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Internetaffine Klientel sowie Lokalredaktion bedienen

Social Media, PR oder beides?

| Autor / Redakteur: Harald Knapstein / Sarah Gandorfer

Scheppern gehört zum Handwerk und somit ist Öffentlichkeitsarbeit sowie Sichtbarkeit bei den Social Medias eine Pflicht.
Scheppern gehört zum Handwerk und somit ist Öffentlichkeitsarbeit sowie Sichtbarkeit bei den Social Medias eine Pflicht. (Bild: wellphoto - stock.adobe.com)

Für die Öffentlichkeitsarbeit eines Systemhauses bieten sich diverse Kanäle an, von klassischer PR bis zu Social Media. So stellt sich die Frage: Inwieweit kann das Engagement eines Unternehmens in den sozialen Netzwerken die traditionellen PR-Vorgehensweisen ersetzen?

Öffentlichkeitsarbeit und Social-Media-Aktivitäten sind zeitraubend und binden personelle Ressourcen, zumal man sie kontinuierlich verfolgen sollte“, so Harald Knapstein, Inhaber des Marktforschungs- und Beratungshauses IQITS. „Deshalb hört man gerade von kleineren IT-Partnern immer wieder die Frage: ,Muss ich denn in PR investieren, obwohl einer unserer Mitarbeiter in den sozialen Netzen aktiv ist?’“

Der Rat des Marketing-Fachmanns: „Wenn irgend möglich, sollte ein IT-Partner regelmäßige PR- und Social-Media-Aktivitäten parallel betreiben.“ Der Grund: „Das Publikum, das ich mit Social Media anspreche, überlappt nur zum Teil mit dem, das ich mit PR erreichen will und kann.“ Obwohl es Gegenbeispiele gebe, sei Social Media nach wie vor auf eine jüngere, internetaffine Klientel begrenzt: „Den ‚alten Hasen’ in der Lokalredaktion erreiche ich damit potenziell ebenso wenig wie viele Menschen aus dem Firmenumfeld, die ich über mein Firmenjubiläum oder ein Sport-Sponsoring informieren will“, so Knapstein.

Der Marktforscher rät deshalb zu zweckgebundenem Vorgehen: „Wer wiederholt Nachwuchs für sein Sales- oder Support-Team sucht, sollte seine Facebook- und Instagram-Präsenzen pflegen“, so Knapstein. Hier reiche oft schon ein kurzer Eintrag, etwa ein Foto des Call-Center-Betriebs mit einer knackigen Bildunterschrift à la: „Lust auf Arbeit in einem engagierten Team im modernen Ambiente?“

LinkeIn und Xing

Im Hinblick auf die Online-Recherche erfahrener IT-Mitarbeiter wiederum sei es zudem wichtig, neben der eigenen Unternehmens-Website auch die Präsenzen auf den B2B-Netzwerken Xing und LinkedIn zu pflegen. „Auf Xing und LinkedIn sollte für potenzielle Kunden wie auch künftige neue Mitarbeiter stets erkenntlich sein, warum ein IT-Partner ein interessanter und geeigneter Anbieter beziehungsweise Arbeitgeber ist“, so Knapstein. Xing sei dabei vor allem mit Blick auf den deutschsprachigen Markt relevant, auf LinkedIn hingegen spreche man eine internationale Klientel an.

Über neue Produkte, Angebote und Kundengewinne sollte man aber weiter auch mittels Pressearbeit informieren, um eine hohe Reichweite zu erzielen, so der Berater: „Pressearbeit lohnt sich, denn der Fach- oder Lokalpresse schreiben die Leser nach wie vor sehr hohe Glaubwürdigkeit zu.“ Eine Erwähnung in der Presse habe deshalb trotz der Konkurrenz durch Social Media hohen Wert.

Wenig Zeit und Geld

Wie aber sollte man vorgehen , wenn das parallele Verfolgen von PR- und Social-Media-Tätigkeiten unmöglich ist? „Sind Zeit und Budget knapp bemessen, wie so oft bei kleineren IT-Partnern, dann gibt es einen goldenen Mittelweg: das Firmen-Blog“, so Knapstein. Ursprünglich sei das Blog für einen ganz anderen Zweck konzipiert, führt Knapstein aus: „Der Name ‚Blog‘ ist die Kurzform von ‚Web-Log’, also ‚Web-Tagebuch’.

Blogs kommen damit aus dem Consumer-Segment. Eigentlich müsste man sagen: ‚Prosumer’ – der Konsument ist hier schließlich zugleich Produzent. Doch heute nutzen auch viele Unternehmen Blog-Plattformen zur Mitteilung von News.“ Gepflegt werden sollte das Blog vom Chef selbst, einem Blog-begeisterten Mitarbeiter oder aber einem PR-Autoren; dann eigne sich eine in den Web-Auftritt eingebundene Blog-Plattform sehr gut für die medienübergreifende PR-Arbeit, so Knapstein: „Man schreibt zum Beispiel einen Text über ein neues Service-Angebot, postet dies auf dem Firmen-Blog, verlinkt auf Facebook, Twitter und Instagram darauf – und kann dem Text leicht abgewandelt als Pressemitteilung verschicken. So schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe und ist auf allen Kanälen aktiv.“

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