Uralt-Windows länger einsetzen So geht's: Windows 7 weiter nutzen

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Viele Unternehmen und Anwender nutzen aktuell noch Windows 7 für einzelne Bereiche im Netzwerk. Mit Simplix UpdatePack ist das möglich. Wir zeigen, worauf geachtet werden soll und wie sich Verantwortliche jetzt verhalten sollten.

Auch 2025 setzen Unternehmen noch Windows 7 ein – mit Updatepacks und Workarounds lässt sich das Alt-OS in Betrieb halten.(Bild:  KI-generiert)
Auch 2025 setzen Unternehmen noch Windows 7 ein – mit Updatepacks und Workarounds lässt sich das Alt-OS in Betrieb halten.
(Bild: KI-generiert)

Auch, wenn bereits der Support von Windows 10 ausgelaufen ist, setzen noch immer etwa 2,5 Prozent aller Anwender auf Windows 7. Das kann verschiedene Gründe haben, und wir wollen in diesem Beitrag nicht näher auf die Gefahren eingehen. Entschließen sich Anwender oder Unternehmer aber, weiterhin Windows 7 im Netzwerk einzusetzen, sollten einige Mindestvoraussetzungen erfüllt werden.

Über die Seite Deskmodder.de stehen aktuelle Windows 7-ISO-Dateien bereit, die zumindest mit dem Patchstand vom Oktober 2024 ausgestattet sind. Darauf aufbauend lassen sich weitere Updates installieren, auf die wir nachfolgend eingehen.

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Aktuelles Simplix UpdatePack installieren

Zu den bekanntesten Updatesammlungen von Windows 7 gehört mit Sicherheit das Simplix UpdatePack 7. Dieses steht auf Major Greeks kostenlos zur Verfügung. Hier werden auch die Updates gesammelt, die Microsoft über Extended Security Updates (ESUs) bis 2026 bereitstellt. Es ist daher durchaus sinnvoll seinen Windows 7-Rechner mit diesem UpdatePack aktuell zu halten. Natürlich setzt das Vertrauen in die Entwickler des UpdatePacks voraus.

Hilfreich ist, dass das Updatepack für nahezu jede Sprache verfügbar ist, in der auch Windows 7 zur Verfügung steht. Die Installation ist recht einfach. Es reicht aus, die Installationsdatei auszuführen. Im Rahmen der Installation wird Windows mehrfach neu gestartet. Neben der Möglichkeit die vollständige Version herunterzuladen, steht auch ein 2 MB großer-Installer bereit, der die Updates nachlädt.

0Patch installiert Micro-Patches auf Windows 7

Wir haben uns mit der Patch-Lösung 0Patch bereits im Zusammenhang mit Windows 10 auseinandergesetzt. Unternehmen oder Anwender, die auf Windows 7 setzen, können den 0Patch-Agenten genauso auf ihrem Rechner installieren wie auf Windows 10. Admins können alle angebundenen Rechner über die Webkonsole verwalten.

Wer ein kostenpflichtiges Abonnement abschließt, erhält weiterhin die Micro-Patches auch für das veraltete Windows 7. Der Ablauf ist der Gleiche wie bei Windows 10. Man muss ein zunächst kostenloses Konto bei 0Patch erstellen und installiert danach den Agent für 0Patch auf Windows 7. Nach der Anmeldung zeigt der Agent an, welche Patches fehlen und im Dashboard von 0Patch sind alle PCs zu finden, die sich am Konto angemeldet haben. Nach Abschluss des Pro- oder Enterprise-Abos werden die passenden Updates installiert.

Achtung beim Malware-Scanner

Nutzen Anwender noch Microsoft Security Essentials, also den Vorgänger von Microsoft/Windows Defender, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Seit März 2025 erhält der veraltete Malwarescanner keine Updates mehr. Es ist zwar teilweise möglich, die Updates manuell zu installieren, aber das ist sicher keine sinnvolle Dauerlösung. Im Internet finden sich Tipps zur Aktivierung von TLS 1.1/TLS 1.2. Dadurch besteht die Möglichkeit, weiterhin Updates von Microsoft Security Essentials zu beziehen.

Außerdem ist dazu ein weiteres Update notwendig, das Microsoft aber im Update-Katalog zur Verfügung stellt. Sinnvoll kann es in diesem Fall natürlich sein, besser auf einen aktuellen Malware-Scanner zu setzen, der Windows 7 noch unterstützt. Hier sollte das Aktualisieren der Definitionsdateien kein Problem sein.

Möglichst keine Netzwerk- und Internetverbindung

Generell sollte man es vermeiden Windows 7 direkt mit dem Netzwerk oder dem Internet zu verbinden. Geht es nicht anders, ist es wichtig, auch einen möglichst sicherer Browser zu verwenden. Hier bietet sich zum Beispiel Firefox ESR an. Weitere, häufig empfohlene Browser sind:

Die Browser haben den Vorteil, dass sie stabil, schnell und sicher auf Windows 7 funktionieren. Natürlich gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, wie zum Beispiel Waterfox. Allerdings läuft auch hier die Unterstützung aus.

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