Vom It-Girl zum IT-Girl Sexy und billig: Redcoon setzt auf Gina-Lisa Lohfink und Co.

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Was die MSH-Gruppe für Media Markt und Saturn bereits relativiert hat, gilt für die Online-Tochter Redcoon jetzt umso mehr: Man setzt auf „Sex sells“ und ein Image als Billiganbieter.

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Redcoon macht die It-Girls Gina-Lisa Lohfink, Micaela Schäfer, Jordan Carver und Sandra Lang zu IT-Girls.
Redcoon macht die It-Girls Gina-Lisa Lohfink, Micaela Schäfer, Jordan Carver und Sandra Lang zu IT-Girls.
(Bild: Redcoon)

Die Redewendung „Sex sells“ bringt zum Ausdruck, dass Werbekampagnen, die Produkte in einem sexuellen Kontext präsentieren, häufig besonders erfolgreich laufen. Der in zehn Ländern aktive Amazon-Konkurrent Redcoon setzt nun auf genau dieses Erfolgsmodell und kokettiert sogar noch damit. Sexy und billig – das sind die Eigenschaften, mit denen man sich in der neuen Image-Kampagne auch ein Stück weit selbstironisch präsentiert. Dafür wurden die vier mehr oder weniger berühmten It-Girls Gina-Lisa Lohfink, Micaela Schäfer, Jordan Carver und Sandra Lang eingespannt.

Mega-Kampagne

Neben Online- und Youtube-Werbung sind über 2.000 TV-Spots unter anderem auf Pro7, RTL, VOX, RTL2 und N-TV geplant. Daneben werden auch Social-Media-Kanäle wie Facebook und Twitter stark in den Medien-Mix eingebunden.

Das Setting

In den Spots wohnen die vier It-Girls zusammen in einer Luxus-Villa-Wohngemeinschaft, hantieren freizügig am Pool mit Tablets und Smartphones und übertrumpfen sich gegenseitig darin, so „billig wie möglich“ zu wirken. Der Claim der Kampagne lautet: „So viel billig gab’s noch nie!“

Der MSH-Hintergrund

Nach der Genehmigung durch die Kartellbehörden wurde Redcoon im Sommer vergangenen Jahres zu einem Mitglied der Media-Saturn Unternehmensgruppe, die insbesondere für Media Markt und Saturn bekannt sind. MSH (Media Saturn Holding) hat bereits eine Zeitlang einen ähnlichem Fokus auf das Billig-Image erfolgreich für die beiden Retail-Größen vorgelebt: „Geiz ist geil!“, „Ich bin doch nicht blöd” – die Slogans waren stets eingängig und bleiben im Gedächtnis. Trotzdem wollte man das Billig-Thema bei MSH nicht überreizen und hat vor über einem Jahr „das Ende des Preis-Irrsinns“ ausgelobt. Einfach nur „billig“ wollten die Ingolstädter nicht mehr sein, weil das auch vielen Kunden zu wenig sein könnte. Allerdings torpedierte ein Korruptionsskandal den geplanten Imagewechsel zeitlich ungünstig. Beim reinen Onliner Redcoon scheint man bei MSH weniger Probleme mit einem fokussierten Billig-Image zu haben. □

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