Channel Fokus: Consumer Electronics Was hilft gegen Langeweile?

Von Ann-Marie Struck

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Ein Arbeitshandy und ein privates Smartphone: Viele Büroarbeiter haben IT-Geräte doppelt. Der Unterschied liegt oft im Vertriebsmodell des Geräts. Inwiefern Consumer Electronics (CE) auch das Channel-Geschäft beeinflusst, zeigen die Ergebnisse des IT-BUSINESS-Panels.

Mit unserem IT-BUSINESS-Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.(Bild:  apinan - stock.adobe.com)
Mit unserem IT-BUSINESS-Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
(Bild: apinan - stock.adobe.com)

Langeweile. Sie ist für viele Menschen ein Problem und begünstigt oft ungesunde Verhaltensweisen. Die Menschen essen mehr und weniger gesund, sind schneller gereizt, unausgeglichen oder sogar ­deprimiert, wenn sie sich langweilen. ­Abhilfe schafft Beschäftigung. Diese suchen viele mit Unterhaltungselektronik: Fernsehen, Musikhören, Gaming auf PC oder Smartphone.

Und der Markt mit Consumer Electronics (CE) boomt. Laut Statista beträgt der Umsatz damit 2022 in Deutschland etwa 23,77 Milliarden Euro. Umgerechnet auf die ­Bevölkerungszahl sind das etwa 283,30 ­Euro, die jeder Bundesbürger dieses Jahr dafür ausgibt. Das größte Marktsegment ist die Telefonie mit einem wertmäßigen Marktvolumen von rund 8,25 Milliarden Euro, gefolgt von Computer und Zubehör mit 7,51 Milliarden Euro.

2027 soll das Marktvolumen 23,64 Milliarden Euro erreichen. Dies entspricht einem jährlichen Umsatzrückgang von Minus 0,11 Prozent. Gedämpft wird der Markt durch die schwächelnde Konsumstimmung, durch die wachsenden Kosten für Lebensmittel, Strom, Gas sowie erhöhte Produktionskosten und Lieferengpässe. Letzteres führt dazu, dass zum Beispiel Notebooks oder einzelne Hardwarekomponenten wie SSDs oder Grafikkarten oftmals eine Lieferzeit von mehreren Wochen bis Monaten haben, oder gar nicht verfügbar sind. Das belastet das Geschäft sowohl für Business- als auch für Privatkunden.

Lieferengpässe erschweren das Geschäft

Bei der Frage, ob sich die Verfügbarkeit von CE-Produkten entspannen wird, sind sich die Umfrageteilnehmer des IT-BUSINESS-Panels uneinig. 37 Prozent der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren glauben, dass sie sich in den kommenden Monaten verbessern wird. 30 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Die befragten Hersteller und Distributoren sind deutlich pessimistischer eingestellt. 30 Prozent glauben an eine bessere Verfügbarkeit. Aber 60 Prozent gehen von einer schlechter werdenden Bereitstellung aus.

Vertrieben werden CE-Produkte über mehrere Wege, vor allem über Online-Händler oder Handelsketten. So haben von den Channel-Akteuren eher Distributoren ­sowie E-Tailer und Retailer den Fokus auf dem Segment. Für den IT-Fachhändler spielt CE entsprechend eher eine Nebenrolle, wie die Ergebnisse des IT-BUSINESS-Panels bestätigen. Für 50 Prozent der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren sind CE-Produkte unwichtig für ihr Geschäft. Gleichzeitig gehen Konsumenten immer weniger in den Handel, geshoppt wird überwiegend online. Statista zufolge ­werden voraussichtlich dieses Jahr 56 Prozent des Gesamtumsatzes im CE-Markt ­online erwirtschaftet.

Consumer Electronic boomt

Der Markt mit Unterhaltungselektronik ist vielfältig. Für den Fachhandel ­gehört der Bereich nicht zum ­daily business, hat jedoch bei einigen Produkten Überschneidungen mit den B2B-Angebot. Auf Platz eins der CE-Produkte der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren stehen mit 85 Prozent Consumer-PCs. Platz zwei bekommen mit 78 Prozent Peripherie-Geräte wie Keyboards, Mäuse oder Kopfhörer, gefolgt von Notebooks für Consumer mit 72 Prozent. Consumer-Hardware ­sowie Tablets haben 71 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren im Angebot. Smartphones hingegen befinden sich bei 50 Prozent der Partner im Portfolio. Smart-Home-Produkte zählen mit 35 Prozent eher zu den Raritäten im Fachhandel. Wearables und Fernseher bieten 7 Prozent an.

Künftige Umsatzschlager

Konsumenten brauchen immer neue Technik. Welche CE-Produkte und -Dienstleistungen künftig für Wachstum bei den ITK-Fachhändlern und Systemintegratoren sorgen werden, sind sich die Befragten mit ­Abstand sicher: Smart Home. 57 Prozent der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren erwarten, künftig mit dem smarten Zuhause Umsatz zu machen. Platz zwei der Bestseller der Zukunft belegen mit 36 Prozent Consumer-Notebooks, gefolgt von Smartphones mit 35 Prozent. 28 Prozent erwarten weiterhin eine Nachfrage nach Tablets. Auf den aktuellen Umsatzschlager Consumer-PC setzen nur noch 21 Prozent der Partner ­Umsatz-Hoffnungen. Schließlich sollen die PC-Verkäufe in diesem Jahr nach dem Corona-Boom laut Berechnungen von Analysten von Gartner weltweit um rund zehn Prozent zurückgehen.

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Hilfe für den Channel

ITK-Fachhändler und Systemintegratoren brauchen die Unterstützung von Herstellern und Distributoren, um auch im CE-Segment erfolgreich zu sein. So wünschen sich 85 Prozent der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren Demo-Geräte von Herstellern und Distributoren zur Erleichterung ihrer Arbeit. Zudem wird reichlich Hilfestellung beim Marketing gebraucht. Ferner benötigen 50 Prozent Marketingunterstützung durch Anzeigen sowie durch POS-Material. Für Veranstaltungen brauchen nur 35 Prozent der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren Hilfe.

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