wirtschaft steht vor der Aufgabe, sich gegen Cybercrime zu rüsten. In einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) gaben 96 Prozent der Unternehmen an, dass IT- und Datensicherheit ein entscheidender Faktor ist, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Das Spektrum krimineller Manipulationen im Unternehmenskontext reicht vom Ausspähen von Konfigurationsdaten und sensibler Informationen bis zu Einflussnahmen auf die Steuerung von Produktionsanlagen oder Qualitätssicherungssystemen. Auch die Zahl der so genannten DDoS (Distributed Denial of Service) -Angriffe hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Bei einer solchen Cyberattacke sorgen Schadsoftware und zahlreiche automatisierte Interaktionen dafür, dass die IT-Infrastruktur des angegriffenen Unternehmens überlastet wird und temporär zusammenbricht.

Computerkriminalität im engeren oder weitere Sinne

Die Gesetzgebung gegen Computerkriminalität hat sich seit den 1980er Jahren schrittweise entwickelt. Juristisch wird zwischen Cybercrime im engeren oder weiteren Sinne unterschieden.

Cyber-Kriminalität im engeren Sinne betrifft alle kriminellen Aktivitäten, bei denen Computer und das Internet die Straftat erst ermöglichen oder als Katalysatoren einen wesentlichen Einfluss darauf haben. Hierunter fallen beispielsweise

  • Hacking,
  • Phishing,
  • digitale Erpressung oder
  • die Verbreitung von Computerviren

Falls es dabei um das Ausspähen, die Manipulation oder den Diebstahl personenbezogener Daten geht, werden durch Cybercrime auch datenschutzrechtliche Fragestellungen berührt.

Cybercrime im weiteren Sinne sind alle konventionellen Straftaten, bei denen Computer dazu dienen, die kriminellen Handlungen effizienter durchzuführen. Das Spektrum der Problemfelder ist hier sehr weit gefasst. Zu dieser Form der Computerkriminalität zählen unter anderem

  • Wirtschaftskriminalität,
  • Waffen-, Drogen- oder Menschenhandel,
  • im Internet organisierter politischer Extremismus und
  • das Verbreiten illegaler Inhalte im Netz.

Im Hinblick auf letztere kommen in internationalem Maßstab häufig juristisch relevante Wertekonflikte zum Tragen: Was in einem Land explizit verboten ist, wird in einem anderen Staat zwar nicht allgemein akzeptiert, jedoch nicht als strafbare Handlung angesehen.

Ausmaß und Methodenvielfalt von Cybercrime nehmen zu

Generell gilt, dass die fortschreitende Digitalisierung auch Einfluss auf das Ausmaß und die Vielfalt von Cyberangriffen hat. Vor allem im Unternehmenskontext spielen zunehmend komplexe, zielgerichtete Attacken (APT, Advanced Persistent Thread) eine Rolle. Diese richten sich beispielsweise auf einzelne Mitarbeiter, die Zugang zu vertraulichen oder sicherheitskritischen Daten besitzen, um über einen solchen Account komplette Datenbanken oder IT-Infrastrukturen zu infiltrieren.

Auch klassische Malware wird zunehmend intelligenter und ist zum Beispiel in der Lage, die gängigen Sicherheitssysteme zu umgehen. Ebenso ergeben sich aus dem Cloud Computing und der Nutzung mobiler Endgeräte neue Herausforderungen für die IT- und Datensicherheit. Zudem erfolgen Cyberattacken heute häufig in großem und potenziell globalem Maßstab. Beispielsweise infizierte die Ransomware Wannacry im Mai 2017 in mehr als 150 Ländern über 200.000 Rechner.

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