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Junge Männer pushen das Online-Geschäft

So shoppen die Deutschen am Black Friday

| Autor: Sarah Gandorfer

Am Blackfriday sind die Männer in Kauflaune.
Am Blackfriday sind die Männer in Kauflaune. (Bild: Pixabay / CC0)

Der aus den USA stammende Black Friday findet sich nun seit über einem Jahrzehnt auch in Deutschland. Mit Schnäppchenpreisen läuten auch heuer am 23. November Händler das Weihnachtsgeschäft ein. Zwei Shopping-Portale haben die Käufer an diesem Tag genauer unter die Lupe genommen.

Für Freitag, den 23. November, werben bereits jetzt wieder viele Händler mit Schnäppchenpreisen. Am so genannten Black Friday wird wieder kräftig eingekauft – dem Handelsverband Deutschland (HDE) zufolge werden in den vier Tagen bis zum Cyber Monday rund 2,4 Milliarden Euro umgesetzt.

Gutscheinsammler.de und mydealz.de haben 2,06 Millionen Besuche ihrer Portale aus dem Vorjahr analysiert und dabei neun Verhaltensmuster von deutschen Konsumenten rund um den Black Friday eruiert.

Nachfrage steigt um 173 Prozent

Seit elf Jahren gibt es denn Black Friday hierzulande bereits und das Geschäft boomt. Das zeigt ein Blick auf die Reichweiten vieler Online-Shops und Plattformen: 2,06 Millionen Mal besuchten Verbraucher an diesem Tag im Vorjahr allein die Internetseiten von Gutscheinsammler.de und mydealz.de, um sich über Angebote zu informieren. Gegenüber einem durchschnittlichen Freitag stieg die Nachfrage damit um 173 Prozent. Dabei gingen sieben von zehn Verbrauchern per Smartphone auf Schnäppchenjagd. Nur noch 28 Prozent aller Verbraucher nutzten 2017 ihr Notebook oder ihren PC,

Der Grund für den häufigeren Griff zum Smartphone ist vermutlich, dass die meisten das Gerät ständig mit sich führen. Darauf lassen auch die Zeiten schließen, in denen Konsumenten auf den Portalen einkaufen: Über ihren PC oder das Notebook suchten sie am Black Friday vor allem morgens zwischen 7 und 8 Uhr nach Angeboten. Smartphone-Nutzer waren flexibler. Generell wurde zwischen 7 und 10 Uhr am meisten eingekauft. Zwischen 12 und 14 Uhr verzeichneten die beiden Shops ein Nachfrageloch.

Top 3 der Bundesländer

Verbraucher aus den drei bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg gehen am am Black Friday am häufigsten im Netz auf Schnäppchenjagd. So stammt jeder vierte Käufer aus Nordrhein-Westfalen (25,6 Prozent), jeder Siebte aus Bayern (15,0 Prozent) und jeder Achte aus Baden-Württemberg (12,4 Prozent). Dass der Black Friday vor allem in Großstädten angekommen ist, zeigt der hohe Anteil der Verbraucher aus Berlin und Hamburg. Nach Hessen (10,6 Prozent) und Niedersachsen (7,7 Prozent) auf Rang vier und fünf kamen die meisten Konsumenten aus den beiden Stadtstaaten: 7,7 Prozent aus Berlin und 7,0 Prozent aus Hamburg. Rheinland-Pfalz (3,4 Prozent), Sachsen (3,0 Prozent) und Schleswig-Holstein (2,0 Prozent) vervollständigten die Top-10 der Bundesländer, in denen der Black Friday 2017 die größte Nachfrage erfuhr.

Verbraucher aus dem Osten Deutschlands scheinen mit dem Black Friday noch zu fremdeln – sie waren 2017 in der Unterzahl. Obwohl im Osten Deutschlands 15,2 Prozent aller Deutschen leben, entfielen auf sie am Black Friday nur 6,8 Prozent aller Besuche. Sachsen war mit einem Reichweitenanteil von 3,0 Prozent sogar als einziges neues Bundesland in den Top-10 vertreten. Aus Berlin und den alten Bundesländern kamen 2017 am Black Friday hingegen 93,2 Prozent aller Verbraucher, die sich auf Gutscheinsammler.de und mydealz.de informierten.

