Channel Fokus: Unified Communications & Collaboration UCC kann mehr als erwartet

Autor: Sarah Böttcher

Die neue Arbeitsweise propagiert den Aufbruch von Silostrukturen in Unternehmen. Bedingt durch die Digitale Transformation werden sich Geschäftsprozesse enger mit den vorhandenen Technologien verzahnen. Herkömmliche Infrastrukturen werden modernisiert und neue Bereitstellungsmodelle eingeführt werden. UCC kann hier mehr beitragen als gedacht.

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Um das Potenzial von UCC voll auszuschöpfen, muss sich zuerst ein Wandel in der Firmenkultur vollziehen.
Um das Potenzial von UCC voll auszuschöpfen, muss sich zuerst ein Wandel in der Firmenkultur vollziehen.
(Bild: jirsak - stock.adobe.com)

Unternehmen und deren Mitarbeitern fehlt oft der Überblick über die vorhandenen UCC-Tools, weshalb sich auch die Nutzung in Grenzen hält. Weshalb ist das so, und wie gelingt Unternehmen der Aufbau einer einheitlichen UCC-­Infrastruktur?

Lorenz Uebelhart, Senior Consultant und Associate Partner bei Atrete
Lorenz Uebelhart, Senior Consultant und Associate Partner bei Atrete
(Bild: Atrete)

Uebelhart: Es ist wichtig, dass Benutzern klar kommuniziert wird, mit welchen UCC-Tools in welchem Fall gearbeitet werden soll, zum Beispiel für in- und externe ­Kommunikation, Video-Conferencing, et cetera. Entsprechende Guidelines oder Schulungen sollten den Benutzern darum zur Verfügung gestellt werden. Weiter verhindert der parallele Einsatz von mehreren Kommunikationsanwendungen die konsequente Nutzung des vom Unternehmen präferierten UCC-Tools und verwirrt zudem die Mitarbeiter.

Wieso kann oder wird das Potenzial von UCC in Unternehmen nicht ausgeschöpft?

Uebelhart: Die Einführung von UCC ist kein IT-, sondern ein Business-Change-Projekt. Die Einführung von Team Collaboration setzt nicht selten gar einen Wandel der ­Firmenkultur voraus. Entsprechend ist es unabdingbar, dass das Senior Management diesen Change vorlebt und unterstützt. Für die Benutzer ist es essenziell, dass sie an die neuen Tools herangeführt werden und entsprechend gute und pragmatische Guide­lines und Manuals zur Verfügung stehen.

Welche aktuellen Hindernisse gibt es beim Einsatz von UCC-Tools in Unternehmen?

Uebelhart: Keines der UCC-Tools kann heute alle Bedürfnisse eines Unternehmens ­erfüllen. Es sollte die Bereitschaft vorhanden sein, die bestehenden Prozesse anzupassen, um den Einsatz von Third-Party-Lösungen zu minimieren und damit die Release-Kompatibilität zu gewährleisten. User ­Adoption und Governance-Themen werden zudem häufig unterschätzt.

Wie wird sich die Nutzung von UCC-Plattformen und -Tools in Zukunft entwickeln?

Uebelhart: Der Einsatz von UCC in Unternehmen ist bereits weit verbreitet und jüngere Benutzer sind mit solchen Anwendungen aufgewachsen. Es werden in naher Zukunft bestimmt noch mehr Unternehmen auf UCC Lösungen setzen. Aktuell sind bereits viele an der Pilotierung von Team-Collaboration-Tools. Das dürfte mittelfristig bei einigen Unternehmen zu einer Substitution von UCC führen.

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Über den Autor

 Sarah Böttcher

Sarah Böttcher

Online CvD & Redakteurin