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IBM fasst diese Kernkompetenzen jedoch nicht nur unter diesen Schlagworten zusammen, sondern ganz konkret in Tochtergesellschaften, die teilweise neu gegründet wurden. Für etwa ein Drittel der IBM-Angestellten in Deutschland (8.100 Mitarbeiter) geht diese Neuausrichtung mit einem konzerninternen Arbeitgeberwechsel einher. Die Devise bei den Neufirmierungen lautete: »IBM Deutschland« muss Teil des Firmennamens sein. So wurde beispielsweise die IT-Dienstleistungstochter Sercon GmbH umfirmiert in »IBM Deutschland Enterprise Business Solutions GmbH«. Wenn es die Mehrheitsverhältnisse nicht zuließen, wie bei der BWI Informationstechnik GmbH, die IT-Projekte für die Bundeswehr ausführt, war dies freilich nicht möglich.
Für Reseller sind künftig vor allem folgende Gesellschaften im Konzerngeflecht von Belang:
- IBM Deutschland GmbH: In dieser Gesellschaft wird Sales & Consulting (Verkauf und Beratung) zusammen gefasst. Sie bündelt das gesamte Beratungsgeschäft sowie den Vertrieb aller IBM-Produkte und -Dienstleistungen. Während früher IBM-Partner auch Verträge mit IBM-Töchtern abgeschlossen haben, soll es hier künftig nur noch Vertragsbeziehungen mit der IBM Deutschland GmbH geben, so eine Sprecherin des Unternehmens im Gespräch mit IT-BUSINESS.
- IBM Management & Business Support GmbH: In dieser, neu gegründeten Gesellschaft sind alle Management- und Support-Funktionen gebündelt. Dazu gehören die klassischen Unternehmensbereiche Finanzen, Personal, Recht, Marketing und Kommunikation.
- IBM Deutschland Research & Development GmbH: In dieser Gesellschaft sind – wie der Name schon sagt – die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben gebündelt. Bislang firmierte diese Sparte unter »IBM Entwicklung GmbH«. Da die Forschung und Entwicklung auch in dieser Vorgänger-Gesellschaft angesiedelt war, hat sich hier am wenigsten verändert.
- Solutions & Services: In elf gleich gebliebenen oder umfirmierten GmbHs, die nun die Bezeichnung »IBM Deutschland« im Namen tragen, wurden die Liefer-Kernkompetenzen gebündelt. Unter dem Schlagwort »Solutions & Services« werden »Liefer-Gesellschaften« zusammen gefasst, die alle der Dienstleistungs- oder der Beratungssparte zuarbeiten.
Kein Zuständigkeits-Chaos
Was die Ansprechpartner der Reseller angeht, habe es im Prinzip keine weiteren Änderungen gegeben, hieß es aus dem Unternehmen. Auch wenn ein Mitarbeiter nun in einer neuen Sparte arbeite, habe sich der Zuständigkeitsbereich der Person mit dem aktuellen Umbau nicht verändert. Änderungen in diesem Bereich, die in der Vergangenheit teilweise für Verstimmungen in der Partnerlandschaft gesorgt hatten, stünden also nicht an. So findet Deutschlands IBM-CHef Martin Jetter zusammenfassend: »Gemeinsam mit der zum 1. Januar 2008 eingeführten Neuordnung des Vertriebs nach Branchen und Regionen sind damit die Grundlagen für eine höhere Wertschöpfung für die Kunden und nachhaltiges Wachstum der IBM in Deutschland gelegt«. IBM Deutschland habe nun eine Struktur, mit der Big Blue hierzulande flexibler auf Veränderungen in den Märkten reagieren kann, ist der Vorsitzende der Geschäftsführung überzeugt.
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