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Südkorea bei 5G führend, Deutschland im Abseits

| Autor: Sarah Gandorfer

Südkorea ist beim 5G-Leadership-Index klar führend – gefolgt von den USA.
Südkorea ist beim 5G-Leadership-Index klar führend – gefolgt von den USA. (Bild: © jsco - stock.adobe.com)

An 5G werden weltweit hohe Erwartungen geknüpft. Derzeit geht es mit dem technologischen Ausbau in den diversen Ländern unterschiedlich voran. Während Südkorea, die USA und Australien die Rangliste als Leader anführen, trottet die Bundesrepublik eher hinterher.

Das Beratungsunternehmen Arthur D. Little dokumentiert in seinem 5G-Länderindex den Fortschritt des Netzstandards. Der Index basiert auf einer Analyse der technischen Infrastruktur sowie der Vermarktung von 5G in 40 Ländern. Dazu wurden zwölf Kriterien, wie die Abdeckung mit Masten, LTE-Nutzung oder der Stand der Frequenzen-Zuteilung, unter die Lupe genommen. Weltweit sind mit dem neuen Standard ehrgeizige Ziele verbunden. Erste Anwendungsszenarien wurden bereits getestet. Zudem planen Telekommunikationsunternehmen, neue Dienste bereitzustellen.

Wichtige Treiber für die schnelle Wireless-Technologie finden sich sowohl im privaten Haushalten wie auch in der Industrie. So verbessert 5G Fixed-Wireless-Access die Abdeckung von Haushalten mit Gigabit-Breitband, was beispielsweise in den USA politisch stark gefordert wird. Des weiteren ist die Technologie von zentraler Bedeutung für die Digitalisierung, wenn es zum Beispiel um die Themen IoT, autonomes Fahren oder Künstliche Intelligenz (KI) geht.

Olympia pusht

Südkorea ist klar führend bei diesem Thema – gefolgt von den USA. Ebenfalls sehr gut schneiden Australien, Katar, die Schweiz, Finnland, Spanien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Frankreich und Deutschland fallen hingegen deutlich ab.

Regional ist Ostasien am weitesten fortgeschritten. Südkorea nutzte die Olympischen Winterspiele als Gelegenheit, seine Führungsrolle zu demonstrieren. Die USA gehören zu den ersten Staaten, die kommerzielle 5G-Dienste einführen. Der Golf-Kooperationsrat (GCC) belegt gleichfalls eine führende Position, während Europa durch heterogene Infrastrukturen und Fragmentierung sowie aufgrund von ausstehenden Frequenz-Zuteilungsprozessen in vielen Ländern hinterher hinkt.

„Die Analyse stellt Deutschland kein gutes Zwischenzeugnis auf dem Weg zur Highspeed-Vernetzung aus. Das selbst ernannte Ziel, führend beim Standard 5G zu werden, ist noch sehr weit entfernt, obwohl dieser den Wirtschaftsstandort Deutschland deutlich stärken kann“, erläutert Michael Opitz, Partner von Arthur D. Little, das Ergebnis. „Bereits beim LTE-Standard hängt die Bundesrepublik international zurück. Zusätzlich ist die noch ausstehende Frequenzauktion und deren teilweise ungeklärter Status ein Hindernis. Bei vielen Industrie-Unternehmen laufen eigene 5G-Ambitionen auf Basis lokaler Frequenzen auf Hochtouren. Die noch bestehenden Unsicherheiten bezüglich Grundstücksdefinition und der Definition von ‚größeren lokalen Gebieten‘ sollte sehr zeitnah erfolgen, um kommunale oder land- und forstwirtschaftliche Anwendungen zu ermöglichen. Insgesamt kämpfen die Telkos noch damit, lukrative Geschäftsmodelle rund um den neuen Standard zu entwickeln, was durch die Vergabe lokaler Frequenzen an Industrie-Unternehmen nicht leichter wird.“

Flächendeckendes 5G wird es (noch) nicht geben

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28.11.18 - Die Bundesnetzagentur hat die finalen Vergabebedingungen und -Regeln für die 5G-Frequenz­auktion im kommenden Frühjahr bekannt gegeben. Bis zum 25. Januar können Unternehmen Zulassungsanträge für die Auktion stellen. Vielen geht das Regelwerk jedoch gegen den Strich. lesen

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