Bestseller

Apple importierte den Black Friday 2007 nach Deutschland und auch heute, elf Jahre später, steht Elektronik an diesem Tag in der Gunst der Verbraucher am höchsten: 2017 entfielen 27,8 Prozent aller Black Friday Käufe auf Elektronikartikel wie Fernseher, Notebooks und HiFi-Produkte und immerhin noch 6,0 Prozent aller Käufe auf Smartphones und Tablets – den Fünftplatzierten im Verkaufsranking. Auf Rang zwei der begehrtesten Produkte lagen vergangenes Jahr Filme, Spiele und Musik (20,9 Prozent), gefolgt von Haushaltsartikeln (12,1 Prozent). Mode war vergangenes Jahr die viertpopulärste Warengruppe: Auf sie entfielen 8,3 Prozent aller Verkäufe, die Gutscheinsammler und mydealz vermittelt haben.

Typisch Frau, typisch Mann

Online-Shopping und Rabatte werden laut der Portalbetreiber normalerweise eher von Frauen genutzt. Die Zahlen am Black Friday sprechen jedoch eine andere Sprache: Gerade einmal 24,4 Prozent aller Verbraucher waren weiblich. Hingegen waren drei von vier Verbrauchern (75,6 Prozent) männlich.

Frauen und Männer unterscheiden sich auch darin, wie sie kaufen: Während Frauen den ganzen Tag über, zwischen morgens um 6 und abends um 22 Uhr, in etwa gleich intensiv nach Angeboten suchen, können es Männer am Black Friday oft kaum abwarten. Die beiden Shopping-Portale verbuchten zumindest im vergangenen Jahr gleich morgens um zehn Uhr ein deutliches Reichweitenplus. Suchten morgens zwischen fünf und sechs Uhr erst 13.807 Männer nach Angeboten, waren es zwischen zehn und elf Uhr bereits 59.140 – so viele wie zu keiner anderen Tageszeit. Ähnlich große Unterschiede zeigten sich bei den Frauen nicht. Pro Stunde suchten im Schnitt 13.215 Frauen nach Angeboten. Ein leichter Anstieg ließ sich bei den Frauen morgens um acht Uhr mit 20.317 Sessions und abends um 20 Uhr mit 18.897 Sessions erkennen.

Altersstruktur

Der Black Friday ist bei jüngeren Konsumenten bekannter als bei älteren. So waren neun von zehn Verbrauchern (89,04 %) jünger als 44 Jahre alt. Jeder Fünfte (21,42 %) wurde zwischen 1993 und 1999 geboren und knapp jeder Zweite (46,65 %) war zwischen 25 und 34 Jahren alt. Nur 2,5 Prozent der Verbraucher waren hingegen in einem Alter zwischen 55 und 64 Jahren und nur jeder Hundertste (1,06 %) war über 65 Jahre alt.

Jüngere Verbraucher gehen am Black Friday zudem früher auf Einkaufstour. Vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 24-, 25- bis 34- und 35- bis 44-jährigen steigt die Nachfrage bereits um vier Uhr morgens merklich an und erreicht gegen zehn Uhr ihren Höhepunkt. Suchten am Black Friday 2017 morgens um sieben Uhr erst 11.700 18 bis 24-jährige auf Gutscheinsammler.de und mydealz.de nach Angeboten, waren es um zehn Uhr satte 17.000. Eine Stunde früher erreichte die Nachfrage bei den 25- bis 34-jährigen ihren Höhepunkt: Um neun Uhr suchten 36.500 Verbraucher im Alter von 25- bis 34-jährigen am Black Friday 2017 nach Angeboten. Ein größerer Anstieg ließ sich bei 35- bis 44-jährigen beobachten. Von 5 Uhr (4.283 Besucher) bis acht Uhr morgens (16.200 Besucher) vervierfachte sich die Nachfrage nahezu. Bei älteren Verbrauchern verteilte sich die Nachfrage deutlich gleichmäßiger über den Tag.

Wie Händler am Black Friday erfolgreich sind

Dos and Don‘ts für Händler

Wie Händler am Black Friday erfolgreich sind

09.11.18 - Black Friday und Cyber Monday sind der Start ins Weihnachtsgeschäft. Laut Handelsverband Deutschland (HDE) setzten 2017 Händler insgesamt 1,7 Milliarden Euro allein am Cyber Weekend um. Für einige Händler sind die Tage aber ein teures Ärgernis. Eine Analyse der Shopping-Community Mydealz.de zeigt allerdings, dass viele Probleme hausgemacht sind. lesen

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