Der Migrationsspezialist SNP hat auf seiner Fachkonferenz Transformation World zahlreiche erfolgreiche Migrationsprojekte vorgestellt. Alle Zeichen stehen auf Wachstum und der Umsatzanteil des Partnergeschäfts soll von 50 auf 80 Prozent steigen.
Die SNP Transformation World 2025 zog Tausende von internationalen Besuchern nach Heidelberg.
(Bild: SNP)
Die SNP Transformation World war auch 2025 gut besucht, und zahlreiche Vorträge informierten die Besucher unter anderem über die Vielfalt der Partnerprojekte. Sie überzeugten das Publikum vom Erfolgsfaktor SNP und von dessen Lösungen für SAP-Migrationen.
Auf Wachstumskurs
Das Partnernetzwerk der Heidelberger wächst auf der höchsten Ebene des Marktes: „Wir haben 17 der Top-20 Systemintegratoren als Partner gewonnen“, berichtete Lutz Lambrecht, der die Position des „Chief Partner Officer“ bei SNP bekleidet. „Dazu gehören Deloitte, Bearingpoint, Accenture und PWC.“ Nach der Startphase der Akquise von Partnern geht es jetzt um das Partner Enablement, so etwa im Presales und bei Partnerlösungen. Weitere Ziele seien die Expansion in weitere Länder in Europa, in die Amerikas und nach Indien. „Wir verzeichnen 50 Prozent Umsatzwachstum im Partner-Business gegenüber dem Vorjahr, und die dafür notwendige Skalierung ist nur über Partner möglich“, freut sich Lambrecht. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 254,8 Millionen Euro.
„Derzeit generieren unsere Partner rund 50 Prozent unseres Umsatzes, als Ziel haben wir uns 80 Prozent gesetzt“, berichtet der Partner-Management-Verantwortliche. „Wir setzen noch etwa 40 Prozent der Projekte direkt um, beispielsweise bei der BMW Group. Unser Ziel lautet daher ganz klar, unser Partnergeschäft auszubauen.“ Das Kerngeschäft bildeten wie gewohnt Fusionen und Zukäufe bzw. Carve-outs, doch die Migration auf SAP S/4HANA nehme an Bedeutung zu.
Neue Themen seien Application Management Service (AMS), Datenherkunft-Services, denn die Datenqualität sei sehr wichtig für KI-Modelle. „Ein KI-Modell muss auf unstrukturierte Daten zugreifen, die zunächst bereinigt und mit Metadaten angereichert werden müssen, um in SAP verwendet werden zu können.“ SNP setzt selbst auf KI (siehe unten): Die auf der neuen Plattform Kyano basierte Technologie wird schon bei der Projektplanung eingesetzt. „Bei der regelmäßigen monatlichen Datenanalyse durch SNP werden der Datenbestand des Unternehmens und dessen Agilität im Hinblick auf aktuelle KPIs ermittelt“, berichtet Lambrecht. Die Agility Assessment Software verfügt über 80 KPIs und erzeugt eine Art Heatmap der Business Objects und Nutzungsmuster, um die Cloud Readiness zu beurteilen. „Die KI liefert eine Empfehlung, was noch bis zum Projektstart zu tun ist.“ Das sei besonders wichtig bei Fusionen und Zukäufen.
Neutrale Position
Bekanntlich wurde SNP im April 2025 von der Investorengesellschaft Carlyle übernommen, „die an 275 Unternehmen beteiligt ist, was einer Investition von rund 500 Milliarden US-Dollar entspricht.“ Daraus könnten sich Synergieeffekte zwischen Unternehmen im Carlyle-Portfolio ergeben, hofft Lambrecht. Im Unterschied zu Mitbewerbern wie Syniti, das vom Systemintegrator Capgemini erworben wurde, stelle Carlyle keinen Konkurrenten zu den Partnern dar. „Aus diesem Grund kann SNP weiter neutral gegenüber seinen Partnern auftreten, gleichzeitig aber in alle Regionen und in alle Branchen skalieren“, betonte Lambrecht.
Innovationen
Im vergangenen Jahr stellte SNP seine neue Plattform Kyano vor. Tara von Metzen, Head of Products & Innovation bei SNP, erklärt den entscheidenden Vorteil von Kyano: „Während CrystalBridge für die Migration von Daten und Datenmodellen von SAP zu SAP gedacht ist, umfasst Kyano auch Funktionen für die Migration von Non-SAP-Daten, etwa aus Oracle oder JD Edwards“. Die vorrangigen Zielsysteme seien inzwischen S/4HANA, das Programm „RISE with SAP“ und die Public Cloud.
Tara von Metzen ist Head of Products & Innovation bei SNP.
(Bild: SNP)
„Wir befinden uns selbst mit RISE with SAP für die Migration auf S/4HANA auf dem Weg in die Public Cloud“, berichtet von Metzen. „Das ist eine Business-Entscheidung.“ Der Zweck dieser hausinternen Transformation sei zum einen die Standardisierung, zum anderen sei die Infrastructure as a Service günstiger, und zu guter Letzt erleichtere sie die Bereitstellung historischer Daten, etwa für die Auswertung. „Diese Analysen können wir gegenüber Kunden und Partnern verwenden.“
Bluefield ist der Schlüssel
SNP bietet bei der Migration nach S/4HANA sämtliche Schattierungen zwischen Brown- und Greenfield an und hat den Bluefield-Ansatz entwickelt. „Als effektive und hybride Herangehensweise kombiniert Bluefield die Vorteile von Greenfield und Brownfield“, erläutert von Metzen. „Weit über 10.000 Projekte wurden bereits mit dem Bluefield-Ansatz erfolgreich umgesetzt.“ Ein SNP-Blogbeitrag erklärt Unterschiede und Vorteile jedes der drei Migrationsansätze und begründet, warum SNP auf Bluefield setzt.
