Anbieter zum Thema
Fokussierung auf ausgewählte Produktbereiche
Bei allen Ambitionen, mit Logistik- und Serviceleistungen auch Märkte jenseits der IT zu erschließen, will das Unternehmen aber die Wurzeln im IT-Großhandel nicht vernachlässigen, wie Siewert stets betont. Dort verfolgen die Bergheimer ihren Ansatz einer fokussierten Distribution. Neben dem Komponentenhandel, mit dem sie ursprünglich begannen, konzentrieren sie sich inzwischen auf ausgewählte Produktbereiche wie Storage und Enterprise Solutions, Devices rund um Mobile Computing und das Imaging-Segment.
In diesen Bereichen strebt Siewert & Kau ein möglichst vollständiges Portfolio mit allen relevanten Herstellern an. So schloss der Distributor im zweiten Quartal dieses Jahres neue Verträge mit Samsung und Philips über den Vertrieb von Displays.
Bei Imaging-Produkten ging die Strategie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 voll auf. Dort steigerte der Distributor den Umsatz um gut 20 Prozent, obwohl der Gesamtmarkt zurückging. Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Unternehmen in diesem Segment sogar einen Zuwachs von mehr als 40 Prozent an.
Tiefes Know-how
Was die Breite des Sortiments angeht, versucht Siewert & Kau gar nicht erst, mit den Broadlinern zu konkurrieren. Stattdessen setzt der Mittelständler auf das tiefere Know-how seiner Mitarbeiter, das sich aus der Fokussierung auf ein klar definiertes Portfolio ergibt. Wer „alles für alle anbietet“ wie die Broadliner, der kann nach Überzeugung Siewerts „nicht überall gleich gut sein“.
Einen weiteren Vorteil ihres Ansatzes sehen die Rheinländer im direkten Draht zu den Marktbeteiligten, der wiederum kurze Entscheidungswege und Reaktionszeiten ermöglicht, wie Siewert darlegt. Bildlich gesprochen, sei der Distributor „die ‚Fastlane‘ zwischen Hersteller und Händler, während es sich auf der ‚Broadline-Autobahn‘ staut“.
Dedizierte Teams
Immer mehr an Bedeutung gewinnt bei Siewert & Kau das Lösungsgeschäft. In den einzelnen Produktbereichen setzt der Großhändler zunehmend auf Themen wie Digital Signage, Education, Lichtsteuerung (siehe „Ergänzendes zum Thema“) oder Videoüberwachung, die allesamt besondere Lösungskompetenz bei Fachhändlern voraussetzen. Um die Partner gezielter unterstützen zu können, plant Siewert, dedizierte Teams für alle vertikalen Themen aufzubauen. Diese Strategie möchte er im kommenden Jahr forcieren.
Zugleich feilt der Distributor weiter am Portfolio, um dem Handel geeignete Produkte für diese Themen anbieten zu können. Erst im Oktober zeichnete er einen Vertrag mit der Samsung-Sparte Techwin, die IP-Kameras, Monitore und andere Sicherheitsprodukte für den privaten und gewerblichen Bereich herstellt. „Der Bedarf an Überwachungslösungen steigt kontinuierlich an, und die Einsatzszenarien werden gerade im Home- und im SMB-Markt immer komplexer“, kommentiert Andreas Müller, Manager Einkauf bei Siewert & Kau, die Vereinbarung.
Wie sich die Partnerschaft der Bergheimer mit Dell entwickelt hat, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
(ID:43020387)