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Horváth-Studie Umsatzsteigerung dank Digitalisierung

Autor: Heidemarie Schuster

Bei der Umfrage „Digital Value 2018 – der Beitrag der Digitalisierung zur Wertschöpfung“ von Horváth & Partners unter 200 IT-Entscheidern kam heraus, dass sich die Mehrheit für die nächsten Jahre relevante Umsatzsteigerungen durch die fortschreitende Digitalisierung erhofft. Bisher spürt nur die Hälfte der Unternehmen erste Erfolge.

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Langsam zeigt die Digitalisierung in Unternehmen Ergebnisse.
Langsam zeigt die Digitalisierung in Unternehmen Ergebnisse.
(Bild: Pixabay)

Die Digitalisierung zahlt sich langsam aus: 52 Prozent der Horváth & Partners befragten Unternehmen im deutschsprachigen Raum können erste Umsatzsteigerungen auf die Digitalisierung zurückführen, unabhängig von der Höhe. Jedoch konnten nahezu alle Unternehmen durch digitale Maßnahmen ihre Produktivität steigern beziehungsweise Kosten senken. Am häufigsten gelang dies branchenübergreifend im Bereich IT, gefolgt von Logistik/Supply Chain, Produktion sowie Vertrieb. Jedes zweite Unternehmen konnte durch digitale Maßnahmen außerdem seine Produkt- und Servicequalität verbessern. Der größte Vorteil wird darin gesehen, Kundenbedürfnisse besser kennen und erfüllen zu können. Dahinter rangieren Zeitvorteile: schnellere Liefer- und Fertigungszeiten. 90 Prozent gaben an, dass die Digitalisierung einen großen Beitrag zur Unternehmenswertschöpfung beiträgt.

Einfluss auf neue Geschäftsmodelle

Wenig Einfluss hat die Digitalisierung aber bisher auf das Produktportfolio der Unternehmen. Lediglich 37 Prozent geben an, dass sie heute andere Produkte vertreiben als noch vor dem digitalen Wandel. Neue Zielmärkte, ein neues Erlösmodell oder weitere Kundensegmente haben sich ebenfalls für weniger als die Hälfte der Unternehmen durch den digitalen Wandel aufgetan. Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass bisherige Umsatzsteigerungen durch die Digitalisierung noch in bescheidenem Ausmaß ausfallen, so Horváth & Partners.

„Wenn die Unternehmen ihre Hoffnungen auf relevante Umsatzsteigerungen wahrmachen wollen, müssen sie sich von den Regeln bestehender Geschäftsmodelle gedanklich lösen und völlig neu denken“, sagt Rainer Zierhofer, Partner bei Horváth & Partners und Leiter des Beratungsbereichs IT Management & Transformation. Dafür sind dem Experten zufolge viele Unternehmen in ihren Strukturen noch nicht flexibel genug, wie auch die Studie zeigt. In jedem dritten Betrieb gibt es zudem Verantwortlichkeitsprobleme. „Wenn die Führungsriege den weiteren Weg in die Digitalisierung klar vorgibt und Veränderung als Chance vermittelt, werden die Unternehmen einen großen Schritt vorankommen“, so Zierhofer weiter.

Über die Studie:

Für die Studie „Digital Value 2018 – der Beitrag der Digitalisierung zur Wertschöpfung“ wurden vom Marktforschungsinstitut Krämer im Auftrag von Horváth & Partners rund 210 Entscheider sowie Digitalisierungsentscheider befragt. Die Teilnehmer der Studie stammen aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern und mit einem Jahresumsatz ab 250 Millionen Euro in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es handelt sich um Unternehmen der Branchen Automotive, Chemicals, Consumer Goods, Financial Industries, Industrial Goods & High Tech, Oil, Pharmaceuticals, Retail, Telecom, Transportation, Travel, Logistics.

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