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Für die Migration in die S4/HANA Public Cloud nutzt SNP in seinen Projekten das SAP Migration Cockpit. „Um Non-SAP-Daten zu unterstützen, werden wir jedoch im dritten Quartal 2025 unser neues Produkt ‚Kyano Crossway‘ allgemein verfügbar machen“, so die Produktchefin. „Crossway ist eine Co-Innovation mit dem US-Unternehmen Northrop Grumman und befindet sich in der Betaphase. Wir migrieren alle unsere On-Premises-Funktionstools auf Cloud-native-Standards, also neben Kyano und Crossway auch den ‚Orchestrator‘: Das ist die Cloud-Version von ‚Mission Control‘ in CrystalBridge.“ Die Cloud-Migration gelte auch für SNPs Decommission Software. Sie soll im September 2025 allgemein verfügbar werden.
Einstieg in KI
SNP entwickelt für seine Kunden zudem neue Datenprodukte für SAP und darüber hinaus. „Wir wollen beispielsweise unseren eigenen Knowledge Graph für SAP- und Non-SAP-Daten entwickeln, denn der Knowledge Graph von SAP nutzt ausschließlich SAP-Daten“, erklärt von Metzen. „In Kollaboration mit SAP erzeugen wir aus unstrukturierten Daten Metadaten und führen sie mit strukturierten Daten in der SAP Business Data Cloud (BDC) zusammen.“
Der Knowledge Graph sei eine der Voraussetzungen für die wertschöpfende Nutzung von KI: „KI wiederum ist ein Treiber für neue Projekte, denn die Technologie kann die Produktivität erhöhen und zur Anreicherung und Erweiterung von Daten und Datenquellen eingesetzt werden. Unterstützt von einem Kyano-Agenten ermöglicht Crossway die Migration von Daten aus Non-SAP-Systemen in SAP und ersetzt manuelle Workarounds durch einen strukturierten Prozess, der über Systeme, Projekte und Einheiten hinweg replizierbar ist. Ganz gleich, ob man von Costpoint, Navision oder einem anderen Nicht-SAP-System umsteigt.“
SNPs Kunden sind unter anderem Pfizer, DHL, die BMW Group, PepsiCo und viele andere. SNP Partner bauen – unter Nutzung der SNP-Plattform – ihre eigene Transformation-Factory. Ein strategischer Partner ist beispielsweise IBM mit seiner Transformation Suite und seiner KI-Plattform watsonx. Weiterhin gehören dazu Accenture, Deloitte und PwC. Die Innovationschefin blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Durch die Beteiligung des Finanzinvestors Carlyle seit April 2025 verfügen wir über genügend Kapital für die beschleunigte Entwicklung von Innovationen.“ Und damit könnte SNP in der Lage sein, mit dem Tempo an Innovation, das SAP kürzlich auf seinen Anwenderkonferenzen in Orlando und Madrid vorgelegt hat, mitzuhalten.
Schwerpunkt Migration in die SAP Public Cloud
Erstmals widmete sich ein eigener Thementrack der Transformation in die SAP Public Cloud. Das Publikum erhielt Einblicke in aktuelle Umfrageergebnisse zur angestrebten Cloud-Ziellandschaft der SAP-Kunden sowie ein strategisches Update zur SAP Cloud Business Suite. Erfahrungsberichte von Adobe, Northrop Grumman, BMW, Carlsberg und anderen SNP-Kunden veranschaulichten den Weg und die zu meisternden Hürden in die Public Cloud – und die Vorteile bei deren Nutzung. Abgerundet wurde der Track durch eine Podiumsdiskussion mit Erkenntnissen hinsichtlich der Weiterentwicklung der eigenen Cloud-Strategie.
Im Fokus standen Schlüsselthemen wie RISE with SAP, erfolgreiche SAP S/4HANA-Migrationen, Application Lifecycle Management (ALM), nahtlose Cloud-Integration, der Einsatz von KI mit SAP Joule sowie innovative Transformationsstrategien für unterschiedlichste Branchen.
Vor allem die Kundenvorträge namhafter Unternehmen stießen wie erwartet auf großes Interesse. So haben beispielsweise Adobe, PepsiCo und Pfizer ihre Strategien für Near-Zero-Downtime-Migrationen und den Umgang mit immensen Datenmengen präsentiert. BMW, DHL und E.ON zeigten auf, wie sie mithilfe der SNP Migration Factory den Aufbau interner Expertise vorantreiben und mehrjährige Transformationsprogramme erfolgreich umsetzen. Ein gutes Beispiel für Co-Innovation: „Zusammen mit E.ON entwickelten wir unsere Funktion ‚Minimal Downtime to Target‘ (MDT)“, erzählte Tara von Metzen.