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Raumnutzung optimieren

Ricola, Toblerone, Lindt – und jetzt Roomz

| Autor: Ann-Marie Struck

Intelligente Raumnutzung mit Roomz Displays.
Intelligente Raumnutzung mit Roomz Displays. (Bild: Roomz)

Nicht nur die Schweizer Schoggi erfreut sich internationaler Beliebtheit. Die Schweizer sind auch bekannt für praktische Ingenieurlösungen wie Alufolie oder die bekannten Armeemesser. Das Schweizer Startup Roomz tritt mit seinem Raumbuchungssystem in diese Fußstapfen und ist in Deutschland auf Partnersuche.

Das geläufige Design der Bahnhofsuhr mit weißem beleuchteten Ziffernblatt, schwarzen, balkenförmigen Zeigern sowie roten Minutenbalken hat der Schweizer Uhrenmacher Hans Hilfiker 1944 mit der Idee entwickelt, dass die Uhren von Weitem gut ablesbar sind. Auch heute ist fast jede Haltestelle mit diesen Uhren ausgestattet. Nach einer ähnlich innovativen Position in Räumlichkeiten strebt der Gründer von Roomz Roger Meier mit seinen kabellosen Raumbuchungsdisplays.

Meier hat die Buchungsproblematik bei Sitzungszimmern oft genug persönlich erlebt. Der gebuchte Raum ist noch belegt, die Räumlichkeit nebenan frei, und es gibt keine Möglichkeit, mit dem Smartphone auf die Raum-Agenda zuzugreifen, um zu checken, ob der Raum nun genutzt wird oder nicht. „Und am Schluss findet dann das Meeting bei der Kaffeemaschine statt“, lacht Meier. Dieses Problem war für ihn Anlass, in alter Ingenieurs-Manier eine Lösung zu entwickeln: eine digitale Raumbeschriftung mit der Möglichkeit einer direkten Buchung.

Wie es der Zufall so wollte, gab es bereits an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich ein Pilotprojekt einer Raumbeschilderung mit Buchungssystem mithilfe von Antennen. Da die Universität in einem denkmalgeschützten Gebäude sitzt, war die Anbringung und Skalierung nicht in allen Räumlichkeiten möglich. In enger Zusammenarbeit mit der ETH Zürich startete dann 2014 ein neues Pilotprojekt mit Roomz-Displays.

Raum ist kostbar

Die Lösung ermöglicht, die Raumbelegung über ein elegantes, kabelloses Display zu visualisieren, bestehende Reservierungen zu aktualisieren und neue zu erfassen – sowohl direkt am Display vor dem Sitzungsraum als auch vom eigenen PC aus oder per Smartphone-App. Es ist einfach installierbar, lässt sich in das bestehende WLAN- und Buchungssystem wie Exchange oder Office 365 integrieren und ist skalierbar. Die Batterie hat laut Hersteller eine Laufzeit von zwei bis vier Jahren. Durch die kabellose Lösung kann das Display vor den Räumlichkeiten per Klebestreifen auf jeder Oberfläche angebracht werden. Ein Display kostet 729 Euro (UVP).

Auf den Displays werden sowohl die aktuellen als auch alle kommenden Raumbelegungen angezeigt. Mit den Knöpfen in der unteren Leiste können spontane Meetings gebucht werden. Angeboten wird das Roomz-Modell entweder über eine Cloud- oder eine On-Premises-Lösung. Da auf dem Display selbst keine Daten gespeichert werden, erhält ein potenzieller Hacker höchstens Zugriff auf ein einzelnes Bild.

Sensoren als Zückerlchen

Doch es bleibt nicht nur bei den Displays. „Als Zückerlchen kamen dann die Sensoren auf den Markt“, so Meier zu seiner neuesten Entwicklung. Das Gerät prüft mithilfe von Infrarotsensoren die Bewegung im Raum und gleicht diese mit der Reservierung ab. Findet keine Bewegung im Raum statt und daher auch kein Meeting, wird der Raum automatisch freigegeben. So wird das ärgerliche Problem der reservierten und doch ungenutzten Sitzungszimmer beseitigt und der Raum für spontane Buchungen geöffnet. Der Sensor ist für 159 Euro (UVP) erhältlich. Als kleines Bei-Produkt liefert der Sensor zudem wertvolle Informationen zur effektiven Auslastung. Das Delta, wie viel Nutzung, No-Shows oder spontan Buchungen ein Meeting-Raum hat, lässt sich dadurch ermitteln.

Der Raumsensor erkennt die An- oder Abwesenheit von Teilnehmern.
Der Raumsensor erkennt die An- oder Abwesenheit von Teilnehmern. (Bild: Roomz)

Ein weiteres „Zückerlchen“ ist der Einsatz der Sensortechnologie in modernen Arbeitsumgebungen. Die demnächst auf den Markt kommenden Roomz-Desk-Sensoren, messen automatisch die Belegung eines Arbeitsplatzes in einem Shared-Desk-Bereich und steigern die Effizienz von Workplace-Lösungen.

Schweizer Produkte weltweit

Das Startup wurde 2015 gegründet und arbeitet seit Herbst 2017 mit dem Distributor Also Schweiz als einzigem Partner zusammen. Mit 400 Kunden, darunter 20 Premium-Resellern und großen Unternehmen wie Sixt oder BKW sowie über 3.000 installierten Displays hat sich Roomz im Schweizer Markt in kurzer Zeit etabliert. „Auch die Konkurrenz, die verkabelte Systeme seit fast zehn Jahren anbietet, haben wir innerhalb von einem Jahr in der Schweiz überholt“, so Meier freudig. Die Expansion nach Deutschland und Frankreich sieht der Unternehmensgründer als Challenge: „Wir sind aus dem Ei geschlüpft und kommen jetzt in die große Welt.“

Seit Herbst 2018 besteht eine Kooperation mit Also auch in Deutschland. Das Unternehmen bleibt seinem Geschäftsmodell des Vertriebs über einen Distributor mit Partnern weiterhin treu. „Wir können nicht den Fünfer und das Weggli wollen“, so die Schweizer Redensart dazu, denn Roomz-Produkte können nur über einen zertifizierten Händler vertrieben werden. Das Partnerprogramm hat zwei Level der Zertifizierung: die autorisierten Partner, die ein Display für sich erworben haben, und die Premium-Partner, die zwei Displays als NFR-Lizenz zum eigenen Gebrauch sowie eins für Demo-Zwecke bekommen. Alle Partner bekommen Hilfestellung bei der Erstinstallation und kostenlose Schulungen.

Raumbuchungssystem Roomz bei Also

Effiziente Raumnutzung

Raumbuchungssystem Roomz bei Also

12.12.18 - Ab sofort sind das Raumbuchungssystem und die Meetingraum-Displays von Roomz über Also erhältlich. So will man dem Trend zu digitaler Beschilderung und Raumverwaltung gerecht werden, der in Unternehmen im Rahmen der Digitalisierung Einzug hält. lesen

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