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6 Raspberry-OS auf einer SD Raspberry Pi Noobs – Schnellstart-SD und Community

Redakteur: Margit Kuther

Raspberry Pi starten, eines von sechs Betriebssystemen wählen, loslegen. Das bietet ein Raspberry-Pi-Paket von Farnell und RS.

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Raspbery-Pi-Bundle: Sechs Betriebssysteme auf einer SD samt Raspberry Pi bietet Farnell an
Raspbery-Pi-Bundle: Sechs Betriebssysteme auf einer SD samt Raspberry Pi bietet Farnell an
(Bild: Farnell)

Wer bei Farnell oder RS Components, den offiziellen Distributoren der RaspberryPi.org, einen Raspberry Pi bestellt, erhielt bis dato nur die Linux-basierende Mini-PC-Platine. USB-Tastatur und Bildschirm hat jeder, zugehörige Kabel und Speicherkarte ebenso. Also, anschließen, loslegen?

Nein, erst mal ist aufwändige Vorarbeit angesagt. Denn es gibt verschiedene Betriebssysteme für den Raspberry Pi. Und hat man sich endlich für eines entschieden, ist dieses umständlich und zeitraubend via PC etwa von der Site Raspberrypi.org auf die Speicherkarte zu laden.

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Raspberry Pi – sechs Betriebssysteme auf einen Streich

Farnell element14 und RS Components wollen dem Anwender die aufwändige Betriebssystem-Konfiguration ersparen und bieten den Raspberry Pi samt 8-GB-SD-Karte mit vorinstalliertem New Out Of Box Software (Noobs) an. Noobs ist eine Art Boot Loader. Er enthält ein Recovery System, das immer geladen wird, wenn der Raspberry Pi bootet. Via Noobs kann der Nutzer eines von sechs auf der SD-Karte vorinstallierten Images der Raspberry-Pi-Betriebssysteme wählen, das dann installiert wird.

Die dem Raspberry Pi beiliegende SD-Karte von Farnell element14 und RS Components enthält folgende Betriebssysteme:

Raspbian:Das bevorzugte Betriebssystem der Raspberry Pi Foundation. Raspbian is eine inoffizielle Debian-Portierung von Debian Wheezy Armhf mit Kompilierungseinstellungen speziell für den Raspberry Pi, die dahingehend angepasst sind, um Code für Hard Float ABI produzieren zu können. Die Portierung, die dem Raspberry Pi mehr Tempo verschafft, ist deshalb erforderlich, da das offizielle Debian Wheezy ARMhf nur mit Versionen der ARM Achitektur für ARMv7-A-CPUs und höher kompatibel ist. Der Raspberry Pi nutzt aber eine ARMv6-CPU.

Arch Linux: Arch Linux ARM zielt auf Einfachheit und volle Kontrolle durch den Nutzer hin. Dennoch sieht die RaspberryPi.org dieses Betriebssystem als weniger geeignet für Anfänger an. Die aktuelle Version von Arch Linux nutzt Hard-Float ABI (Application Binary Interface), das heißt, Gleitkomma- (Floating Point-) Parameter werden in Floating Point Register geschrieben, während bei Soft-Float ABI diese in Integer Register geleitet werden.

OpenELEC (Xbox Media Center): Wer den Raspberry Pi nur als Media Center nutzen möchte, für den ist Open Embedded Linux Entertainment Center (OpenELEC) bestens geeignet. Denn OpenELEC verfolgt nur ein Ziel, das Media-Center XBMC auf einfache Weise ohne umfangreiche Linux-Konfiguration bereit zu stellen. Nach dem Booten von OpenELEC ist der Nutzer direkt in XBMC. XBMC ist ein Open Source Media Player und Entertainment Hub, verfügbar für verschiedenste Betriebssysteme, u.a. auch für den Raspberry Pi.

Pidora:Pidora basiert auf der Linux-Distribution Fedora und wurde speziell für den Raspberry Pi optimiert. Er verwendet die gleiche Hard-Float ABI wie Raspbian und enthält viele der gleichen Optimierungen etwa für die ARMv6-CPU des Raspberry Pi.

RISC OS: Das Betriebssystem RISC OS wurde erstmals 1987 vorgestellt und seine Wurzeln bei denjenigen Entwicklern, die auch den ARM-Prozessor entwickelt haben. RISC OS für den Raspberry Pi ist eine frei zugängliche Variante des Betriebssystems.

RaspBMC (Xbox Media Center): Auch RaspBMC basiert auf Debian, wurde aber speziell für den Raspberry Pi minimalisiert und entwickelt von Sam Nazarko. Der Clou ist das auf dem RaspBMC laufende, angepasste XBMC Media Center. XBMC ist ein Open Source Media Player und Entertainment Hub, verfügbar für verschiedenste Betriebssysteme, u.a. auch für den Raspberry Pi.

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