Zusammenarbeit mit dem Channel Red Hat feilt am Partnerportal und am Partnerprogramm

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Die Open-Source-Technologen bei Red Hat passen zum angebrochenen Jahr 2026 das globale Partnerprogramm an. Aktuelle Neuerungen zielen Unternehmensangaben zufolge auf Einfachheit, Vorhersehbarkeit und Profitabilität für die Partner ab.

Bei Red Hat startet das Jahr 2026 mit Änderungen in der Zusammenarbeit mit Partnern.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Bei Red Hat startet das Jahr 2026 mit Änderungen in der Zusammenarbeit mit Partnern.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Mit den Updates seines Partnerprogramms will Red Hat eine Struktur schaffen, die gemeinsame Investitionen mit Channel-Partnern in den Vordergrund rückt. Dieser organisatorische Rahmen soll letztlich die Rentabilität der Red-Hat-Partner vorantreiben. Das Unternehmen beschreibt vier Säulen der Zusammenarbeit, in denen neue Impulse gesetzt werden sollen.

Incentives: Prämien statt Rückerstattungen

Red Hat stellt seine Incentive-Strategie um: Statt Rückerstattungen sollen künftig vorhersehbare Prämien vergeben werden. So sollen mit den neuen Incentives Partner für verschiedene Aktivitäten während des gesamten Kundenlebenszyklus belohnt werden, darunter beispielsweise Pre-Sales-Aktivitäten wie Workshops und Bewertungen. Dieses neue Angebot, das sich von den traditionellen Market Development Funds (MDF) unterscheidet, soll die Vorabinvestitionen der Partner verringern, wenn die an Incentive-Vorteilen teilhaben möchten. Eine wichtige Verbesserung, die die Incentives vorantreibt, sei zudem die Ausweitung von Rabatten und Deal-Registrierungen auf zusätzliche indirekte Vertriebswege, teilt Red Hat mit. Gemeint sind beispielsweise OEM- und Cloud-Optionen. In letzter Konsequenz erweitert dies die Möglichkeiten der Partner für Incentives, was dazu beitragen soll, deren Rentabilität zu steigern.

Darüber hinaus sollen die Partner von einem verbesserten Deal-Schutz profitieren. Als strategische Wachstumsbereiche, die besonders gefördert werden, werden zusätzliche Produktkategorien definiert, darunter OpenShift und Ansible Automation Platform oder auch Application Services und KI.

Hintergrund

Open Source mit rotem Hut

Der rote Fedora-Hut ist ein markantes Symbol von Red Hat, das seit 1993 mit der Marke assoziiert wird. Er steht für die Prinzipien der Open-Source-Bewegung, wie Gemeinschaft und Zusammenarbeit. Der Hut wird häufig von Mitarbeitern bei Veranstaltungen getragen. Das Fedora-Projekt, eine offene Linux-Distribution, wird zwar von der Community entwickelt, wird jedoch von Red Hat gesponsert und unterstützt. Red Hat stellt Ressourcen, Infrastruktur und Entwicklertools bereit, um die Entwicklung und Pflege von Fedora zu erleichtern. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es Red Hat, Innovationen und Technologien zu testen, die später in seine kommerziellen Produkte einfließen können.

Erweiterung der Partner-Spezialisierungen

Red Hat wird zum einen ein neues Cloud-Modul für Red Hat Certified Cloud and Service Providers (CCSPs) starten. Dieses Modul wird im Laufe des Jahres 2026 verfügbar sein und soll eine programmatische Veränderung darstellen, bei der der Fokus auf den jährlichen wiederkehrenden Umsatz (ARR) für Punkte statt auf traditionelle Buchungen gelegt wird.

Zum anderen wird auch das Specialized Partner Program verbessert. Partner können sich künftig auch selbst bewerben. Das Red Hat Specialized Partner-Programm bietet in diesem Zusammenhang künftig eine offene Bewerbung, die das bisherige Nominierungsverfahren ersetzt. Als zusätzliche Belohnung für ihre Investition erhalten Specialized Partner für jede abgeschlossene Spezialisierung eine erhöhte Anzahl von Punkten, mit denen sie weitere Vorteile im Partnerprogramm quasi freischalten können.

Um eine bessere Zusammenarbeit zu fördern, wird laut Red Hat das Modul „Sell With“ für alle qualifizierten Partner zur freigegeben.

Möglichkeiten im Partner-Portal

Red Hat hat zudem das Partner Portal verbessert, was zu mehr Autonomie und Einfachheit beim Red-Hat-Business führen soll. Beispielsweise wurde eine automatisierte Gutschrift für Marketing- und Nachfragegenerierungsaktivitäten eingeführt. Das kann über das „Red Hat Partner Demand Center“ verwaltet werden und bietet eine organisatorische Klammer für MDF-Finanzierungen. Dadurch entfällt für Partner die manuelle Einreichung, heißt es aus dem Hause Red Hat.

Verbessertes Onboarding

Außerdem wurde ein einheitlicher digitaler Anmelde-Workflow für alle Module des Red Hat Partnerprogramms implementiert, der den Onboarding-Prozess verbessern soll. Darüber hinaus wird die Funktionalität um erweiterte Berechtigungen für Partnerbenutzer erweitert, wodurch Partner mehr Kontrolle und Transparenz über Opportunities, Fortschritte und Punktesammlungen erhalten.

Druck in der Umsatzpipeline

Diese Verbesserungen in Bezug auf Anreize, Programme und digitale Erfahrungen sollen das Vertrauen der Partner stärken, Reibungsverluste reduzieren und vor allem die Pipeline und den Umsatz sowohl für die Partner als auch für Red Hat steigern, heißt es aus dem Unternehmen.

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