175 Zettabyte an Daten sollen Statista zufolge 2025 weltweit produziert werden. Doch wo sollen sie gespeichert werden? Eric Herzog, Chief Marketing Officer bei Infinidat, wirft einen Blick in die Glaskugel der Datenspeicherung.
Wetweit werden immer mehr Daten generiert. Doch wohin damit? Der Storage-Markt reagiert auf die neuen Anforderungen.
(Bild: sdecoret - stock.adobe.com)
Cyber-Resilienz, Künstliche Intelligenz, verbesserte Anwendungs- und Workload-Leistung und -Verfügbarkeit sowie die Reduzierung von Opex (Betriebskosten) und Capex (Investitionsausgaben) in der Welt der Hybrid-Cloud und Container: Das werden die bestimmenden Themen der nächsten zwölf Monate. Eric Herzog, CMO bei Infinidat, hat fünf Storage-Trends für das kommende Jahre festgestellt.
Trend Nr. 1: Datenspeicherung muss resilient werden
Die Bedrohung durch Cyberangriffe hat ein solches Ausmaß erreicht, dass 66 Prozent der Fortune 500 CEOs in der Fortune 500 CEO-Umfrage Mitte 2021 Cyberangriffe als die größte Bedrohung für ihr Unternehmen bezeichneten. Auch in einer KPMG-Umfrage unter CEOs vom März 2021 nannten diese Cybersicherheit als ihre größte Sorge. Alarmierend ist, dass es laut Sicherheitsanalysten durchschnittlich 287 Tage dauert, bis eine Datenschutzverletzung erkannt und eingedämmt ist.
Kurz gesagt geht es nicht darum, ob ein Unternehmen einen Cyberangriff erleiden wird, sondern wann und wie oft. Um darauf vorbereitet zu sein, muss eine resiliente Datenspeicherung ein wichtiger Bestandteil der unternehmensweiten Cybersicherheitsstrategie sein.
Trend Nr. 2: KI gelingt der Durchbruch
Speichertechnologie ist eine wichtige Grundlage für die optimale Leistung von KI-Anwendungen und -Workloads. 2022 wird die Integration von KI-Technologien in Speichersysteme und softwaredefinierte Speicher überragende Vorteile liefern, erhebliche Einsparungen bei Capex und Opex ermöglichen und die reale Leistung bei allen Anwendungen und Workloads verbessern.
2022 wird KI bei der Entwicklung von Speichersystemen und SDS eingesetzt werden. Dieser Trend wird die volle Leistung von KI für die Speicherinfrastruktur nutzbar machen.
Trend Nr. 3: Hybrid-Cloud-Integration
Die Umstellung auf Hybrid-Cloud- und Container-Technologien wird sich schneller ausbreiten. Da viele Workloads in eine Hybrid-Cloud verlagert werden, ist eine Infrastruktur unabdingbar, die Core, Edge und Cloud sowie die Virtualisierungsebene und die Container-Ebene in der kompletten hybriden Umgebung unterstützt.
Dies wird Unternehmen befähigen, die richtigen Endbenutzer-Services mit den richtigen SLAs bereitzustellen. Die Bedeutung von Hybrid-Cloud-Integrationsfähigkeiten wird 2022 erheblich zunehmen. Wir sehen auch, dass Verbesserungen eingeführt werden, wie logisches Air-Gapping (sowohl lokal als auch remote), das ein wesentlicher Bestandteil einer Hybrid-Cloud-Cybersicherheitsstrategie ist.
Trend Nr. 4: Hohe Performance und Verfügbarkeit durch die richtige Speicherinfrastruktur
Nicht nur Server sind wichtig für die Anwendungsleistung, sondern auch die Storage-Infrastruktur. Bei hochgradig transaktionalen Block-Workloads liegt der Schwerpunkt auf einer Latenz von unter 100 Mikrosekunden beim Lesen und Schreiben. Es gibt zwar eine Vielzahl von Metriken für die Speicherleistung, aber die Latenz ist die wichtigste Determinante für die Transaktionsleistung in der realen Welt.
Mit einer modernen Infrastruktur lässt sich eine Leistung von 50 Mikrosekunden beim Lesen und 75 bis 80 Mikrosekunden beim Schreiben erreichen. Alles andere bedeutet, dass ein Unternehmen in einer veralteten Lösung feststeckt, die suboptimal ist.
Ebenso wichtig ist die maximale Systemverfügbarkeit. Wenn Storage zwar schnell, aber nicht verfügbar ist, spielt die (potenzielle) Leistung keine Rolle mehr. 2022 werden die Unternehmen großen Wert darauf legen, dass ihre Speichersysteme zu 100 Prozent verfügbar sind.
Trend Nr. 5: Kostensenkungen durch Storage
Der Druck auf CIOs, die Kosten zu senken, wird angesichts wirtschaftlicher Schwankungen und geschäftlicher Unwägbarkeiten weiter zunehmen. IT-Führungskräfte werden händeringend nach Möglichkeiten suchen, die Kosten für die Dateninfrastruktur zu senken.
Dank der hohen Leistung und der geringen Latenz in einer softwaredefinierten Speicherarchitektur sind immer mehr Unternehmen in der Lage, 2022 mehrere Arbeitslasten auf einem einzigen Speicher-Array zu konsolidieren und so Capex (Investitionsausgaben) und Opex (Betriebskosten) drastisch zu senken. Es besteht kein Bedarf mehr an 50 verschiedenen Arrays, auf denen jeweils eine Anwendung oder ein Workload ausgeführt wird, wenn alle 50 dieser Anwendungen und Workloads auf nur einem oder zwei Speicher-Arrays Platz finden können. Das bedeutet Einsparungen bei Watt, Steckplätzen, Strom, Kühlung, Stellfläche und Arbeitskräften.
Stand: 08.12.2025
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Darüber hinaus werden durch den Einsatz von Speichersystemen, die von Grund auf mit KI-Technologie entwickelt wurden, die Betriebskosten erheblich gesenkt. Wenn das Speichersystem das Caching und andere Leistungsparameter automatisch anpasst oder das Speichersystem automatisch konfiguriert, verringert sich der Arbeitsaufwand für die IT-, Rechenzentrums- und Speicher-Administratoren.
Die Kopplung mit AIOps-zentrierter Speicherüberwachungs- und Metriksoftware mit proaktivem Support senkt zudem Ihre Opex und Capex. Einige Storage-Anbieter haben ihre eigene AIOps-Software mit der von Data Center AIOps-Anbietern wie ServiceNow, Virtana, VMware, Splunk und anderen erweitert, wodurch nicht nur Betriebskosten für Storage, sondern auch die Betriebskosten für das gesamte Rechenzentrum gesenkt werden.