Concept International wird VAD für Ledman Startfreigabe für das LED-Wall-Business

Autor: Klaus Länger

Bisher hat der VAD Concept International beim Digital-Signage-Geschäft die Displays ausgeklammert und sich vor allem auf Player konzentriert. Nun startet der Distributor den Verkauf von LED-Walls des Herstellers Ledman und zielt dabei auch auf Partner mit IT-Hintergrund.

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Der chinesische Hersteller Ledman fertigt LED-Module mit Pixelgrößen von 0,9 bis 5,9 Millimetern und einer Helligkeit von bis zu 3.500 cd/m². Concept International legt den Fokus zunächst auf LED-Walls für den Innenbereich.
Der chinesische Hersteller Ledman fertigt LED-Module mit Pixelgrößen von 0,9 bis 5,9 Millimetern und einer Helligkeit von bis zu 3.500 cd/m². Concept International legt den Fokus zunächst auf LED-Walls für den Innenbereich.
(Bild: Concept International)

Concept International bedient als VAD neben anderen vertikalen Sektoren auch den Digital-Signage-Markt. Hier bietet er seinen Partnern primär Player mit Windows oder Android an und unterstützt sie beim Aufbau von Signage-Systemen, etwa durch die projektspezifische Konfiguration der Player. Aus dem Geschäft mit den Displays hat sich der VAD dagegen bisher herausgehalten, auch da dieser Markt schon durch andere Distributoren besetzt ist. Ein großes Potenzial sieht der Concept-International-Gründer und Geschäftsführer Mike Finckh dagegen bei LED-Walls und übernimmt daher die exklusive Vertriebspartnerschaft für Ledman, einem „der LED-Top-Hersteller aus China“, so Finckh.

Mike Finckh, Geschäftsführer von Concept International.
Mike Finckh, Geschäftsführer von Concept International.
(Bild: Concept International)

Der Markt für LED-Walls wächst rasant, betont der Concept-International-Chef. Marktforscher erwarten ein Plus von 60 Prozent bis 2024. Der VAD will diesen Markt mit Indoor- und Outdoor-Lösungen auf Basis von Ledmann-Walls bedienen, wobei der Fokus zunächst auf Indoor-Systemen liegt. Der chinesische Hersteller fertigt Module mit Pixelgrößen von 0,9 bis 5,9 Millimetern und einer Helligkeit von bis zu 3.500 cd/m². Dabei können aus den LED-Kacheln individuelle Formen entstehen und sogar gerundete Wände abgedeckt werden. Concept International übernimmt die Lagerhaltung und stellt für zwei Jahre Ersatzmodule aus derselben Produktionscharge bereit, um so mögliche Abweichungen bei der Darstellungsqualität zu verhindern. Auf Wunsch können Ersatzkacheln für bis zu fünf Jahre auf Lager gelegt werden.

Komplettangebote für LED-Walls

Der VAD schnürt für die Partner Komplettangebote aus LED-Walls ab einer Diagonale von 60 Zoll und ­Video-Receivern und -Controllern von Novastar. Letzterer wird abhängig von der Auflösung und der Redundanz gewählt. Zusätzlich berät Concept International bei Peripherietechnik wie den Halterungen und beschafft diese, wenn gewünscht. „Mit der Abfrage von vier bis fünf Eckdaten erhalten AV-Händler sofort das Paketangebot“, erklärt Finckh dazu.

Seine Firma übernimmt auf Wunsch deutschlandweit die Auslieferung und Montage und kann den Kontakt zu lokalen Servicepartnern übernehmen, etwa für die Berechnung der Statik. Player hat Concept International natürlich ebenfalls im Portfolio und kann diese passend zum Einsatzszenario in die Gesamtlösung packen. Bei den Endkunden macht der Geschäftsführer des VAD eine breite Zielgruppe aus: „Vom Einzelhandel über großformatige Anzeigen in Einkaufszentren, im öffentlichen Verkehr und auf Messen sehe ich hunderte Einsatzmöglichkeiten.“

Mit Modulen von Ledmann können sogar großflächige gebogene Outdoor-Installationen wie diese in Guangzhou realisiert werden.
Mit Modulen von Ledmann können sogar großflächige gebogene Outdoor-Installationen wie diese in Guangzhou realisiert werden.
(Bild: Ledman)

Mit den Paketangeboten adressiert Finckh gezielt Partner, die sich nicht mit Details wie „der Konstruktion von Halterungen herumschlagen wollen“ und die sich bei den Displays „an der Zahl der Geräte und nicht an Quadratmetern orientieren“. Die verwendete Software bleibt dagegen Sache des Systemintegrators oder der betreuenden Agentur. Die ersten Projekte mit den LED-Walls von Ledman laufen bereits an. Probleme mit der Lieferkette erwartet Finckh nicht, da die Geräte aus China nicht per Containerschiff, sondern mit dem Zug nach Deutschland kommen.

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