Stellenabbau bei T-Systems

T-Systems streicht 6.000 Stellen in Deutschland

| Autor: Sarah Böttcher

Der Transformationsplan von T-Systems-Chef Adel Al-Saleh gefährdet weltweit rund 10.000 Arbeitsplätze – darunter 6.000 in Deutschland.
Der Transformationsplan von T-Systems-Chef Adel Al-Saleh gefährdet weltweit rund 10.000 Arbeitsplätze – darunter 6.000 in Deutschland. (Bild: © Kaesler Media - stock.adobe.com)

Innerhalb der nächsten drei Jahre möchte T-Systems jährlich rund 2.000 Stellen in Deutschland streichen. Das Unternehmen geht laut Telekom-Vorstand und T-Systems Chef Adel Al-Saleh diesen Schritt, um Wachstum zu generieren und sich am Markt als Digitaldienstleister zu positionieren.

Die Großkundensparte der Deutschen Telekom hat schon länger mit Problemen zu kämpfen. Mit einer neuen Transformationsstrategie möchte Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Adel Al-Saleh das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs bringen. So sollen 600 Millionen Euro eingespart werden, wovon 300 Millionen Euro in die Wachstumsfelder IoT, Cloud und Sicherheit reinvestiert werden sollen.

Das Geld für den Transformationsplan soll durch Einsparungen bei den Kosten für Verwaltungs- und Management-Ebenen sowie durch einen weltweiten Abbau von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen erfolgen.

6.000 Stellen in Deutschland betroffen

In Deutschland greift der Transformationsplan ab sofort. Innerhalb eines Jahres sollen Stellen auf Management- und Verwaltungsebene eingespart werden. Im zweiten Jahr wird die Logistik betroffen sein. T-Systems möchte die Vertriebs- und Lieferorganisationen vereinfachen und integrieren. In diesem Zuge sollen die Führungsebenen von bisher acht auf drei Ebenen reduziert und auf die vier großen Lieferzentren in Deutschland, der Slowakei, Ungarn und einem neuen in Indien verteilt werden. Im dritten Jahr des Transformationsplans werden Arbeitsplätze durch einen höheren Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad entfallen.

T-Systems zufolge hat das Unternehmen in Deutschland im Verhältnis zu seiner Größe eine überproportionale Anzahl an Bürostandorten: „Wir haben 230 Bürostandorte in 100 Städten. In 50 der Standorte arbeiten weniger als acht Mitarbeiter. Das ist nicht effizient. Wir wollen auf unter 20 Bürostandorte konsolidieren. Bereits heute arbeiten rund 90 Prozent aller Mitarbeiter in 22 deutschen Standorten,“ erläutert Al-Saleh.

„Profitabel in drei Jahren“

Nach eigenen Angaben möchte die Großkundensparte der Deutschen Telekom in drei Jahren wieder profitabel sein. Durch das Transformationsprogramm sollen elf Kernbereiche fokussiert werden, darunter das Internet der Dinge (IoT), Cloud, SAP, Sicherheit, Digital Solutions, Maut und Services für die öffentliche Hand.

Aktuell beschäftigt T-Systems rund 37.000 Mitarbeiter weltweit, davon rund 18.000 in Deutschland. Al-Saleh möchte bis 2021 einen „Digitaldienstleister mit weltweit mehr als 30.000 Arbeitsplätzen“ schaffen. Der Unternehmensumbau wird weltweit rund 10.000 Stellen betreffen: über drei Jahre werden rund 4.000 Stellen verlagert und 6.000 entfallen.

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