Grüner geht immer So geht Nachhaltigkeit im Channel

Von Mihriban Dincel 10 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

„Der Himmel über dem Ruhrgebiet muss wieder blau werden“ – Ein Ziel von Willy Brandt von 1961, als der Umweltschutz noch nicht geboren war. Heute werden mehr Maßnahmen eingeleitet, um nicht nur einen blauen Himmel, sondern die Welt zu ­erhalten. Dazu muss jeder seinen Beitrag leisten – auch der Channel.

Eine nachhaltige Unternehmensstrategie kann bereits beim grünen Firmengebäude beginnen. (Bild:  KI-generiert / Midjourney)
Eine nachhaltige Unternehmensstrategie kann bereits beim grünen Firmengebäude beginnen.
(Bild: KI-generiert / Midjourney)

Mit seinen Worten wollte Willy Brandt damals auf die Luft- und Wasserverschmutzung aufmerksam machen. Aktuell gibt es jedoch viele weitere Gründe, um Umweltziele zu fordern und voranzutreiben. Ausgehend vom Sustainability Transformation Monitor 2024 der Bertelsmann Stiftung sind Aspekte wie der Klimawandel und seine Folgen ein großer Treiber (83,1 %). Ein blauer Himmel, Insektengebrumme, grüne Wiesen: Das sollen auch künftige Generationen erleben dürfen. Um das zu bewerkstelligen, muss jeder einzelne Verantwortung übernehmen.

Ein Blick in den Channel offenbart hier einige Positivbeispiele. Sie zeigen, wie Nachhaltigkeit in der Distribution und dem Systemhausgeschäft gelebt werden kann, aber ebenso welche Herausforderungen und Hürden damit einhergehen. Wie aufwendig ist das? Was sind konkrete Treiber? Wie sehen die zukünftigen Ziele aus? Und was springt am Ende für das eigene Unternehmen dabei raus? Während wir diesen Fragen nachgehen, bieten sich dem ein oder andere sicherlich Impulse oder Anreize, um selbst ein Stück weit grüner zu werden. Denn grüner geht einfach immer.

Begrünung, Bäume und Bienen

Ein Erfolgsmodell hat beispielsweise das Nürnberger Systemhaus MR Datentechnik mit der Initiative MR GoGreen ins Leben gerufen. Diese zielt auf die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ab und zieht einige Maßnahmen nach sich – ­darunter die Umstellung des Fuhrparks auf Elektro- und Hybrid-Antriebe, Jobrad (Fahrräder und E-Bikes für Mitarbeiter) und eine effiziente Luftfilteranlage. Mit viel Begrünung auf dem Firmengelände zeigt der Dienstleister zudem, dass Nachhaltigkeit auch Chef-­Sache ist. Denn die Pflege der grünen Oase übernimmt der Geschäftsführer Gerhard Reinhardt zum Großteil selbst. „Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Floskel bei MR Datentechnik, sondern das Herzstück unserer Unternehmensphilosophie“, betont daher Marketing-Leiter Robert Wiesner.

Mehr Grün bietet auch die Aktion ­Datagroup Forest. Die Initiative anlässlich des 40-jährigen Firmenjubiläums in Zusammenarbeit mit Forst BW im Schwarzwald möchte einen „Wald der Zukunft“ schaffen. „Mitarbeitende, Geschäftspartner, Kunden und Investoren können im Jubiläumsjahr mit guten Taten – das können zum Beispiel soziale und ökologischen Aktionen sein – Punkte sammeln, die am Schluss gegen Bäume ‚eingetauscht‘ werden“, erklärt Dr. Sabine Laukemann, Vorständin Personal, Strategie und Organisation bei Datagroup. Das Ziel ist ein Wald mit 4.000 Bäumen.

Bäume, Begrünung – optimal für die kleinen Geschöpfe der Welt, die Bienen. Knapp 550.000 der Tiere sind in den Bienenhotels der MR Datentechnik einquartiert. So gibt es nicht nur leckeren Honig, sondern beim gemeinsamen Schleudern wachsen die Mitarbeiter des Systemhauses stärker zusammen. Eine Bee2B-­Patenschaft über beeswe.love pflegt der Dienstleister CNW IT-Systeme seit 2022. „Dort arbeiten zwei Imker, welche sich rührend um unsere Bienen kümmern“, schwärmt der Geschäftsführer Dominik Maerzluft. Im letzten Jahr kam eine 4.000 qm große Blühwiese hinzu. Die fleißigen Arbeiterinnen hätten laut Maerzluft gleich mehrfach Vorteile: die positive Wirkung auf die Umwelt, die Förderung der Artenvielfalt, die Unterstützung eines Kleinunternehmens und die Sensibilisierung der eigenen Mitarbeiter. Bienenvölker beherbergt der Distributor Herweck ebenfalls. Dass zum Thema Nachhaltigkeit aber mehr als nur das Offensichtliche gehört, weiß Kevin Enders, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Herweck. Daher orientiert sich der Distributor an den Sustainable Development Goals (SDGs). Das vorrangige Ziel dabei: die kontinuierliche Bewachung und Verbesserung relevanter Prozesse. So möchte der Distributor in Zukunft unter anderem CO2-Emissionen weiter reduzieren. Ein Ziel, das weitere Systemhäuser und Distributoren anvisieren.

