Teil 1: Unbezahlbare Zahlen Umsatzzahlen von und für Systemhäuser

Von Stefan Auer

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Woran erkennt man ein erfolgreiches Systemhaus und wo stehe ich mit meinem Betrieb? Antworten auf diese Fragen erhalten kleine und mittelständische Systemhäuser im Betriebsvergleich von As-con für die IT-Branche.

Systemhäuser sind die Gewinner der Corona-Krise.
Systemhäuser sind die Gewinner der Corona-Krise.
(Bild: IRStone - stock.adobe.com)

Kaum eine andere Branche ist durch so konstantes und starkes Umsatzwachstum gekennzeichnet, wie die IT-Systemhaus-Branche. Das zeigt der Betriebsvergleich von As-con, an dem fast 150 Systemhäuser kontinuierlich teilnehmen und offen ihre Zahlen und Unterlagen austauschen. Abgesehen vom Krisenjahr 2009 bewegten sich demnach in den Jahren 2010 bis 2017 die Umsatzsteigerungen in der Regel zwischen 5 Prozent und 10 Prozent.

Die Umsatzsteigerung der IT-Systemhäuser von 2009 bis 2021 in Prozent.
Die Umsatzsteigerung der IT-Systemhäuser von 2009 bis 2021 in Prozent.
(Bild: As-con)

Trotz einer Umsatzverlagerung Richtung Managed Services, bei denen sich einmalige Projektumsätze auf viele kleinere Monatsraten in der Zukunft verteilen, konnte jedes Jahr ein deutliches Umsatzwachstum erzielt werden. Das Wachstum in den Vor-Corona-Jahren 2018 bis 2019 hatte im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal um 10 Prozent bis 18 Prozent deutlich zugelegt. 2020 und 2021 wurde dann noch einmal eine starke Steigerungen gegenüber den Vorjahren verzeichnet.

Setzt man das Jahr 2009 gleich mit 100 Prozent, so hat der Umsatz branchenweit in den vergangenen 12 Jahren um 144 Prozent zugelegt, das heißt: aus 100 Euro Umsatz im Jahr 2009 sind heute 244 Euro geworden. Wird dieser Trend anhalten?

Die Umsatzsteigerung der IT-Systemhäuser von 2009 bis 2021 in Euro.
Die Umsatzsteigerung der IT-Systemhäuser von 2009 bis 2021 in Euro.
(Bild: As-con)

Im „Cloud-Zeitalter“ werden Hardware-Projekte zunehmend ins Rechenzentrum oder in die Cloud verlegt, was eine „Streckung“ der Umsätze in die Zukunft bedeutet. Insofern ist zukünftig eher mit verhalteneren Umsatzentwicklungen zu rechnen.

Der Corona-Effekt

Trotz, oder gerade wegen Corona stieg der Umsatz in den vergangenen beiden Jahren um 13,5 beziehungsweise um 5,0 Prozent. Also eine nochmals deutliche Steigerungen auf ein ohnehin schon hohes Niveau. Die Gründe hierfür lagen in der Umstellung vieler Unternehmen auf Homeoffice-Arbeitsplätze und der zunehmend digitalen Zusammenarbeit und Kommunikation. Allerdings haben nicht alle Unternehmen der Branche gleichermaßen vom Corona-Effekt profitiert. Die kleineren Betriebe haben in der Anfangszeit sehr stark von dem Homeoffice-Boom profitiert, dann aber stark nachgelassen. Die größeren Betriebe, die eher Server- und Storage-Projekte vermarkten, haben natürlich weniger vom Homeoffice-Effekt profitiert, dafür aber kein so deutliches Umsatzloch im Sommer 2020 erfahren. Insgesamt wurden aber ganz klar gerade die größeren Projekte dann auf ungewisse Zeit verschoben. In 2022, als die Nachfrage dann wieder anzog, begannen allerdings die Lieferprobleme, so dass die Projekte dann auch wieder nur zum Teil realisiert werden konnten. Insgesamt kann man aber festhalten, dass die IT-Branche einer der Gewinner der Corona-Krise ist.

Die monatliche Umsatzentwicklung der IT-Systemhäuser im Jahr 2021.
Die monatliche Umsatzentwicklung der IT-Systemhäuser im Jahr 2021.
(Bild: As-con)

Die Entwicklung von 2021 ist natürlich geprägt von einer außergewöhnlichen Entwicklung im Vorjahr. Der Februar und März 2020 waren durch sehr starke coronabedingte Zuwächse gekennzeichnet. Dementsprechend fällt der Februar und März 2021 eher schwach aus. Anschließend folgte der Lockdown von April bis Juni 2020, in dem dann auch das Support-Aufkommen stockte. Dementsprechend stark sind die Zuwächse im Jahr 2021 in dieser Zeit. Der Sommer 2020 erholte sich dann bekanntermaßen wieder, so dass die Steigerungsraten im Vergleichszeitraum 2021 hier moderat ausfallen. Das zweite Halbjahr 2021 ist gekennzeichnet durch sich immer mehr verschärfende Lieferengpässe, die natürlich auch den Umsatz drücken, insbesondere den Hardware-Umsatz. So konnten im vergangenen Herbst nicht die Vorjahreswerte erreicht werden.

2021 startete zwar mit einem moderaten ersten Quartal. Aufgrund der schwachen Vorjahreswerte (coronabedingt) entwickelte sich das Jahr im Sommer dann doch noch sehr positiv. Wegen der Lieferengpässe ließ die Entwicklung im zweiten Halbjahr dann aber deutlich nach. Angesichts der teilweise katastrophalen Umsatzeinbrüche anderer Branchen muss man mit dieser Entwicklung mehr als zufrieden sein. Die IT-Branche ist und bleibt einer der Gewinner dieser Krise.

Die kumulierte Umsatzetwicklung der IT-Systemhäuser im Jahr 2021.
Die kumulierte Umsatzetwicklung der IT-Systemhäuser im Jahr 2021.
(Bild: As-con)

Ausblick

Im nächsten Teil geht es um die Entwicklung der Umsätze in verschiedenen Warengruppen, insbesondere Managed Service sowie um die Umsatzanteile und Veränderungen der vergangenen Jahre.

Schnupperteilnahme

Wer an detaillierten Zahlen interessiert ist, kann sich bei As-con kostenlos und unverbindlich zu einer „Schnupperteilnahme“ an einem BWA bei Stefan Auer, Geschäftsführer von As-con, melden.

www.as-con.de

Stefan Auer

Inhaber und Geschäftsführer von As-con
Tel. 0911/14 89 86 86
Per Mail kontaktieren

(ID:48540074)

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