Technologie-Trend Warum Container die IT umkrempeln

Von Dr. Stefan Riedl

Container und Microservices sind auf dem Vormarsch. Sarah Mück, Managerin bei SVA, kennt die verschiedenen Facetten des Themas: von der technischen Umsetzung über die Konsequenzen für die IT-Architektur in Unternehmen bis hin zum Fachkräftemangel.

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Die Container-Technologie pflügt die Software-Entwicklung um.
Die Container-Technologie pflügt die Software-Entwicklung um.
(Bilder: intararit - stock.adobe.com)

Die Projekte rund um Container-Technologie beim Systemhaus SVA sind mannigfaltig. Sie reichen vom Workshop beim ­Kunden, der mal etwas von Containern ­gehört hat und ausloten möchte, ob das vielleicht auch etwas für ihn wäre, bis hin zu komplexen Problemstellungen, bei ­denen System Engineers per Trouble-Shooting in einer bestehenden OpenShift-­Umgebung Probleme in der Performance unbekannten Ursprungs beheben.

Container-Orchestrierung via Kubernetes

Sarah Mück, Head of Business Line Agile IT & Software Development, SVA
Sarah Mück, Head of Business Line Agile IT & Software Development, SVA
(Bild: SVA)

Sarah Mück, Head of Business Line Agile IT & Software Development bei SVA, blickt zurück: „Die Container-Technologie gibt es schon lange; bekannt geworden ist sie, seit Docker das Thema als Container-Management groß gemacht hat.“ 2016 kam dann mit Kubernetes die Container-Orchestrierung hinzu, die den Umgang mit isolierten Microservices auf eine neue Stufe gehoben habe, so die Managerin.

Microservices und Portierbarkeit

Orchestrierung sei in diesem Sinne so zu verstehen, dass automatisiert wird und dass eine Intelligenz das Zusammenspiel der Microservices regelt. Auch die Skalierung wird definiert, also die Frage, wann welcher Container in wie vielfacher ­Ausführung vorliegen soll. „Beispielsweise durch den typischen Use Case, wenn der SMS-Service an Silvester hochgefahren wird, werden letztlich baugleiche Container vervielfacht“, veranschaulicht Mück. Ein zentraler Punkt bei der Container-Technologie, der ausschlaggebend zu ­deren Durchbruch geführt hat, sei zudem das Thema Portierbarkeit. „Wenn ein Frachtschiff untergeht, kann der Container einfach auf ein anderes Schiff verladen werden. Und, um bei dieser Metapher zu bleiben: Es funktioniert vom kleinen ­Fischerboot bis zum Dampfer“, erläutert die Software-Development -Expertin. Eine der grundlegenden Ideen von Containern ist, dass man sie jederzeit ein- und ausschalten kann und hier keine Daten verloren gehen.

Dev + Ops = DevOps

Container bringen letztlich auch die Themen Dev und Ops im Sinne von DevOps zusammen, sagt Mück, denn in Projekten gehe es häufig darum, Monolith-Codes in Microservices zu zerlegen, so dass jeder ­Microservice einen eigenen Container ­bekommt. „Die Container-Plattform wiederum muss von der Infrastrukturabteilung betreut und betrieben werden.“

Fachkräftemangel im Segment

Als Chefin weiß Mück, dass es in dem ­Umfeld jedoch derzeit sehr schwierig ist, Mitarbeiter zu finden. „Zunächst einmal gilt es, viele Bewerbungen rein zubekommen und dann, in fachlicher und menschlicher Hinsicht zu filtern, bis wir jemanden finden, der wirklich ins Team passt. Ich würde über den Daumen peilen, dass von 300 Bewerbern etwa zehn letztendlich ­rekrutiert werden.“ Allerdings kommen auch viele Bewerbungen rein, die wahrlich nicht auf die Stelle passen, denn die ­Begrifflichkeiten in diesen Fachgebieten gehen oft weit auseinander. „Um ein Extrembeispiel zu nennen, gab es auch bereits Fracht-Container-­Türsteher für unsere Stellenanzeige im Container-Security-­Bereich“, schmunzelt Mück.

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