Es führt kein Weg vorbei Schneider macht das RZ nachhaltig

Von Dr. Dietmar Müller 4 min Lesedauer

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Die Secure Power Division von Schneider Electric offeriert Channel-Partnern umweltbewusste Lösungen, die über das Rechenzentrum hinausgehen. Nur so können Betreiber den steigenden rechtlichen Anforderungen gerecht werden.

Vincent Barro, Vice-President Datacenter & Secure Power und Board Member DACH bei Schneider Electric  (Bild:  Schneider Electric)
Vincent Barro, Vice-President Datacenter & Secure Power und Board Member DACH bei Schneider Electric
(Bild: Schneider Electric)

Schneider Electric verfügt über ein ausgedehntes Portfolio an nachhaltigen Rechenzentrumslösungen. Das Angebot umfasst ein- und dreiphasige USV-Anlagen, Cooling-Lösungen für klassische Doppelböden oder auch Seitenkühler sowie Stromverteilungs- und Rack-Systeme. Schneiders RZ-Infrastrukturlösungen decken damit die gesamte Bandbreite der IT ab, vom Server-Raum über Edge-Umgebungen und kleine Data Center bis hin zu mittelgroßen und großen Rechenzentren.

„Ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal in Sachen Nachhaltigkeit ist auch unser Green-Premium-Programm. Besonders im Bereich Medium USV, Cooling, Racks und PDU für Edge-Umgebungen setzen wir auf nachhaltige Lösungen“, erklärt Vincent Barro, Vice-President Datacenter & Secure Power und Board Member DACH bei Schneider Electric. Das Engagement für Umweltfreundlichkeit gehe Hand in Hand mit einem Fokus auf kreislaufwirtschaftliche Prozesse und der Nutzung von erneuerbaren Energien.

Das können allerdings viele Firmen von sich behaupten. Schneider Electric verfügt jedoch über eine Secure Power Division, die Channel-Partnern Lösungen anbietet, die über das Rechenzentrum (RZ) sogar noch hinausgehen: „Von der Mittelspannungsanlage über die Gebäudetechnik bis hin zur Integration erneuerbarer Energien erhalten unsere Kunden so eine Komplettlösung aus einer Hand“, sagt Barro. So würden Schnittstellenprobleme vermieden und Verantwortlichkeiten von Anfang an klar geregelt.

Besonders für den IT-Channel interessant sei aber der Servicebereich: Partner werden von einem Team aus IT-Spezialisten und Außendiensttechnikern unterstützt. „Wir wollen unseren Kunden nicht nur Produkte liefern, sondern eine kontinuierliche Betreuung über den gesamten Lebenszyklus eines Rechenzentrums sicherstellen“, erläutert Barro weiter. Man könne hier mit schnellen Reaktionszeiten, kontinuierlicher Fernüberwachung und lokaler Präsenz punkten.

Rechtlichen Rahmenbedingungen zwingen zu Investitionen

Auf Anbieter wie Schneider wartet eine „gemähte Wiese“, also viel Geld, denn die Betreiber von Rechenzentren kommen gar nicht umhin, nachhaltige Lösungen einzuführen: Seit 2020 gilt das Gebäudeenergiegesetz, seit diesem Jahr das Energieeffizienzgesetz und die Reform der Energieeffizienzrichtlinie (erstmals verabschiedet am 20. September 2023) steht ebenfalls ins Haus: „Hintergrund der neuen Richtlinien ist die Verpflichtung der EU und ihrer Mitgliedstaaten, bis 2050 klimaneutral zu werden und bis 2030 die Netto-Treibhausgas-Emissionen um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken“, so der Vizepräsident. „Die EED-Reform zielt dabei darauf ab, den Endenergieverbrauch in der EU bis 2030 um 11,7 Prozent gegenüber den Prognosen für 2020 zu verbessern.“

Das bedeute im Endeffekt, dass die Mitgliedstaaten bis 2030 durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr einsparen mussten, der öffentliche Sektor sogar 1,9 Prozent. Die neuen Vorgaben seien ein weiterer, ja, ein unumgänglicher „Anreiz“ für die Betreiber von Rechenzentren, ihre Energieeffizienz zu maximieren und moderne Rechenzentrumslösungen zu implementieren.

