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Vorzeigeinitiativen bei Bosch und Daimler, Studienergebnisse

Was die Technik für den Arbeitsplatz der Zukunft leisten muss

| Autor: Katrin Hofmann

Vom heimischen Sofa aus an einer Besprechung teilnehmen: Das ist nicht mehr völlig unüblich.
Vom heimischen Sofa aus an einer Besprechung teilnehmen: Das ist nicht mehr völlig unüblich. (Bild: Andrey-Popov_Fotolia.com)

Home Office, mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeitmodelle: Immer mehr Unternehmen ermöglichen ihren Angestellten die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die IT muss dafür einigen grundsätzlichen Kriterien genügen, denn nur so können die anvisierten Ziele erreicht werden.

Nicht nur Bosch oder Daimler gelten als Vorzeigebetriebe für flexible Arbeitszeitmodelle. Immer mehr Firmen organisieren dank moderner Endgeräte und Verfügbarkeit von Cloud-Services ihre Arbeitsplätze neu. Dass der Weg zum mobilen und flexiblen Büro geht, unterstreicht beispielsweise auch eine Studie über den Arbeitsplatz im 21. Jahrhundert. Crisp Research führte im Auftrag von Citrix im Mai 2015 eine Umfrage in der DACH-Region unter IT- und Business-Entscheidern durch. Rund 40 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass das klassische Büro über kurz oder lang verdrängt wird und der feste Arbeitsplatz ausstirbt. Nur mit flexiblen Arbeitsmodellen, so die Studie, könnten Unternehmen auch für junge, hoch qualifizierte Fachkräfte als Arbeitgeber attraktiv bleiben (mehr über die Studie hier).

Was Daimler antreibt

Ein Ziel, das beispielsweise auch die KFZ-Branche verfolgt, wie der Betriebsratsvorsitzende der Daimler-Zentrale Jörg Spies erläutert: „Um seine Arbeit zu erledigen, muss man heute nicht täglich vor Ort sein. Wenn Daimler auch noch in zehn Jahren ein attraktiver Arbeitgeber sein will, muss faires, mobiles Arbeiten jetzt geregelt werden, um den Wettlauf um die fähigsten Köpfe zu gewinnen.“ Die Arbeitnehmervertreter des Auto-Herstellers haben der IG Metall zufolge ihre Beschäftigten jüngst nach ihren Bedürfnissen befragt und arbeiten an einer entsprechenden Vereinbarung. Dass es nicht in erster Linie um mehr Freizeit gehen muss, sondern möglicherweise letztlich das Firmenergebnis positiv beeinflusst werden kann, darauf hofft der Konzern. „Es geht um eine clevere Verteilung von Arbeitszeit, um so individuelle Freiräume zu gewinnen und bessere Ergebnisse zu erreichen“, so Spies.

Erfahrungen von Bosch

Dass die Umstellung auf den mobilen Arbeitsplatz nicht für jeden geeignet ist, hat Alfred Löckle, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Bosch, erlebt: „Manche Mitarbeiter mussten entdecken, dass der betriebliche Arbeitsplatz der bessere ist.“ Denn mobile Arbeit erfordere eine hohe Eigenverantwortung und Disziplin. Wenn die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem zunehmend verblassen, müsse der Mitarbeiter umso aufmerksamer sein, dass er sich nicht überfordert und Ruhezeiten einhält.

Das Industrieunternehmen regelt seit 2014 die mobile Arbeit. Das Fazit nach den ersten Monaten mit Betriebsvereinbarung fällt aber durchaus auch positiv aus: „Privatleben und Beruf lassen sich beim mobilen Arbeiten oftmals besser vereinbaren", berichtet Löckle.

Hinzu kommt, dass Arbeitnehmer teilweise von zu Hause aus tätig sein wollen: laut IG Metall jeder zweite im Nichtproduktionsbereich Angestellte. Um dies zu ermöglichen, muss die Technik den Anforderungen des jeweiligen Angestellten gerecht werden und so konfiguriert werden, dass sie von diesem auch (gerne) genutzt wird. Der Technik-Anbieter und Collaboration-Spezialist Polycom hat bei Sir Cary Cooper, Professor für Organisationspsychologie und Gesundheit an der Manchester Business School, nachgefragt.

Welchen Kriterien die IT genügen sollte, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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