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Channel VIP Tino Cafaro: Schwäbisch-italienische Liaison

Autor / Redakteur: Folker Lück / Sarah Böttcher

Seine Systemhaus-Gruppe zählt zu den Top-Partnern des Kommunikationsriesen Mitel in Deutschland. So etwas aufzubauen ist aber nicht schwer. Zumindest nicht für Tino Cafaro, der selbst im Urlaub verkaufen muss – er kann gar nicht anders.

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Tino Cafaro, Geschäftsführer des Systemhauses „The-Company.de“, gibt nicht nur beim Verkauf von Kommunikationslösungen vollen Einsatz.
Tino Cafaro, Geschäftsführer des Systemhauses „The-Company.de“, gibt nicht nur beim Verkauf von Kommunikationslösungen vollen Einsatz.
(Bild: the-company.de)

In Neapel pulsiert das Leben: Die Hauptstadt von Kampanien ist mit einer Million Einwohnern die drittgrößte Metropole Italiens. Vaihingen an der Enz liegt 24 Kilometer nordwestlich von Stuttgart und zählt mit seinen rund 29.000 Einwohnern nicht gerade zu den europäischen Hotspots. Dennoch fühlt sich Tino Cafaro, Geschäftsführer des Systemhauses „The-Company.de“, an beiden Orten pudelwohl. „Mein Vater stammt aus Neapel, meine Mutter ist im Schwäbischen geboren“, erklärt er die Hintergründe für die Liebe zu beiden Regionen. Er selbst ist 1964 in Vahingen/Enz auf die Welt gekommen, arbeitet heute aber „wenn ich mal etwas Ruhe brauche“ vom Home Office aus – in Neapel. Die allermeiste Zeit des Jahres ist er aber in Deutschland anzutreffen, schließlich muss das Geschäft ja laufen. Außerdem ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr im Ort – auch da wird man gebraucht!

Aus der „Gründer-Garage“

Ans Laufen gebracht hat Cafaro seine heutige Unternehmensgruppe mit rund 60 Mitarbeitern und Niederlassungen in Frankfurt, Bremen und Wismar nach der Schule im Jahr 1984. Damals begann er, von der Garage seiner Eltern aus, Showtechnik zu verkaufen. „Wenig später waren es dann schon zwei Garagen“. Von Anfang an mit dabei: Markus Michels, der heute ebenfalls Geschäftsführer ist. Nach der Schule entstand ein kleiner Laden, später dann ein großer Shop auf der Hauptstraße in Vahingen/Enz. Vor 15 Jahren erfolgte der Einzug in das heutige Firmengebäude, das inzwischen deutlich zu klein geworden ist. „Der Spatenstich für ein weiteres Gebäude ist jetzt erfolgt. Der verantwortliche Bauleiter hat mir gesagt, dass wir am 15. Dezember 2018 einziehen können“, verrät Cafaro mit einem Augenzwinkern. Seine eigene Berufserfahrung hat ihn längst gelehrt, dass solche Aussagen etwas gewagt sind.

Das Geschäft mit der Showtechnik betreibt Tino Cafaro bis heute im Unternehmen Soundlight Company GmbH. Groß geworden ist die Gruppe aber mit dem Mobilfunk und dann mit professionellen Telekommunikationslösungen. Mit Letzteren kam er über einen Geschäftspartner in Berührung: Der hatte von einem Schweizer Unternehmen namens Ascom erfahren, das erstmals eine Geschäftsstelle in Deutschland eröffnen wollte. Da er gerade Platz in seinem Büro hatte, zog Ascom bei ihm ein. „So kam es, dass sich in unserem Büroflur Prepaid-Telefone stapelten und wir uns plötzlich mit dem Verkauf von Telefonanlagen beschäftigen mussten“, erinnert sich Cafaro.

Spaß am Telefon-Geschäft

Im Prinzip besteht die damals geknüpfte Ascom-Verbindung bis heute – sogar Betreuer Rainer Müllner ist bis heute mit dabei. Den „Rest“ erledigte die Wirtschaftsgeschichte: Die Ascom PBX-Sparte wurde vom kanadischen Aastra-Konzern übernommen und verschmolz in Deutschland 2005 mit der ebenfalls von Aastra gekauften DeTeWe. Nachdem sich der Aastra-Konzern in den europäischen Märkten etabliert hatte, war er Ende 2013 selbst das Übernahmeobjekt: Der ebenfalls kanadische Hersteller Mitel schluckte das Unternehmen. Für Tino Cafaro und seinen Betrieb eine Erfolgsgeschichte: The-Company.de etablierte sich bestens im PBX-Geschäft und entwickelte sich schnell zu einem der Top-Partner. Erst von Aastra, heute von Mitel. The-Company.de ist einer von nur vier deutschen Platinum-Partnern.

Der geschäftliche Erfolg liegt nicht zuletzt darin begründet, dass Tino Cafaro das Verkaufen geradezu ein Bedürfnis ist. „Das Geschäft mit Telefonanlagen macht einfach Spaß“, sagt er. Dieses „Hobby“ geht sogar soweit, dass er selbst im Urlaub anderen Hotelgästen eine neue Lösung anpreist. „Und meistens wird daraus dann ein erfolgreicher Geschäftsabschluss“, freut er sich. Das gelingt auch deshalb, weil seiner Einschätzung nach viele Business-Anwender nicht gut darüber informiert sind, wie leistungsfähig heutige Kommunikationslösungen sind: Zeigt man den Interessenten, wie man ihre Probleme – oft weit über die konventionelle Telefonie hinaus – in den Griff bekommen kann, läuft man offene Türen ein.

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