Erfolgreiche Projekte aus dem vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr hat Schneider einige interessante RZ-Projekte mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit im DACH-Raum realisiert. Barro verzeichnet nach eigenen Angaben „insgesamt ein sehr gutes Wachstum“ in diesem Bereich: „Auch wenn wir keine Projektdetails nennen können, zeichnet sich insgesamt ein klarer Trend im RZ-Markt ab. So sind unter anderem die Projektgrößen in Deutschland deutlich gestiegen. Darüber hinaus spielen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit aufgrund der Größenentwicklung weiterhin eine herausragende Rolle im Rechenzentrums-Projektgeschäft.“

Schneider konzentriere sich dabei nicht nur auf Channel-Partner mit Großprojekten, sondern auch auf den SMB-Markt, in dem viele kleinere Partner eine entscheidende Rolle spielten. „Wir sind fest davon überzeugt, dass unser Erfolg zum großen Teil auf einem starken IT-Channel basiert. Unser Ökosystem aus Schulungen, persönlicher Betreuung und Programmen wie ‚Power for your Business‘ unterstützt unsere Channel-Partner dabei auf allen Ebenen.

KI mischt die Branche auf

Natürlich hinterlässt die Künstliche Intelligenz (KI) auch im Bereich der Nachhaltigkeit seine Spuren. Eines der zentralen Themen der Branche sei sicherlich die Integration von KI-Workloads in bestehende IT-Infrastrukturen, „sowohl aus Sicht der technischen Machbarkeit als auch aus Sicht einer nachhaltigen IT“, so Barro. KI-gestützte Systeme und Algorithmen hätten im vergangenen Jahr rasant Einzug in verschiedenste Unternehmensbereiche wie Automatisierung, Predictive Analytics und intelligente Entscheidungsfindung gehalten.

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„Die Relevanz nachhaltiger KI wird auch durch aktuelle Studien und Analysen belegt. So etwa durch den aktuellen Bericht ‚Electricity 2024‘ der Internationalen Energieagentur (IEA). Darin geht die IEA davon aus, dass sich der Stromverbrauch von Rechenzentren aufgrund der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung, Künstlicher Intelligenz und Kryptowährungen bis 2026 verdoppeln wird. Auch vor diesem Hintergrund ist es für Rechenzentrumsbetreiber von entscheidender Bedeutung, die Verbesserung der Energieeffizienz weiterhin engagiert und verantwortungsvoll voranzutreiben.“

Monitoring, um Einsparungspotentiale aufzuspüren

Der Schuh der Betreiber drücke ganz aktuelle in Bezug auf den effizienten Betrieb von schnell skalierbaren Infrastrukturen und „natürlich“ das Thema Edge. Gerade im Edge-Umfeld sei viel passiert, aus dem Trendthema habe sich ein attraktiver Lösungsmarkt entwickelt, von dem auch viele Partner profitierten. „Dennoch bleibt es eine Herausforderung, dezentrale IT-Architekturen wie Edge-Cloud-Umgebungen effizient, sicher und nachhaltig zu betreiben“, so Barro.

Doch ihm ist nicht bange: „Dank unserer Serviceorientierung mit einem starken Field Service Team können wir unsere Partner aus dem Channel hier sehr gut unterstützen. Zum einen durch interessante Trainings und Zertifizierungen, zum anderen durch die passenden Technologien wie unsere IT-Monitoring-Lösung EcoStruxure IT, ein umfassendes Service-Netzwerk und eine breite Auswahl an IT-Service-Optionen für unsere Partner und deren Kunden, auch zum Thema Nachhaltigkeit.“

Barro ist nur einer von vielen Mitwirkenden an unserem neuen Channel Focus „Power & Cooling“, in dem insbesondere und ausführlich die Bereiche Stromversorgung und Kühlung angesprochen werden. Erfahren Sie, wie Partner und Serviceprovider im IT-Markt und der Rechenzentrums-Branche 2024 auf die neuen rechtlichen Vorgaben reagieren können.

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