Solarenergie ist angesagt

Und Berechnungen der Agora Energiewende zufolge hat Deutschland seine Treibhausgasemission im letzten Jahr verringert. So waren es 2023 673 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent und damit ein Rückgang von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zwar ist knapp die Hälfte dieses Rückgangs auf kurzfristige Effekte zurückzuführen, 15 Prozent der Minderungen sind jedoch langfristig und erfolgen durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien, Effizienzsteigerungen und den Umstieg auf klimafreundliche Brennstoffe. Laut Statista nimmt die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien deutlich zu – neben der Windkraft auch die Solarenergie. So stieg der Anteil an Strom durch Photovoltaik von 10,6 Prozent in 2022 auf knapp 12 Prozent in 2023 an.

Strom wird in Deutschland immer mehr durch erneuerbare Quellen erzeugt. (Bild:  Statista)
Strom wird in Deutschland immer mehr durch erneuerbare Quellen erzeugt.
(Bild: Statista)

Mitglieder des Channel setzen ebenfalls auf Sonnenenergie. Der Value Added Distributor Komsa betreibt kleinere Solaranlagen auf den eigenen Firmengebäuden. Erst kürzlich folgte die Inbetriebnahme einer großen PV-Anlage am Standort Hartmannsdorf, die mit einer Leistung von 1,1 MWp rund 40 Prozent des Gesamtenergiebedarfs eines Jahres abdeckt, erläutert Harald Ollinger, Vice President Marketing & Communications bei Komsa. Die Anlage schafft zudem die Versorgung von 16 Ladesäulen für den zum Großteil elektrischen Fuhrpark des VADs – Tendenz steigend.

Strom zum Laden der firmeneigenen elektrischen Fahrzeuge erzeugt die Datagroup ebenfalls mit PV-Anlagen an den Standorten Leinfelden und ­Pliezhausen. Die Anlage produziert „allein am Standort in Leinfelden derzeit im Jahr rund 70 MWh“, konkretisiert Laukemann die Leistung. Zum Team „Solarenergie“ gehören zudem Herweck sowie MR Datentechnik.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Und wo noch keine Sonnenenergie genutzt wird, ist sie zumindest in Planung, wie die Ambitionen von CNW zeigen. „Unsere Ziele sind ehrgeizig“, verdeutlicht Maerzluft. Unter anderem will der Dienstleister den CO2-Fußabdruck reduzieren und plant hierfür einen Umzug in ein nachhaltigeres Gebäude mit PV-Anlage und Wärmepumpe. Eine Umstellung und Verringerung des Unternehmensfuhrparks „auf ein sinnvolles Minimum“ steht ebenfalls auf der Agenda.

CSRD-Berichtspflicht

Solche Ziele, wie sie die CNW anpeilt, sowie die Nachhaltigkeitsstrategie per se werden künftig nicht nur für unternehmensinterne Zwecke und Einblicke verwendet, sondern müssen von einigen Organisationen mit Inkrafttreten der CSRD in einem transparenten Nachhaltigkeitsbericht festgehalten werden.

Bei der Datagroup ist die Erstellung des Berichts ein laufender Prozess, um den sich fünf Mitarbeitende kümmern. Die Gruppe justiert die eigenen Ziele stetig nach und überarbeitet die eigene Strategie derzeit in Kooperation mit dem Lehrstuhl von Prof. Dr. Ebinger an der Technischen Hochschule Nürnberg. Auch Ergebnisse solcher Überarbeitungen kommen in diesen Bericht. So könne dieser neben der Selbstreflexion „als Best Practice-Beispiel und Anregung für andere dienen“, erklärt Laukemann die Vorteile. Die Dokumentation schaffe mehr Transparenz und ist „daher fester Bestandteil unserer Kommunikation – auch schon in Zeiten vor der Berichtspflicht“, verdeutlicht sie.

Bei Komsa geht man der Vorgabe selbst ohne Pflicht nach. Der Distributor nutzt den Nachhaltigkeitsbericht nach dem CSRD-­Regelwerk derzeit für einen internen Überblick. Zuvor wurde hier auf Reportings und Analysen zurückgegriffen. „Für uns persönlich hätte es die Pflicht nicht gebraucht, da wir das Thema immer schon behandeln. Aber bei anderen Unternehmen kann sie einen Umdenkprozess einleiten“, vermutet Ollinger.

