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Compliance-Richtlinien
Es gibt 25.000 Compliance-Richtlinien weltweit, doch inwiefern werden diese auch in Unternehmen umgesetzt, wenn bisher mit keinen Konsequenzen zu rechnen war? „Es ist jedem Unternehmer klar, dass er für die Sicherheit etwas tun müsste, doch die Philosophien gehen dahin: Solange nichts passiert, muss ich auch nicht unbedingt reagieren“, schätzt Peter Schill, Sales Director Enterprise Security von Aladdin, die Lage ein. Auch Freitag sieht, dass beim Endkunden ein Sicherheitsbewusstsein da ist: „Unsere Aufgabe ist es, den Kunden zu zeigen, wo die beiden Stellen sind, an denen der Know-how-Verlust stattfindet. Das sind zum einen die komplette Infrastruktur intern und zum anderen die mobilen Geräte, die extern zum Einsatz kommen.“ Gramse ist davon überzeugt, dass der Fachhändler gefragt sein wird, wenn zum ersten Mal einem Unternehmen Schaden entstanden ist, weil es sich nicht an Compliance-Richtlinien gehalten hat.
„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einige Systemhäuser Regularien entsprechend verwenden, so dass vernünftige Richtlinien und eine Compliance dabei heraus kommt“, so Volker Strecke, Senior Manager von Computerlinks. Bernd Bilek, System Engeneer bei Symantec, entgegnet: „Letztendlich geht es um Risiko-Management, denn Unternehmen wägen ab, was weniger kostet. Es kann günstiger sein, nichts in Security zu investieren, weil man durch eine Versicherung ausreichend abgedeckt ist.“
„Wenn ich zu einer Bank gehe und Kriterien nicht erfülle, bekomme ich keinen Kredit, beispielsweise für ein Auto“, sagt Ingolf Hahn, Geschäftsführer bei Entrada. Rolf Wensing aus dem Partner-Management von Reddoxx stimmt zu und ergänzt: „Wenn Kriterien nicht erfüllt werden, muss angefangen werden, diese aufzuholen. Im Security-Bereich können dies Compliance-Aspekte sein.“
Es entsteht der Eindruck, dass Security nicht mit dem nötigen Ernst betrachtet wird, solange Firmen nicht betroffen sind. Dem Thema fehlt aber auch Aufmerksamkeit. „Dem Security-Markt fehlt ein Hype-Wort, wie es Green IT ist“, so Wölpert.
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