Teccles siebte Akquisition Teccle Group holt sich Netzplan an Bord

Redakteur: Andreas Bergler

Der Dienstleister Teccle Group hat mit Netzplan wieder ein neues Mitglied in rascher Folge zur Gruppe hinzugefügt. Netzplan versteht sich als IT-Systemhaus für mittelständische Kunden. Schwerpunkt sind Managed Services.

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Ab sofort spielt auch Netzplan aus Hamburg im Orchester der Teccle Group mit.
Ab sofort spielt auch Netzplan aus Hamburg im Orchester der Teccle Group mit.
(Bild: www.mediaserver.hamburg.de / Thies Raetzke)

Das Tempo, in dem Digitalisierung und Managed Services voranschreiten, überrascht manchmal selbst diejenigen, die maßgeblich daran mitwirken. „Unser Ansatz findet im Markt großes Interesse bei Unternehmen. Wir können daher mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit agieren, als wir ursprünglich geplant haben“, gibt Sven Kalisch, Geschäftsführender Gesellschafter der Teccle Group, zu. „Aus Sicht der Holding haben wir schon jetzt das ursprünglich ambitionierte Jahresziel übertroffen“, freut sich der Manager und bezeichnet damit das geplante Unternehmenswachstum durch die Zukäufe unterschiedlicher IT-Dienstleister.

Mit dem in Hamburg ansässigen IT-Systemhaus Netzplan ist nun das siebte Unternehmen in die Teccle Group integriert. Die Unternehmensgruppe verfolgt das ausdrückliche Ziel, über Akquisitionen einen Dienstleister mit Fokus auf Managed Services aufzubauen. „Wir glauben es einfach nicht“, begründet Kalisch die Strategie, „dass es ein Unternehmen mit 50 Menschen mittelfristig allein schaffen wird, die nötige Kompetenz vorzuhalten, die ein mittelständischer Kunde entlang der gesamten Digitalen Transformation aus einer Hand wünscht“. Neben der EDV-BV, die den Süden, und der Dreger IT, die den mittleren Teil Deutschlands abdeckt, ist nun Netzplan der Platzhirsch, der den Norden der Republik bedient.

Partnernetz mit Plan

Auch inhaltlich stimmen beide Unternehmen überein: „Für unser Leistungsportfolio steht der Kunde im Mittelpunkt. Wir beraten den Kunden daher so, wie es für ihn am besten ist und haben dabei den klaren Anspruch, den Kunden fortlaufend, bestenfalls im Sinne eines Managed Services zu betreuen. Der Kunde kann sich auf sein operatives Geschäft konzentrieren und wir halten ihm den Rücken auf Seiten der Digitalen Transformation frei.“, so Kalisch.

Chris Wittmann, Managing Director bei Netzplan, will das Business ebenfalls in diese Richtung drehen: weg vom Auslaufmodell „Zeit gegen Geld“ hin zu Managed Services. „Unser Ansatz ist wie bei der Teccle Group „Cloud first“, aber nicht „Cloud only“, mit dem Fokus auf Managed Services. Wir legen viel Gewicht auf die Private Cloud, wissen aber sehr wohl, dass wir im Mittelstand meist hybride Szenarien haben“, erklärt Wittmann. Schwester-Unternehmen in der Gruppe decken dabei zusätzlich die Public Cloud ab.

Noch mehr Pläne

Nur zehn Monate nach der Gründung kratzt die Teccle Group nun an der Schwelle von 50 Millionen Euro Umsatz und liegt bei knapp 300 Mitarbeitern. Bei diesem Expansionstempo ist es für die Unternehmensgruppe an der Zeit, sich „intensiv mit sich selbst zu beschäftigen“. Noch diesen Monat wollen sich die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften zusammensetzen, um die jeweiligen Gemeinsamkeiten und lokalen Stärken herauszuarbeiten, um so Reaktionsgeschwindigkeit, Qualität und Dynamik weiterhin sicherzustellen. Im zweiten Halbjahr sollen die Themen Netzwerk und Security ausgebaut werden, die dann durch virtuelle Kompetenzteams am Markt adressiert werden. Und die Einkaufstour geht natürlich auch weiter: Schon Ende Juli 2021 soll der achte Unternehmenskauf über die Bühne gehen.

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