Die Cloud etabliert sich immer mehr als der Ort, an dem sämtliche Unternehmensdaten bearbeitet und gespeichert werden. Dennoch sollte niemand dem Trugschluss erliegen, dass die Betreiber auch automatisch für einen umfänglichen Datenschutz zuständig sind.
Verschlüsselungs-Gateways legen unabhängig vom Cloudanbieter oder der Cloud-Anwendung einen Schutzmantel um die Daten.
(Bild: Ar_TH - stock.adobe.com)
Cloud-Anbieter sind bekanntermaßen für den Betrieb der Infrastruktur und für deren Sicherheit verantwortlich, jedoch nicht für die Sicherheit der Daten ihrer Kunden. Bestenfalls schützen sie die Daten mit entsprechenden zusätzlichen Serviceverträgen, sobald diese bei ihnen vor Ort gespeichert werden. Der Gesetzgeber nimmt deshalb die Unternehmen in die Pflicht, sich selbst um ihre Datensicherheit zu kümmern. Regelmäßig werden Richtlinien und Vorgaben erlassen, die helfen sollen, sensible Daten, – beispielsweise Personendaten – vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Um die Notwendigkeit dieser Regularien zu unterstreichen, wurden die entsprechenden Kontrollen verstärkt und massive Strafen für Zuwider-Handeln festgelegt, beispielsweise in den neuen EU-Regeln zur Geschäftsführerhaftung. Erschwerend kommt hinzu, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Zwar bieten viele SaaS-Anbieter heute eigene Verschlüsselungsfunktionen an, in der Haftung aber ist und bleibt der Kunde. Umso wichtiger ist es, dass die verantwortlichen IT-Leiter, Administratoren und Datenschützer nach praktikablen Lösungen suchen.
Es gibt immer eine passende Lösung – man muss sie nur finden
Doch es gibt unterschiedliche Auffassungen darüber, wie sich der Schutz von Daten in der Cloud am besten umsetzen lässt. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass eine Verschlüsselung der Daten im Sinne einer datenzentrischen Sicherheit den zuverlässigsten Schutz bietet. Sie sorgt dafür, dass selbst im Falle einer Datenschutzverletzung, niemand etwas mit den Daten anfangen kann. Wer zudem idealerweise über ein solides und sicheres Backup-Konzept verfügt, dem können selbst moderne, ChatGPT-getriebene Hacks nichts anhaben.
Laut KuppingerCole sind derzeit diverse Verschlüsselungslösungen für Cloud-Daten auf dem Markt. Nach Einschätzung der Analysten setzen allerdings nur wenige den von der DSGVO geforderten Grundsatz "Privacy by Design" vollständig um und stellen sicher, dass ausschließlich derjenige, der seine Daten in der Cloud speichert, die Kontrolle über deren Verschlüsselung hat. Aber selbst wenn Unternehmen mit einer klassischen End-to-End-Verschlüsselung arbeiten, kann das problematisch sein – nicht aus Sicherheits- sondern aus Performance-Gründen. KuppingerCole moniert, dass bei vielen Anbietern Funktionen wie das Suchen, Filtern, Analysieren und Reporten durchaus eingeschränkt sein können. Auch wenn homomorphe Verschlüsselungsmethoden, die theoretisch derartige Operationen direkt auf verschlüsselten Informationen ermöglichen, sind sie oft ein Kompromiss zwischen einer abgeschwächten Verschlüsselung und eingeschränkten Funktionen. Aber es gibt auch hochwertige Verschlüsselungslösungen, die sowohl sicher als auch performant sind.
Tarnkappe für Unternehmensdaten
Der Ansatz dieser Verschlüsselungstechnologien ist ein anderer – er liegt in der Simplifizierung. Diese Lösungen, beispielsweise das Eperi Gateway, legen schlicht und ergreifend einen Schutzmantel um die Daten. Und zwar wird dieser Schutzmantel unabhängig vom Cloud-Anbieter oder der Cloud-Anwendung unmittelbar um die Daten aufgebaut. Die selektive Verschlüsselung der kritischen Daten erfolgt noch bevor diese ins Internet und in die Cloud gelangen. Dieser Ansatz löst das Problem gleichermaßen einfach und elegant. In der heutigen datengesteuerten digitalen Welt ist es unerlässlich, einen solchen datenzentrierten Ansatz für die IT-Sicherheit zu wählen, bei dem sensible Informationen das Unternehmen nur in verschlüsselter Form verlassen.
Diese Verschlüsselung geschieht für den Anwender unsichtbar im Datenstrom und funktioniert unabhängig von der Cloud-Infrastruktur oder der zu schützenden Cloud-Anwendung – entweder im Unternehmen, in der Cloud oder gehostet von einem Partner. Als Netzwerkkomponente erfordert es keine aufwändigen Installationen auf Client- oder Serverseite. Außerdem bleiben beim Einsatz in SaaS-Anwendungen alle wichtigen Funktionen wie Suchen oder Sortieren performant erhalten. Üblicherweise wird das Eperi Gateway als Netzwerk Proxy eingesetzt und arbeitet damit völlig transparent mit den gängigen Cloud-Diensten, Datenbankanwendungen und Dateispeichern. Grundlage des Gateways ist eine Template-Architektur. Diese steuert, welche Datenfelder verschlüsselt, tokenisiert oder im Klartext belassen werden. Unterstützt werden beliebige Cloud-Anwendungen, sogar Eigenentwicklungen.
Stand: 08.12.2025
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Durch den Einsatz eines solchen Gateways werden nicht nur die Datenschutzrichtlinien für die Nutzung der Cloud eingehalten, sondern auch der Stand der Technik angewandt, der beispielsweise im Geschäftsgeheimnis Schutzgesetz (GeschGehG), in Cyberversicherungen oder der D&O Versicherung gefordert wird. Datenschutz und Privatsphäre in der Cloud könnten nicht nur einfach sein, sondern sind es bereits.
Über den Autor: Elmar Eperiesi-Beck ist CEO von Eperi.