Managed Services SD-WAN liegt bei Systemhäusern im Trend

Autor: Melanie Staudacher

Cancom, Axians und Controlware springen auf den SD-WAN-Trend auf und bieten die Technologie neuerdings als Managed Service mit flexiblen Pay-per-use-Modellen an. Damit sollen Unternehmen sofort und ohne Investitionshürden das Wide Area Network nutzen können.

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Alexander Ernst, Director Network and Communication bei Cancom
Alexander Ernst, Director Network and Communication bei Cancom
(Bild: Copyright 2019 fotoSchredl GbR Mering)

„Wer bislang ein intelligentes, softwaregesteuertes SD-WAN-Netz nutzen wollte, musste zunächst in Vorleistung gehen und die erforderliche Hardware anschaffen“, sagt Alexander Ernst, Director Network and Communication bei Cancom. Mit SD-WAN as a Service soll diese Investitionshürde wegfallen. Das Systemhaus stellt den Kunden die notwendigen Komponenten für ein WAN-Design wie Router oder Switches bereit. Somit können Unternehmen auch kurzfristig das Weitverkehrsnetz nutzen. Das Netz lässt sich an veränderte Anforderungen wie neue Standorte oder weitere Nutzer anpassen.

Während der Netzwerkverkehr beim klassischen WAN über ein zentrales Rechenzentrum geleitet wird, soll SD-WAN as a Service den Datenaustausch zwischen verschiedenen Standorten ohne Umwege ermöglichen. Dafür arbeitet Cancom mit dem Netzwerk-Spezialisten Cisco zusammen. Der stellt die Plattform für den Service bereit. „Möglich ist auch die direkte Kommunikation mit der Public Cloud über einen virtuellen SD-WAN Router, beispielsweise für IaaS- oder SaaS-Angebote. Das Kundennetz wird damit praktisch bis zur Public Cloud erweitert“, erläutert Ernst. Auch die Anbindung unterschiedlicher Cloud-Lösungen ist möglich. Den Endkunden stehen außerdem Zugangstechnologien wie xDSL, DarkFiber und Ethernet sowie funkbasierte Lösungen wie Richtfunk, LTE 4G oder bald auch 5G zur Verfügung.

Pay-per-use

Auch das französische Systemhaus Axians bietet Kunden den Betrieb von LAN, WLAN und SD-WAN als Abonnementmodell an. Für LAN- und WLAN-Betrieb rechnet der Anbieter mit Pay-per-access über die Laufzeit ab und für SD-WAN mit Pay-per-use auf Basis des Datendurchsatzes.

Die Umsetzung erfolgt bei Axians in vier Schritten:

  • Design: Die Experten standardisieren die Netzwerkumgebung auf der Grundlage von Best Practices und den Anforderungen des Unternehmens.
  • Build: Die entwickelten Profile werden in technische und funktionale Standards umgesetzt. Die Migration erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der technischen Fachabteilung.
  • Go-live: Die Geräte werden ausgetauscht, das Design getestet und die neue Infrastruktur aktiviert. Nach dieser Migration kann das Unternehmen das neue Netzwerk nutzen.
  • Service: Axians verwaltet das Netzwerk je nach SLA rund um die Uhr.

Seit Dezember 2020 arbeitet zudem Controlware mit Aryaka zusammen. Der Anbieter hat sich auf Technologien und Services zu SD-WAN spezialisiert, die Controlware in das Portfolio aufgenommen hat. Auch hier profitieren die Nutzer von dem Pay-per-use-Modell und müssen keine langjährigen Verpflichtungen eingehen.

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 Melanie Staudacher

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Volontärin, Vogel IT-Medien GmbH