Sicherheit Made in Germany Tuxguard kehrt zurück mit Next Gen Firewalls

Autor: Melanie Staudacher

Um die Position auf dem ITK-Markt zu stärken, stellt der Firewall-Hersteller Tuxguard neue Lösungen vor und intensiviert in die Zusammenarbeit mit den Partnern. Einige im Markt bereits etablierte Technologien und Modelle hat Tuxguard jedoch erst in Planung.

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Mit ICM Firewalls der nächsten Generation und neuen Vorteilen für die Partner verstärkt Tuxguard das Engagement auf dem ITK-Markt.
Mit ICM Firewalls der nächsten Generation und neuen Vorteilen für die Partner verstärkt Tuxguard das Engagement auf dem ITK-Markt.
(Bild: © adam121 - stock.adobe.com)

Wer war nochmal Tuxguard?

Von 2010 bis 2018 war es recht still um den Firewall-Spezialisten aus Neumünster, den es bereits seit 2002 gibt. Im Jahr 2018 kam Uwe Hanreich als neuer Geschäftsführer hinzu und seither tut sich im Vertrieb und Marketing wieder viel. Mit Diana Hagg hat Tuxguard eine neue Channel Marketing Managerin gewonnen und verstärkt nun die Präsenz im DACH-Markt. Das Ziel ist es, die Reseller auf die Lösungen „Made in Germany“ aufmerksam zu machen.

Wir wollen nicht alles dem amerikanischen Markt überlassen, sondern zeigen, dass deutsche Unternehmen hervorragende Technologien haben.

Uwe Hanreich, Geschäftsführer bei Tuxguard

„Die Angriffsszenarien da draußen haben sich verändert und sind vielfältiger geworden“, sagt Marcello Strößner, Sales Director bei Tuxguard. Deswegen bietet der Hersteller neben einer Endpoint-Lösung für Windows und Mail Gateways auch Intelligent Cyber Management (ICM) Firewalls der nächsten Generation an. Außerdem will der Hersteller in diesem Jahr die Anzahl der Kunden und der Partner verdoppeln.

Was bedeutet „Made in Germany“?


So sieht das Gütesiegel „Made in Germany“ aus.
(Bildquelle: Made in Germany)

„Made in Germany“ ist eine Herkunftsbezeichnung, die als Gütesiegel für Dienstleistungen und Qualitätswaren gilt, die in Deutschland produziert werden. Die Kennzeichnung soll Endverbraucher darauf aufmerksam machen, dass ein Produkt hohe Sicherheitsstandards erfüllt und nachhaltig ist.

Im Zuge dieses Wiederauflebens will der Hersteller seine Händler auf eine neue Weise bedienen. Aus diesem Grund wurde Strößner vor zwei Jahren zum Senior Business Development Manager berufen und Anfang Juli zum Sales Director befördert.

Bisher arbeitet Tuxguard mit den Distributoren Jakobsoftware und Novastar zusammen. Künftig sollen weitere Vertriebspartner dazukommen und die Partnerschaften auf die DACH-Region ausgeweitet werden.

Das Partnerprogramm von Tuxguard

Die Strategie ist es, Kunden einen ganzheitlichen Lösungsansatz zu bieten, zu dem auch die Zusammenarbeit mit den Resellern gehört. Die Basis für einen gemeinsamen Erfolg mit den Partnern sind die lukrativen Konditionen, die Tuxguard garantiert. Diese finden sich im Partnerprogramm wieder, welches der Hersteller ebenfalls überarbeitet hat.

Unterteilt ist das Programm klassisch in die Stufen Bronze, Silber und Gold. Besonders ist jedoch, dass ein Partner innerhalb der Stufen und somit der Rabatt-Konditionen nicht absteigen kann. Erreicht ein Reseller ein Level, behält er dieses im folgenden Jahr, auch wenn er weniger Umsatz gemacht hat.

Neuen Partnern möchte Tuxguard das Onboarding so einfach wie möglich machen. Dafür bietet der Hersteller den Partnern ein Starter Pack mit den Tuxguard-Produkten für den Eigenbedarf zu einem günstigen Preis an. Bei der Implementierung der Firewall kann der Partner für eine halbe Stunde kostenlose Hilfe von Tuxguard oder einem der Distributoren anfordern.

Wir orientieren uns an der Resonanz unserer Partner und nicht an dem, was auf dem Markt gerade im Trend ist.

Uwe Hanreich, Geschäftsführer bei Tuxguard

Des Weiteren haben alle Partner die Möglichkeit, an den kostenlosen Q&A-Webinaren teilzunehmen, die alle zwei Wochen stattfinden. Dort beantworten die Techniker von Tuxguard häufig gestellte Fragen zur Implementierung und zum Support. Zu guter Letzt erarbeitet Tuxguard mit jedem Reseller individuell in Einzel-Webinaren Best Pracitces. Diese führt Strößner in drei Mal vier Stunden durch, stellt die Produkte vor und bespricht mit den Partnern den Pre- und After Sales Support.

Interessenten können online einen Termin bei Marcello Strößner buchen.

Ein Modell für Managed Services bietet Tuxguard den Partnern noch nicht an. Während mittlerweile viele andere Hersteller auf Managed Services setzen, will das Team sich damit Zeit bis Mitte des nächsten Jahres lassen. „Managed Service Provider ist leicht gesagt. Aber so ein Modell muss machbar und sinnvoll sein. Denn damit ist viel Aufwand hinsichtlich Service und Support verbunden. Ich bin ein Gegner davon ein MSP-Modell zu etablieren, nur weil der Markt es verlangt“, sagt Hanreich. „Wir orientieren uns an der Resonanz unserer Partner und nicht an dem, was auf dem Markt gerade im Trend ist. Wir arbeiten mit unseren Partnern auf Augenhöhe und versprechen hundertprozentige Channel-Treue.“

Next Generation Firewall: mehr als ein Buzzword?

Neben Managed Services sind auch Next Gen Firewalls (NGFW) im Trend. Doch was steckt hinter dem Hype? Eine UTM-Firewall (Unified Threat Management) analysiert mittels definierten Regeln Protokolle und Ports und blockt Cyberangriffe ab. Im Gegensatz zu einer klassischen Firewall prüft eine NGFW den gesamten Netzwerkverkehr auf Sicherheitsbedrohungen wie Malware.

Zwischen beiden Arten gibt es nicht viele Unterschiede, da sich die Funktionen teilweise überschneiden. Dennoch investiert Tuxguard in die nächste Generation. Zur ICM-Reihe der NGFW des Herstellers gehören die Modelle 60, 500 und 1500.

Im Gegensatz zu „Mainstream Firewalls“ kombinieren die ICM-Geräte die Funktionen Intrusion Prevention System (IPS), Deep Packet Inspection (DPI) sowie das Filtern auf Applikationsebene. Ein weiterer Bestandteil ist Cyber Risk. Diese Funktion untersucht, wie sich Cyberangriffe verändern und Akteure Schutzmaßnahmen außer Kraft setzen. Durch diese Analyse kann Tuxguard den Schutz weiter verbessern.

Funktionen für das Identitätsmanagement haben die Firewalls des Herstellers aktuell noch keine. Dies ist neben einem MSP-Modell einer der Punkte, die Tuxguard auf der Roadmap hat und umsetzen will, um sich wieder auf dem Markt zu stärken.

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Über den Autor

 Melanie Staudacher

Melanie Staudacher

Volontärin, Vogel IT-Medien GmbH