Energie-effiziente Designs für Racks und Rechenzentren Wann sich Green IT wirklich rechnet

Redakteur: Daniel Feldmaier

Green IT ist vielerorts schon Realität. Wir arbeiten täglich mit Energie-effizienten Produkten in einer oft schon virtualisierten Welt.

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In Testversuchen werden Rechenzentren bereits zu Beheizung von Schwimmbädern genutzt.
In Testversuchen werden Rechenzentren bereits zu Beheizung von Schwimmbädern genutzt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Wenn von grünen Rechenzentren die Rede ist, geht es zumeist um Energie-effizientere Server, Virtualisierungskonzepte und Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Die anfallende Abwärme wird nur in wenigen Fällen genutzt. IBM betreibt in Zürich in der Schweiz ein Pilotprojekt, bei dem ein Rechenzentrum ein benachbartes Schwimmbad beheizt. Rund 2.800 Megawattstunden jährliche Abwärme der Server und Switches sorgen so für warmes Wasser im örtlichen Hallenbad.

Unternehmen sollten die Scheu verlieren, IT aus der Steckdose zu betreiben, also Managed Services zu nutzen. Heute müssen keine Produkte mehr gekauft werden, um »grün« zu sein. Werden IT-Services an Unternehmen ausgelagert, die es verstehen, Ressourcen zu bündeln und hochgradig ökologisch zu arbeiten, wird weniger Strom verbraucht, weniger CO2 ausgestoßen und es entsteht nicht zuletzt weniger Müll. Große Rechenzentren können sehr effizient betrieben und gekühlt werden.

»Sie erzeugen Ihren Strom zu Hause ja auch nicht in Ihrem eigenen Dieselkraftwerk, weil dies uneffizient wäre«, gibt Knut Müller vom Bitkom zu bedenken. Werden Großrechner durch Virtualisierung bis an die Obergrenze ausgelastet, spart dies unterm Strich enorme Mengen Energie. Hierbei ist es jedoch wichtig, dass die Administratoren das Know-how haben, ihr Rechenzentrum auch optimal zu betreiben. Partner können hierfür Schulungen, Trainings und andere Formen von Dienstleistungen anbieten. Green IT fängt bei den Rohstoffen an, reicht über die Herstellung und den Betrieb bis zur Verschrottung.

Das rechnet sich tatsächlich

Doch was nützen grüne Produkte, wenn die Marktdurchdringung fehlt? Andreas Zilch von der Experton Group bringt es auf den Punkt: »Die Kunden zahlen eben nicht einfach so fünf bis zehn Prozent mehr für umweltfreundliche Produkte. Deshalb ist es die Aufgabe der Fachhändler, den wirtschaftlichen Aspekt zu beleuchten.« Den Entscheidern muss nach der Beratung klar sein: »Das rechnet sich!«

Wenn durch intelligentes Management Komponenten in Rechenzentren bei Bedarf abgeschaltet werden können, ist der Einspar-Effekt deutlich sichtbar, denn den Großteil der Kosten in der Bilanz einer IT-Komponente bildet der Stromverbrauch des Geräts über seine Laufzeit. Hier lohnt der Blick aufs Kleingedruckte: Die in der Anschaffung billigere Komponente verbraucht oft erheblich mehr.

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