Die Direktive ist mit einem zeitlichen wie personellen Aufwand verbunden. Laut Enders sei die Unterstützung aus fast allen Abteilungen des Unternehmens notwendig. „Umfangreiche Daten aus den Bereichen Personal, Vertrieb, Beschaffung, Gebäudemanagement und Fuhrpark müssen ermittelt, dokumentiert, ausgewertet und in sogenannten KPIs erfasst werden. Bei der Ausarbeitung des Berichtes sind die entsprechenden Anforderungen und Normen einzuhalten“, konkretisiert er die Komplexität. Der Nachhaltigkeitsbeauftragte ist der Auffassung, dass Nachhaltigkeit selbst ohne die Vorgaben des Gesetzgebers an Relevanz gewinnt. Von der Berichterstattungspflicht hält er dennoch viel: „Alles, was man tatsächlich einmal schwarz auf weiß dokumentiert, sich vor Augen führt und vor allem mit vielen Menschen in einem Unternehmen als Team erarbeitet und lebt, verändert etwas“. Ähnlich sehen es 67 Prozent der im Sustainability Transformation Monitor Befragten, die in den Ergebnissen des Berichts einen positiven Effekt für die Weiterentwicklung des Unternehmens erkennen.

Die Corporate Sustainability Reporting Directive im Nacken

All die Maßnahmen, das nachhaltige Engagement sowie Ziele und Strategien müssen künftig in einem Nachhaltigkeitsbericht festgehalten werden. 2022 wurde hierfür die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vom EU-Parlament veröffentlicht, die letztes Jahr in Kraft trat. Diese schreibt Organisationen einer bestimmten Größe die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts vor. Laut des Sustainablility Monitors 2024 erstellen bereits 62,5 Prozent der Befragten einen entsprechenden Bericht – ob nun separat oder al Teil des Geschäftsberichts. Die Herausforderung dabei: Zum einen die Komplexität (72,6 %), aber auch Probleme bei der Datenbeschaffung (62,1 %). Knapp 59 Prozent der Befragten gaben fehlende personelle Ressourcen als Hürde an. Dabei betrifft die Vorgabe derzeit nur Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Mitarbeitenden. Im nächsten Jahr müssen ihr dann die bilanzrechtlich großen Unternehmen nachkommen und 2026 schließlich die KMU. Ausgehend von dieser Ausweitung der Pflicht, könnte sie in den kommenden Jahren sukzessiv verschärft werden. Doch im Grunde wirkt sich die Direktive bereits jetzt auf KMU aus. In Anbetracht des Lieferkettensorgfaltspflichtgesetzes (LkSG), von dem seit 2024 Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden betroffen sind, müssen auch kleine Organisationen für ihre großen Partner Daten transparent bereitstellen. Denn die Sorgfaltspflicht erstreckt sich über die gesamte Lieferkette einer Organisation, zu der oftmals auch kleine Lieferanten und Dienstleister gehören.

Nachhaltigkeit erfordert Investitionen und Aufwand

Neben der Herausforderung eines Nachhaltigkeitsberichts, erfordert die ökologische wie soziale Transformation weiteren Investitionsaufwand. 52,2 Prozent der Teilnehmenden der Befragung schätzen diese als hoch ein, nur 11,5 Prozent als gering. Und mit Investitionen für bauliche Veränderungen oder Co. ist es noch nicht getan. „Auch Regularien, Anträge und Bürokratie sind nicht zu unterschätzen“, ergänzt Enders. Weiter gilt es die Unterstützung aller Stakeholder im Unternehmen zu gewinnen. Das sei laut Maerzluft herausfordernd. „Nicht immer passen der ökologische als auch wirtschaftliche Mehrwert direkt zusammen“, räumt er ein.

Kevin Enders, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Herweck
„Die Marktanforderungen ändern sich kontinuierlich. Ob man ihnen entspricht und mit den aktuellen Anforderungen mithalten kann, entscheidet über die Zukunft.“

Bildquelle: Herweck

Dass teilweise Überzeugungsarbeit zu leisten ist, zeigen die Maßnahmen bei Komsa. Der VAD arbeitet an der Optimierung der Logistik mit weniger Füll- und Pappmaterialien und digitalisierten Lieferscheinen. In der Vergangenheit hat der Distributor die Pakete von Herstellern zudem in andere Kartonagen umgepackt, teilweise einzeln weiterverschickt. An dieser Stelle wird nun geschraubt: „Wir versenden das Produkt weitgehend so weiter, wie wir es bekommen. Das erfordert viel Abstimmungsaufwand mit Herstellern. Die Verpackung muss so gestaltet werden, dass wir sie ohne Bedenken weiterschicken können“, erklärt Ollinger. Zusätzlich werden Sendungen häufiger gebündelt. Hier ist in einigen Fällen Abstimmungsbedarf mit den Partnern erforderlich und dabei spielen die Anforderungen der Kunden eine Rolle. „Wir liefern schnell und wir liefern schlau nachhaltig ist nicht immer kongruent miteinander. Das kongruent zu machen, schnelle Verfügbarkeit bei hoher nachhaltiger Verpackungsqualität ist herausfordernd. Es kostet Überzeugung und braucht teilweise Aufklärungsarbeit“, gesteht er. Diese Arbeit leiste der Distributor aber gerne.

