Verein für Vertragshändler als Interessensvertretung Sage-Händler wollen mitreden

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Neue Provisionsregelungen und ein neues Ticket-System bei Supportangelegenheiten, die der Software-Anbieter Sage eingeführt hat, stoßen bei Partnern auf Widerstand. Vereinsmäßig organisiert wollen sich Sage-Vertragshändler gegenseitig helfen und mehr Mitspracherechte einfordern. Sage will den Verein als Dialog-Plattform nutzen.

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Vereinsvorstände in der ersten Reihe (v.l.n.r.): Sascha Breithecker, Goran Ringeling, Alexander Holy, Esmail Akbari, Uwe Kus, Matthias Fedke und Christian König.
Vereinsvorstände in der ersten Reihe (v.l.n.r.): Sascha Breithecker, Goran Ringeling, Alexander Holy, Esmail Akbari, Uwe Kus, Matthias Fedke und Christian König.

Es gibt Widerstand gegen die geplanten Änderungen, die der Software-Hersteller Sage gegenüber seinen Vertragshändlern durchsetzen will. Der Verein „Business Partner Mittelstandssoftware“ will eine Plattform sein, die im Dialog mit Sage die Händlerinteressen vertritt (siehe Kasten).

Zwei Punkte brennen den organisierten Sage-Händlern derzeit besonders auf den Nägeln: neue Provisionsregelungen und Änderungen in Sachen Support.

Mehr Marge machen

Seit Anfang Oktober ist das neue „Leo“-System in Kraft. Leo steht für „Leistungs- und erfolgsorientiertes Margenmodell“ und regelt den Status und die Provision der Händler.

Dieses neue Punktesystem gilt seit fast zwei Monaten. „Viele Händler werden dadurch mindestens sieben Prozentpunkte ihrer Provision verlieren“, sagt Esmail Akbari, der erste Vorsitzende des Vereins.

Der 1. Vorsitzender des Vereins Business Partner Mittelstandssoftware ist Esmail Akbari, Geschäftsführer bei Computer-L.A.N. in Fulda.
Der 1. Vorsitzender des Vereins Business Partner Mittelstandssoftware ist Esmail Akbari, Geschäftsführer bei Computer-L.A.N. in Fulda.

Auch im Hinblick auf den Status der Händler führen die Änderungen bei „Leo“ aus Sicht des Vereins zu Verschlechterungen. Um zum Beispiel den Gold-Status halten zu können, muss ein Vertriebspartner neuerdings pro Jahr mindestens vier neue Kunden gewinnen, rechnet der Verein in einer Mitteilung vor. Bisher floss die Zahl der Neukunden zwar auch in den Status ein, war aber nur ein kleinerer Faktor unter vielen.

Laut einem Unternehmenssprecher von Sage sei mit der Einführung von Leo vor etwa zwei Jahren allerdings trotz gegenläufiger Marktentwicklungen die Einkaufsmarge für Partner kontinuierlich gestiegen. „Aktuell erfährt die Methodik einige Anpassungen. Konkret unterscheiden wir zukünftig zwischen einer Basis- und einer Bonusmarge, wobei Letztere nur einen geringen Anteil an der Gesamtmarge ausmacht. Das Verfahren fördert jedoch die Motivation für das Neukundengeschäft und belohnt die Fachhändler, die dies bereits vorbildlich angehen“, so der Sprecher auf Anfrage von IT-BUSINESS.

Akbari ist da skeptischer eingestellt: „Ich sehe das als Druckmittel. Von diesen Maßnahmen kann zunächst eigentlich keiner profitieren, am ehesten noch Händler, die die nötigen Ressourcen für viel Neukundenakquise haben“, so der Systemhaus-Geschäftsführer im Gespräch mit IT-BUSINESS.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur Support-Problematik.

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