Positive Auswirkungen

Obwohl die Maßnahmen mit Aufwand zusammenhängen, können sie sich positiv auf das eigene Unternehmen auswirken. So nennt Ollinger die energetische Unabhängigkeit durch die PV-Anlagen als großen Benefit, ebenso ein besseres Image. Nach dem Motto „Tue Gutes, und sprich darüber“ möchte der Distributor seit den Unternehmensanfängen der eigenen Verantwortung nachkommen, sammelt seit 1998 Regenwasser und hat seit 2005 eine Wärmerückführung. „Das ist keine Plattitüde, kein Greenwashing, sondern etwas, das wir intensiv leben“, betont Ollinger. Als großes Unternehmen habe Komsa eine Vorbildfunktion. „Was klimaschädliche Prozesse betrifft, sind wir im Logistikbereich immer auf der Bildfläche. Da müssen wir uns nichts vormachen. Aber zur Verbesserung beizutragen ist entscheidend.“

Kunden schätzen das nachhaltige Handeln ebenfalls und es entstehe eine stärkere Bindung, verrät Maerzluft. Weiter würde Mitarbeiterbindung verstärkt und Kosten durch ressourcenschonende Prozesse gesenkt.

Wenn Mitarbeiter bei diesem Thema involviert sind, ist es auch mit einem kleinen Geldbeutel kein Problem nachhaltiger zu werden.

Harald Ollinger, Vice President Marketing & Communications bei Komsa

Und nicht zuletzt werden die Bemühungen mit einem Status oder Zertifizierungen belohnt oder wie im Fall der ­Datagroup durch eine zusätzlich positive Bewertung als Arbeitgeber. „Für Mitarbeitende spielt bei der Wahl des Arbeitgebers die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens eine immer größere Rolle. Mitarbeitende möchten sich in diesem Bereich mit den Zielen und Maßnahmen des Unternehmens identifizieren“, so Laukemann. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels kann gelebte Nachhaltigkeit also von Vorteil sein.

Mit wenig Geld grüner werden

Nun stellt sich die Frage, ob „Grüner“ auch in kleinen Schritten funktioniert. Dass Nachhaltigkeit nicht nur Sache der „Großen“ ist, beweist CNW mit seinen rund 40 Mitarbeitern. Der Dienstleister analysiert den eigenen CO2-Fußabruck, leitet Schritte zur Reduzierung ein, fördert Mitarbeiteraktionen wie Baumpflanzungen oder den Cleanup Day und informiert im eigenen B2B-Blog über das Thema. Dass Nachhaltigkeit auch mit wenig Geld funktioniert, davon ist Maerzluft überzeugt. Als mögliche Maßnahmen nennt er einen reduzierten Energieverbrauch, die Förderung von Fahrgemeinschaften und Homeoffice oder die Reduzierung von Abfall durch Recycling und Wiederverwendung sowie Kooperationen mit anderen Organisationen, um Ressourcen zu teilen und zusammen größere Nachhaltigkeitsziele anzugehen. Weiträumig zu denken sei der Schlüssel. „Es ist wichtig, dass Unternehmen mit begrenztem Budget kreative Lösungen finden und Prioritäten setzen, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile bieten“, betont der ­Geschäftsführer.

Dr. Sabine Laukemann, Vorständin Personal, Strategie und Organisation bei Datagroup
„Für Mitarbeitende spielt bei der Wahl des Arbeitgebers die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens eine immer größere Rolle.“

Bildquelle: Datagroup

Ollinger rät, die Schwarmintelligenz zu nutzen. Jeder Mitarbeitende müsse abgeholt und in seinem Bereich nach Optimierungsmöglichkeiten suchen. Als Anreiz schlägt er Prämierungen vor. „Wenn die Mitarbeiter bei diesem Thema involviert werden, ist es auch mit einem kleinen Geldbeutel kein Problem, nachhaltiger zu werden.“ Wiesner ist überzeugt, dass jeder einen Beitrag leisten kann, sei es durch Mülltrennung oder Energieeffizienz. „Vor allem kleinen Unternehmen legen wir den Umweltschutz ans Herz. Nicht nur, um die Umweltauswirkungen zu minimieren, sondern auch um langfristig Kosten zu sparen“, rät er.

(ID:49973151)